Von Ticks, Spleens & buchigen Problemen

Bücher und was sie mit uns machen

Eigentlich ist der „Mann mit Hut“ (Twitter-Name) schuld an diesem Beitrag – war es doch diese eine, kurze private Nachricht bei Twitter, die Kerstin klar machte, wie sehr wir doch in Büchern denken.

– Worum es ging –

Eine einzige kurze Schlagzeile:
„Bergsteiger im Dachsteingebirge in Gletscherspalte gestürzt“
(Die Sache ging übrigens gut für den Menschen aus).

Die Konsequenz: Ein sofortiges Zurückerinnern an ein Buch, welches Kerstin und der nette Mann mit Hut, im Frühjahr 2017, gelesen haben. In „Der Tod so kalt“ kam genau diese Gegend vor und die Gletscherspalten hatte eine ganz besondere Bewandtnis – ein Jahr später und doch noch im Kopf abgespeichert.

| Der Speicherplatz |

Geht es Euch auch so? Ein Schlagwort und schwupps taucht da ein Buch auf, ein Cover, eine Geschichte, Charaktere, bestimmte Szenen und so vieles mehr. Mit Sicherheit verschwinden die meisten in der Versenkung unserer Gehirnwindungen und doch bleiben manche, wenn  nicht sogar viele, greifbar. Aktuellstes Beispiel für uns ist der Roman „Und es schmilzt“ – das Buch hat uns beiden wehgetan und doch hat es uns auf seine Art begeistert. Dieses wird hängen bleiben!

Wer kennt nicht die Bücher aus der Kindheit, die auch im Erwachsenen-Leben noch immer präsent sind? „Momo“, „Hanni & Nanni“, „Die unendliche Geschichte“, „Pipi Langstrumpf“ und viele mehr. Diese Abenteuer werden einen immer begleiten – aber es sind ja nicht nur diese buchigen Erinnerungen die uns Buchverrückte „plagen“.

| Unterwegs |

Jetzt mal ehrlich. Da fährt ein Auto vor einem her und hat ein großes ´S` als Aufkleber am Heck. Woran denken wir? „Schweden! Oh toll, da möchte ich auch mal hin, Stockholm besuchen und …“ … neeeeein … wir denken an Henning Mankell, Arne Dahl, Stieg Larsson …
… aber auch an Astrid Lindgren und an all die Abenteuer, die wir in diesem Land erlebt haben, obwohl wir noch nie da waren.

Sind wir unterwegs, ist es fast schon zwanghaft ein Buch dabei zu haben. Die Mär vom Akkuschrauber in der Handtasche einer Frau, kann nur von einem Nicht-Buchnerd in die Welt gesetzt worden sein. Was sollen wir schließlich mit Akkuschraubern? Darinnen sind Bücher – ach, was sagen wir- ganze Reihen, Enzyklopädien, dicke Wälzer und dazu Notizbücher in allen Farben und Varianten –

Buchmenschen brauchen das einfach!

Da ist es vollkommen egal, wohin man unterwegs ist, selbst der Termin beim Zahnarzt könnte durchaus mal länger dauern. Wobei es doch eigentlich sinnbefreit ist, wer kann schon auf dem Behandlungsstuhl lesen (hier ein Wink mit dem Zaunpfahl – HÖRBÜCHER – dann nimmt man auch dieses Kreischen des Bohrers nicht wahr).

Grausam die Vorstellung irgendwo warten zu müssen und es ist kein Buch dabei – was für ein Alptraum!

| Im Alltag |

Bücher spielen in unserem täglichen Leben eine Rolle und zwar eine ganz große. Wenn wir nicht lesen, dann wird darüber nachgedacht. Rezensionen werden im Kopf vorgeschrieben, Charaktere analysiert und der Plot genauestens überdacht. Wie wird es ausgehen und gefällt das dann auch?
Wir lassen uns fallen, ganz tief, in welche Welten oder Zeiten die Geschichte uns auch immer hin entführt. Deswegen sind wir bestimmt nicht fern ab von Gut und Böse, sondern können durchaus unterscheiden – zwischen Fiktion und Realität.

