„This is us“ – Lieben, leiden, leben

Ich schreibe gerne und viel über Bücher. Bei Hörbüchern ist es meist schon knapper, an Serien wage ich mich gerade erst heran. Doch „This is us – Das ist Leben“ hat mich einfach direkt gefangen genommen, sodass ich sie zu mindestens im Kleinen hier auf dem Blog einbauen möchte. Meine erste Mini-Rezension zu einer Serie!

Würde ich zusammenfassen, worum es geht, wäre es mit zwei Worten getan: das Leben. Es wirkt viel Leben für eine Familie, doch es wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
In der Gegenwart geht es um die Mutter und ihre drei erwachsenen Kinder, sowie ihre Lebenspartner*innen und Kinder.
In der Vergangenheit sind es die Eltern der drei Kinder und die „Big three“ selbst.
Die Zukunft zeigt die älter gewordenen drei Kindern mit ihren erwachsenen Kindern.

Die Themen berühren! Die Gefahr getriggert zu werden ist nicht gering. Es wird sanft angegangen, aber nicht beschönigt. Manches ist nur ein Nebenschauplatz und trifft dennoch genau dort, wo es weh tut. Jede Folge hatte immer zu mindestens eine Szene, die mich emotional durchschüttelte. Entweder weil ich mich genau hineinfühlen konnte oder ich erahnen konnte, wie die Protagonist*innen sich fühlen, was sie durchleben.

Ich begann mit den ersten Folgen und dachte es geht um Jack und Rebecca, ihre wundervolle Beziehung und ihren drei Kindern die zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Doch immer mehr bröckelt diese Fassade. Es geht um diese fünf Menschen. Und es geht um die Menschen um sie herum. Lebensproblematiken und Lebensthemen in denen sich alle irgendwo wieder finden. Es wirkt im Ganzen gesehen fast schon nach zu vielem das skizziert, angesprochen und verarbeitet wird und doch ist es genau richtig. Es sind mehrere Jahrzehnte und es sind viele Personen. Jede Folge fokussiert sich auf ein bis zwei Themen und erzählt durch verschiedene Zeitebenen über das Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen.

Ich möchte gar nicht weiter auf den Inhalt oder die einzelnen Charaktere eingehen, denn ich würde Gefahr laufen – nachdem ich bereits die ersten drei Staffeln kenne – etwas vorwegzunehmen, etwas zu sagen, dass vielleicht erst im Verlauf der zweiten Staffel geschieht … dies beherrscht die Serie nämlich ganz wunderbar. Offene Fragen im Raum stehen zu lassen und erst viel später zu beantworten. Oder es gibt plötzlich Antworten, deren Fragen nicht mal zu erahnen waren.

Kleine Lebensprobleme, Große Lebenskrisen. Doch es ist beim Schauen nicht vollgestopft oder überladen. Es ist im genau richtigen Ton erzählt und gespielt. Eine Wohlfühl-Atmosphäre die aufzeigt das alle ihr Probleme haben und auch die angeblich glücklichsten Familien und Menschen düstere Abschnitte auf ihrem Lebensweg haben.

Eine Serie die vielleicht manchmal für all die Problematiken zu seicht ist, doch dies störte mich nur ab und wann, nur im geringen. Ich habe die Serie von der ersten Folge an geliebt, weil sie nicht mit Superheld*innen daherkommt oder schon tausendfach erzählt wurde.

Themen die in dieser Serie u.a. behandelt werden:
(dafür das das Kästchen mit dem Cursor markieren)

Adoption, Alkoholismus, gewaltvolle Kindheit, Übergewicht, sexueller Missbrauch, Homosexualität, Rassismus, Eltern-Kind-Beziehungen mit Stolpersteinen, Tod und Verlust, Trennung

Wertung: ★★★★★
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Titel: This is us – Das ist Leben
Reihe: Staffel 1 bis 3
Schauspieler*innen, Regie & Co.: siehe *hier*

TRAILER STAFFEL 1

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j125
Gast

Hallo Janna,

ich schaue nicht so viele Serien, aber diese habe ich schon eine Weile auf der Liste. Ich hab so viel gutes gehört und deine Besprechung bestätigt mich definitiv in dem Wunsch die Serie zu schauen.
Ich glaube, diesen Winter muss ich mir mal die DVDs zulegen. Oder mich bei einem Streamingportal anmelden. Die Serie läuft bei Amazon Prime oder?

Liebe Grüße
Julia