„Und auch so bitterkalt“ von Lara Schützsack [Janna]

Und auch so bitterkalt
Cover © Fischer-Verlag

5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
16.05.2016

Poetischer Verfall …

Zu Beginn brauchte ich einige Seiten um mich in die Geschichte hin einzufühlen – dies aber eher aufgrund der schwesterlichen Verehrung, dies kam mir zunächst leicht überzogen vor, passte dann aber hervorragend zur weiteren Erzählung.

Die Geschichte wird aus der Sicht der jüngeren Schwester Malina erzählt, der Mittelpunkt ist jedoch ihre Schwester Lucinda. Ich wusste welche Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt, dennoch wird es zu Beginn nicht wirklich thematisiert. So langsam wie die Familie um Lucinda, wird der Leser hineingesogen, tastet sich langsam an die Problematik heran.

Lucinda ist ein einnehmender, bestimmender Charakter, fast schon in ihrer eigenen Welt. Lässt Familie & mich als Leser ab und wann darin eintauchen, kurz aber intensiv.
So ist es immer mit meiner Schwester, wenn sie geht, nimmt sie alle Farben mit sich.
Malina beobachtet, fühlt, leidet – bezüglich ihrer Eltern Frieder und Isa & intensiv mit und um ihre Schwester.
Der neue Nachbarsjunge, ebenso in seiner Welt, mit seinen Problemen, zieht den Schwestern den Boden unter den Füße hinweg. Dies war für mich ein intensiver Lesemoment, besonders aufgrund der Darstellung seitens der Autorin.

Stück für Stück erlebte ich als Leserin einen Verfall … poetisch, intensiv, ohne Zeigefinger … Es geht nicht um die Moral der Geschichte, es geht um die Angehörigen: die Entwicklung, das Leiden, den Verfall, den Zusammenhalt … ein Hauch von „was geschieht mit und in einer Familie“.

Mehr kann & will ich gar nicht zu diesem Büchlein sagen …

1 Buch – 2 Meinungen | Kerstins Rezension zu dem Buch

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