Wir regen uns auch auf, sind erzürnt wenn es nicht so kommt wie gewollt oder freuen uns einen Ast ab, wenn wir das ein oder andere vorausgesehen haben. Wir leiden mit, weinen stumm und können gleichermaßen über einem Buch brüten und dabei kichern und herrlich schräge Selbstgespräche führen. Im Buch versunkene Leser*innen zu beobachten ist mit Sicherheit sehr unterhaltsam!

| Zeit und so |

Es ist ja nicht so, dass wir Leser*innen nur in den eigenen vier Wänden vor uns hin lesen und dabei die Welt außen vorlassen. Immerhin sind wir ungemein kontaktfreudig. Haben wir erst einmal einen Menschen entdeckt, der ebenfalls gerne und viel liest, sind stundenlange Gespräche über Bücher & Co. vorprogrammiert.

Darüber vergisst man schon einmal die Zeit

Apropos Zeit, im Wartezimmer, der Bahn, dem Bus, an der Haltestelle – sobald dort Leser*innen entdeckt werden, huscht uns ein Schmunzeln über das Gesicht und wir versuchen, mittels seltsamen Verrenkungen (die möglichst unauffällig sein müssen, es aber nicht sind), herauszufinden, was für ein Buch dort gerade gelesen wird. Da kann einem schon mal ein Jauchzer entschlüpfen wenn man es kennt – und die Gemeineren unter uns müssen an sich halten, um nicht laut los zu plappern, wie denn dieses eine Buch ausgeht.

Ja und was die Zeit angeht, hier brauchen wir gar nicht erst erwähnen was Buchhandlungen damit zu tun haben.

| Anfassen erlaubt |

Ok, nur bedingt. Nicht jede*r mag es, wenn die Bücher in dem heimischen Regal angefasst werden. Schließlich hat die Sortierung in den meisten Fällen ein ganz bestimmtes Schema und auch einen Sinn. Da gibt es nichts Schlimmeres als Unordnung in die Ordnung zu bringen. Bücher sind zum Lesen da, natürlich, aber sie sind eben auch eine Augenweide, weshalb es kaum verwunderlich ist dass sich Bilder von Büchern in allen social media-Kanälen finden. Genügsame Fotomodelle, die in fantasievollen und kreativen Darstellungen in die Kameras schauen und das Herz eines jeden Buchnerds höher schlagen lassen.

| Zu Besuch |

Was passiert wenn wir einen anderen Menschen in dessen Haus besuchen? Nach der Begrüßung und dem was dazu gehört? Schon im Eingangsbereich wird gescannt und zwar die komplette Einrichtung und alle einsehbaren Räumlichkeiten. Wo sind die Bücher?!
– Im Flur auf der Ablage ein kleines Notizbuch? Check!
– Kochbücher in der Küche? Check!
– Gut gefüllte Bücherregale im Wohnbereich? Check?
– Ein ‚Sprüchebuch‘ auf der Gästetoilette? Check!
– Auf dem Nachttisch ein aufgeschlagenes Buch … ähm … Moment mal … so verrückt sind wir dann doch nicht nach Bücher, als das wir die Privatsphäre anderer nicht achten würden … aber so einen kleinen Blick kann man ja mal riskieren …

Und wie wir schauen! Über den Tellerrand und noch viel weiter.
Alleine oder in der Gruppe. Über ein Buch oder viele.
Gewiss ist es fast unmöglich alle auf einen Nenner zu bringen. Was der eine liebt, kann der andere gar nicht ab. Es gibt Empfehlungen, denen folgt man blind. Andere dagegen lassen einen kalt. Lässt es sich gemeinsam über eine Geschichte philosophieren? Mit Sicherheit!

Ein Buchjunkie ist eben abhängig von all den buchigen Geschichten die uns begleiten
– immer & überall –

Habt Ihr Spleens, Ticks oder andere buchige Probleme?

26 Kommentare

  1. Ich hatte mal einen Termin bei meinem Frisör und der hatte ihn falsch aufgeschrieben. Deshalb musste ich eine halbe Stunde warten – und ich hatte kein Buch dabei.
    Der Frisör hat mich nie wieder gesehen….

    Ich finde es immer ein wenig traurig, wenn ich einen Haushalt besuche, der so gar keine Bücher hat. Oder nur sehr, sehr wenige. Bücher sind Lebensgefühl und Leute, die gar nicht lesen, kann ich nur sehr schwer verstehen. Wobei es mittlerweile ja auch so sein kann, dass derjenige nur ebooks liest. Na ja, ich will zwar auch immer mehr auf ebook umsteigen, aber so gar keine Bücher (aus Papier) im Haushalt kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Bücher sind Gemütlichkeit, Lebensfreude und Fantasie. Ohne geht doch gar nicht.

    1. Waaaaaa – keiner von uns beiden hat geantwortet??? Das muss ich jetzt mal sofort nachholen. Bitte entschuldige.
      Kein Buch dabei zu haben wenn man irgendwo warten muss ist eine Katastrophe, für mich jedenfalls. Wenn es wenigstens noch ordentliche Zeitungen dort gibt geht es ja noch, aber oft liegt nur Schund herum.
      Ein Haus ganz ohne Bücher ist irgendwie leer und ich denke immer was den Leuten so alles entgeht. Ebooks sind grundsätzlich eine tolle Sache, nur lese ich doch lieber ein Print, da tun mir die Augen weniger weh.
      Liebe Grüße und ein schöne Pfingsten :-*

  2. Huhu!

    „Der Tod so kalt“ haben wir damals mit unserem Krimi-Lesekreis gelesen. Ich war sehr angetan, die anderen Mitglieder zum Teil nicht so…

    Die besten Bücher sind die, die noch auf Jahre hin so hängen bleiben. Ich habe gestern ein Buch („The Ascent“) beendet, in dem jemand in einen Gletscher einbricht, und da musste ich auch an „Der Tod so kalt“ denken. In Zukunft werde ich bei Gletscherspalten wohl an beide Bücher denken.

    „Momo“ ist mir auch all die Jahre präsent geblieben, besonders Beppo Straßenkehrer.

    Früher hatte ich auch immer ein Buch in der Handtasche, inzwischen ist es oft der E-Book-Reader, weil der leichter und kleiner ist.

    Ich verbringe durch meine MS relativ viel Zeit in Wartezimmern und Krankenhäusern und hänge normalerweise mindestens einmal im Jahr eine Zeitlang am Tropf – und da sind Hörbücher *fantastisch*. Es kann nämlich ganz schön langweilig werden, dem Tropf beim Tropfen zuzusehen, und ein Buch festhalten und umlättern ist blöd, wenn sie die Kanüle am Handrücken legen. Hörbücher sind die beste Erfindung seit geschnitten Brot.

    Ich verrenke mir auch oft den Hals, um zu schauen, was jemand anderes gerade liest! Könnte ja was sein, was interessant klingt.

    Bei meinen Bücherregalen ist Anfassen erlaubt, die sind sowieso das reinste Chaos… 😉

    Ich bin sehr irritiert, wenn ich in einem fremden Haus bin und da stehen KEINE BÜCHERREGALE!!!! Passiert aber nur selten, Gott sei dank.

    LG,
    Mikka
    Mikka liest von A bis Z

    1. Huhu Mikka!

      Zunächst hoffe ich das deine MS nicht zu stark deinen Alltag beeinflusst!

      Hörbücher sind echt feinst, wobei ich dann eher beim putzen oder Sport dazu komme. Im Alltag nur sitzen und hören klappt irgendwie nicht. Und ein Buch ist immer dabei – egal ob Print oder eBook! Hauptsache eine Geschichte auf Tasche, hihi

      Ich denke auch das ein überwältigend oder geniales Buch sich erst dann gänzlich bemerkbar macht, wenn das Lesen dessen bereits eine gute Zeit zurück liegt!

      Kerstin und ich wünschen dir einen gemütlichen Abend!

  3. Huhu Kerstin,

    oh ja, diese Spleens kenne ich nur zu gut. Und bei mir spielen die Bücher eine so große Rolle, dass ich sogar beruflich damit zu tun habe. Ich bin eigentlich 24/7 von Büchern umgeben und könnte mir auch nur einen Tag ganz ohne nicht mehr vorstellen. Ich würde es tatsächlich als Sucht bezeichnen.
    Ich schaue bei fremden Menschen als erstes, ob sie ein Bücherregal haben und wenn ja, welche Bücher darin stehen (leider meist mit eingebautem Schubladendenken). Das ist für mich quasi der erste Eindruck. Das ist nicht ganz richtig von mir, aber so bin ich halt. Wenn dort Bücher stehen, die in meinem Augen furchtbar waren, dann hat das Gegenüber es nicht gerade leicht mit mir (oh je, ich merke ja selbst, dass das nicht gut ist).
    So hat wohl jeder seine Marotten.

    Liebe Grüße
    Tamara

    1. Hallo Tamara
      Janna hat auch am Beitrag mitgeschrieben aber wir antworten immer im Wechsel, sonst gibt es ein heilloses Durcheinander. Du bist echt ein Bücherwurm wie er im Buche steht und diese Art Sucht tut ja niemanden weh oder ist gar Gesundheitsschädlich 😉
      Geht uns wohl allen so das wir spleenig sind, wäre sonst langweilig ohne Ende. Andere bewerten die Einrichtung – wir die Bücher.
      Wünschen dir ein tolles Wochenende, mit Büchern und viel Lesezeit
      Liebe Grüße

  4. Okay, damit habt ihr mich ziemlich gut beschrieben. Bücher und Lesen sind bei mir immer irgendwie präsent und wenn ich zu Besuch bin und ein Bücherregal (oder auch nur ein kleines Bücherstäpelchen) entdecke, muss ich sofort schauen, was diese Leute so lesen 🙂

    Bei mir gehört auf jeden Fall noch dazu, dass ich so oft wie möglich Lesungen besuchen will, um mal einen persönlichen Eindruck von den Autoren/innen zu bekommen und ein paar zusätzliche Hintergründe zur Entstehung, zur Story und zu den weiteren Plänen zu bekommen. Ich finde es auch eine tolle Bereicherung, wenn der Autor bzw. die Autorion einem das Buch persönlich vorliest. Da habe ich dann zukünftig immer die Stimme auch beim Lesen im Ohr und das finde ich klasse. Also bin ich immer auf der Suche nach Lesungen, die in einigermaßen fahrbaren Entfernung von mir stattfinden. Oder von den Lieblingsautoren – für die fahre ich auch weiter 🙂

    LG Gabi

    1. 😀 😀 😀 Ja, irgendwie haben wir den ein oder anderen Tick – Spleen – etc., aber wir Bücherjunkies scheinen auch ähnliche Probleme zu haben 😉

      Nichts geht über solche Lesungen – bin da voll bei dir und Kerstin bestimmt auch! Und es gibt eine wundervolle Bandbreite! Eine Show wie bei Fitzek, etwas besonderes, weil der/Die Autor*in selten in Deutschland ist, tolles und einnehmendes Lesen (Fand Wulf Dorn sehr gut & fein zum (zu)hören!).

      Und by the way: ich lese deine Berichte dazu immer sehr gerne, ein Stückchen wie dabei sein!

      Kerstin und ich wünschen dir einen mukkeligen Sonntagabend!

  5. Toller Beitrag, ihr Zwei! Ich habe während des Lesens herzlich vor mich hin geschmunzelt und musste direkt an den Besuch meiner Schwägerin Ende Februar denken. Sie war noch nicht ganz mit den Umarmungen verteilen fertig, da stand sie auch schon vor meinen Bücherregalen und suchte nach neuem Lesestoff, den sie sich ausleihen könnte.

    Leider ist sie die einzige aus meinem Umfeld, die überhaupt liest und wohnt dazu auch noch circa 250km weit weg. Wobei, würde sie näher an uns dran wohnen, wäre mein Regal wohl regelmäßig leer.

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

    1. Hey Mareike
      super das wir dich zum Schmunzeln bringen konnten , beim Beitragschreiben gab es auch das ein oder andere Gekichere.
      Das mit dem Leihen fällt vielen ja schwer, kommt aber bestimmt auch auf die Zuverlässigkeit des Ausleihers an. Als ich bei Janna war hätte ich am liebsten alle Bücherregale mitgenommen…und den Spiegel im Bad…und die alten Schöpfkellen im der Küche…und und und 😉
      Hab ein tolles Wochenende
      Liebe Grüße

  6. Hallo,
    ein schöner Beitrag. Ist es eigentlich schlimm, dass ich der Typ Frau bin, der Buch und Akkuschrauber dabei hat? Falls der mal kein Platz mehr findet, dann aber hoffentlich wenigstens das Multitool. 😉
    Liebe Grüße
    Ariane

    1. Danke Ariane! (=

      Überhaupt nicht schlimm! Jede*r hat halt – neben den gleichen und ähnlichen – auch seine eigenen Ticks und Spleens 😉

      Hab noch einen feinen Abend!

  7. Hallöchen ♡
    Das ist so was von richtig! Ich konnte mich überall wiederfinden und ich dachte schon, ich wäre mit vielen Dingen alleine!
    Ich habe das oft, dass wenn ich auf der Arbeit bin (Buchladen) und ich wirklich keine Sachen mehr zu tun habe und auch keine Kunden da sind, dass ich darüber nachdenke, wie mein Buch ausgehen wird. Meist löse ich einen Krimi während ich durch den Laden schlender 😉
    Wir sind alle eben doch irgendwie ein Ei ♡
    Alles Liebe
    Ella 🙂

    1. Hey Ella
      da sind wir ja schon ein klitzekleines bisschen neidisch – im Buchladen arbeiten hat was
      Da entsteht gerade Kopfkino – eine Frau die durch die Reihen Bücher schlendert und dabei entzückt ruft “ ich weiß wer von euch der Täter ist “ 😀
      Ganz lieben Dank für dein Kommi, wir haben echt alle die gleichen buchigen Probleme, das beruhigt doch sehr.
      Liebe Grüße und komm gut in das Wochenende

      1. Guten Morgen 🙂
        Ja so ungefähr läuft das ab 😉
        Auch dir ein schönes Wochenende ♡
        Ich genieße jetzt noch drei Tage Urlaub bevor ich wieder zwischen die Bücher darf:)

  8. In manchen Punkten habe ich mich auf jeden Fall wiedererkannt. Das Erinnern an Dinge, die ich gelesen habe, als hätte ich sie erlebt, das endlose Nachdenken und Sprechen über ein Buch, das mich begeistert hat, bis es keiner mehr hören kann (deshalb sind wir ja Buchblogger geworden, oder? ;)). So bibliophile Ticks habe ich dafür nicht, meinetwegen kann jeder meine Bücher anfassen. Ich habe außerdem sicher 5-10 Bücher schon seit Jahren (teils Jahrzehnten!) verliehen und bin okay damit (solange die Person, die sie geliehen hat, noch in meinem Leben ist), was andere sicher total aufregen würde. Aber an einem Buchladen kann auch ich nicht vorbeigehen, ich schaue öfter Büchern in Körben vor den Buchhandlungen hinterher als Männern xD

    1. Dein letzter Satz ist königlich! 😀

      Ticks hat jede*r, egal bei was oder welchem Hobby – manchmal sehr ähnliche, manchmal ganz unterschiedliche!
      Familie & freunde dürfen immer durch meine Regale stöbern – Fremde sind eher selten bei uns vertreten hihi. Aber der Austausch über ein gelesenes Buch ist wirklich wundervoll – und ja! – genau deswegen sind Kerstin und ich in die Blogwelt eingetaucht! Ein, zwei Mädels von mir und meine Ma lesen zwar, aber nicht in dem Ausmaß wie ich – da musste eine Alternative her!

      Spleens habe ich auch nicht in dem Ausmaß – aber Kerstin und mir begegnen solche oft in der Bloggerwelt und natürlich gibt es da auch Ähnlichkeiten mit uns. Ich habe den Tick immer ein Buch dabei haben zu müssen, man weiß ja nie 😉

      Hab noch einen mukkeligen Abend!

  9. Hallo,
    ein schöner Beitrag von euch. Er spricht mir aus der Seele, denn auch ich bin ein Bookaholic. Ohne Buch gehe ich nie aus dem Haus und komme auch ganz ganz selten aus einer Buchhandlung ohne Buch raus.
    Daher kann ich es auch nicht verstehen, wieso manche lesen als Zeitverschwendung abtun. Jeder hat doch irgendein Hobby, das man mag und am liebsten tut.
    Ich stöbere auch gerne in den Regalen von anderen Lesern, aber frage vorher, ob ich darf. Ich bin so, weil ich es auch nicht mag, wenn einfach jemand an meine Sachen geht.
    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Hallo Kerstin
      schon verblüffend wie ähnlich wir Leser*innen doch sind.
      Ich habe sogar ein Buch im Auto liegen -man weiß ja nie 😀
      Das mit dem Hobby passt. Je nachdem sind andere Hobbys auch sehr zeitaufwendig und sogar teuerer, da mault keiner, als ob lesen weniger wert wäre. In den Regalen anderer zu wühlen finden wir auch respektlos, von daher ist das mit dem Fragen ob man darf, genau richtig.
      Und wenn man nicht darf dann halt nur mit den Augen ‚anfassen‘ Liebe Grüße und hab noch eine schöne Woche

  10. Hallo,
    ihr sprecht mir mit dem Beitrag aus der Seele. Er hat mir sehr gut gefallen.
    Ich kann es gar nicht leiden, wenn man meine Bücher aus dem Regal zieht und dann wieder reinstellt, ohne auf die Ordnung zu achten. Aber zum Glück wissen das meine Freunde und Familie.
    Mein Mann zum Beispiel hat das Buch was er sich letztens bei mir ausgeliehen hat auf mein Schränkchen gelegt, weil er es nicht selber wieder ins Regal stellen wollte. Damit er nichts falsch macht. Gut erzogen würde ich sagen. ;D
    Ansonsten bin ich genauso wie ihr es beschrieben habt: Ich schaue immer was andere Menschen so lesen, sei es an der Bahn oder wenn man zu neuen Menschen nach Hause kommt in deren Regalen.
    Letztendlich sind wir Buchnerds doch alle irgendwie gleich. Oder? 😉
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

    1. Huhu Diana,

      ich denke jede*r Büchereule hat so ihre Eigenheiten – Ticks und Spleens. Dein Freund geht mit deinen Bücher so um, wie ich bspw. mit den Schallplatten meines Freundes – bediene mich zwar dran, weiß aber nie wohin sie danach gehören – der kann was fuchsig werden dann. So hab aber auch ich meine Ticks – gehe bspw. nie ohne Buch aus dem Haus! Selbst zu einem Jungesellinnen-Abschied hatte ich eines dabei 😀

      Hab noch einen feinen Abend!

  11. Ein ganz toller Beitrag und ich kann da wirklich nur zustimmen 🙂
    Passend dazu habe ich ja dann eben durch Zufall meinen Spleen bei Twitter mitgeteilt 😀
    Aber es stimmt… wenn ich in einer Wohnung kein einziges Buch sehr, ist dieser Mensch mir erst mal suspekt 😀
    Geschweige denn die Leute die sagen „Ich hab noch nie freiwillig ein Buch gelesen. Mir reicht ne Zeitschrift!“ – waaaaas? Was stimmt mit dir nicht?!
    Klar, nicht jeder teilt das gleiche Hobby und ich verstehe auch, das manche Menschen ihre Zeit lieber mit den Sachen verbringen, an denen SIE Freude haben. Aber noch nie freiwillig ein Buch gelesen finde ich dann schon etwas hart.
    Ich sehe das gerade bei meiner Oma. Seit mein Opa vor ein paar Monaten gestorben ist sucht sie Hobbys. Hab ihr dann mal vorgeschlagen ein Buch zu lesen – Hallo, sie hat bei mir ne ganze Bibliothek zur Auswahl und muss sich noch nicht mal eins kaufen. „Ach nee, 200 Seiten sind mir zu lang“. Ähm… Ich habe hier Bücher mit 1100 Seiten stehen, wo ICH meistens denke „Puh, das ist ganz schön arg“. Aber da sieht man wieder mal, das Menschen total verschieden ticken. So, wie sie vielleicht erzogen und aufgewachsen sind.
    So, genug geschwafelt 🙂
    Jedenfalls ein ganz ganz toller Beitrag.
    Ganz liebe Grüße
    Nadine

    1. Hallo Nadine
      danke für dein schönes Kommi.
      Das mit dem Lesen muss einem wohl im Blut liegen obwohl es nicht ‚vererbt‘ wird. In meinem Familienkreis liest kaum einer der ‚Alten‘ dafür die Jüngeren um so mehr. Vermutlich war früher einfach keine Zeit dafür da.
      Wir lesen ja wirklich schon exzessiv, das kann auch nur der verstehen der es selbst so hält, Zeitverschwendung sagen manche aber uns macht es eben glücklich. Und so ’nebenbei‘ bekommen wir ja auch noch jede Menge andere Dinge hin 😀
      Wir wünschen Dir eine gute Zeit, liebe Grüße

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