(M)Ein Gespräch mit Catherine Strefford

| Werbung | Dieser Beitrag basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Leseeindrücken, Interesse an der Autorin und selbst kreierten Fragen. Da innerhalb dieses Beitrages das Debüt der Autorin im Fokus steht und am Ende auf die Crowdfunding-Aktion verlinkt wird, steht zu Beginn die Kennzeichnung.

Janna im Küchen-Gespräch mit der Autorin
Catherine Strefford

Willkommen zu dem etwas anderen Plausch!
Kein Interview, sondern ein Gespräch – ganz ohne vorgefertigte Fragen

Es gibt bereits eine Kurzgeschichte der Autorin, die ich innerhalb einer Kurzmeinung vorgestellt habe. Mir gefällt ihr Schreibstil und ich bin sehr gespannt auf ihr Debüt „Nur kurz leben“, in dem es in unserem heutigen Gespräch geht!

Am Ende wartet noch eine kleine Aktion auf dich. Damit ihr Debüt in vollem Glanze erscheinen kann, findet eine Crowdfunding- Kampagne statt. Was solch eine Aktion ist, erfährst du, wenn du im unteren Abschnitt dem hinterlegten Link folgst.

Bislang habe ich erst einmal bei solch einer Aktion mitgemacht und das, weil die Autorin eine wundervolle und persönlich zugeschnittene Mail verfasst hat – und ja, weil ich mit ihr in den Social Medias zuvor in Berührung kam. Bei Cathy gab es für mich keine Sekunde der Überlegung! Zum einen schreiben wir via Social Media schon länger miteinander, tauschen uns per whatsapp aus und gehen in unseren Gesprächen über Bücher hinaus. Zum anderen hat sie mich begeistert mit ihrer Kurzgeschichte und ich möchte ihr bei der Entstehung ihres Debüts helfen wo ich kann. Was bietet sich da besser an als der eigene Blog?! Da Cathy und ich uns schon kennen und dies die Atmosphäre unseres Gesprächs untermalt, werde ich auch nur ihren Spitznamen verwenden.


Cathy und ich haben uns für unseren Plausch in einer Küche verabredet. Wir haben bereits ein paar Vorbereitungen zum Kochen getroffen und beginnen gerade die Zutaten für ein leckeres Essen zuzubereiten.

Janna:
„Ich mag dein Buch ja jetzt schon, ohne es überhaupt zu kennen! Ich meine, wenn jemand gerne Fast Food isst, sind Sympathiepunkte meinerseits sicher.“ (lacht) „Und wer kann bei Burgern und Pommes schon nein sagen?! Bin gespannt wie uns dieser Veggie-Burger dann schmecken wird.“ (Trinkt einen Schluck aus ihrem Weinglas) „Aber mal vom Essen abgesehen, ich durfte ja in eine Szene aus deinem kommenden Buch reinlesen und habe mich wirklich köstlich amüsiert als Richie und Leon zum ersten Mal aufeinander treffen. Wie kamst du aber dazu, die Altersspanne so hoch zu setzen? Ich meine Richie ist Ende zwanzig und Leon um die fünfzehn.“

Cathy:
„Tatsächlich hatten die beiden noch ein ganz anderes Alter, als ich mit dem Schreiben damals angefangen habe. Zu Beginn war Richie erst Anfang zwanzig und Leon sollte sogar ein Kindergartenkind sein. Das war einfach das erste Bild, was ich von diesen beiden Figuren im Kopf hatte. Ein verpeilter fast-noch-Teenager und ein Kleinkind, das ihm ganz schön einheizt. Ich fing an zu Schreiben und merkte bald, dass es nicht so passte mit den beiden. Alles führte nicht dahin, wo ich es haben wollte. Es war nicht rund. Ich hab das Manuskript tatsächlich sogar noch mal zur Seite gelegt und erst an etwas anderem weitergearbeitet. Mir fehlten Unterhaltungen auf Augenhöhe, das wollte ich unbedingt. Das ist mit einem Kleinkind aber mitunter schwierig, also wurde Leon zum Teenager. Richie behielt sein Alter erstmal. Ich startete erneut mit dem Schreiben, strich viel, schrieb um, aber es funktionierte, so langsam ging die Geschichte dahin, wo ich sie haben wollte. Richie ist dann schlichtweg nur noch etwas älter geworden, weil die Vergangenheit die ich ihm gegeben habe ansonsten zeitlich nicht gepasst hätte. Mehr Magie steckt da nicht hinter. Ein simpler Lebenslauf, der ansonsten nicht aufgegangen wäre.“ (grinst)

Janna:
„Mit einem Kindergartenkind hätte ich mir das auch schwer vorgestellt! Ich kenne zwar nur die Szene, in der Leon im Auto aufwacht, aber schon hier wäre die erste Problematik aufgetaucht. Und es würde dieser wundervolle Austausch zwischen ihnen verloren gehen, ich liebe deinen Humor. Stelle ich mir wirklich schwer vor, das mit dem Humor. Ich bin ja eher ungewollt lustig.“ (grinst) „Hast du da einfach drauf losgeschrieben oder schon hin und her balanciert, welcher Satz wo und wie wirkt?“

Cathy:
„Pointen setzen ist wirklich nicht so einfach, da jeder ja auch ein anderes Verständnis von Humor hat. Da habe ich mich bisher auf mein Gefühl verlassen und meistens lachen und schmunzeln die Leute an denselben Stellen, wie ich.“ (lächelt) „Als ich mit dem Projekt angefangen habe, habe ich tatsächlich einfach drauf losgeschrieben, da ging es mir erstmal darum die Grundidee zu Papier zu bringen. Das Balancieren kam dann in der Überarbeitung. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich vorher schon hin und her balanciere, dass ich dann oftmals nicht bis zum Ende komme. In der Überarbeitung, wenn eh alles auf Verbessern und Umschreiben und Ändern ausgelegt ist, kann man auch viel besser noch mal in Ruhe andere Satzvarianten ausprobieren, man hat mehr Zeit als wenn man erstmal einfach nur alles draußen haben möchte. Es gibt nur ein paar Sätze, die ich von Anfang an in den Notizen hatte und die sich seitdem auch nicht mehr geändert haben, weil sie für mich perfekt waren und vom ersten Moment an für mich klar war, dass sie genau so und nicht anders in das Buch müssen.“

Janna:
„Ich muss gestehen, dass das nichts für mich wäre. Da hast du die fertige Geschichte und dann geht die richtige Arbeit erst los, ohne das vorherige Schreiben klein reden zu wollen! Aber nochmal alles durchgehen, streichen, ändern, neu schreiben … Ich stelle mir den Schreibprozess an sich wirklich spannend vor, vor allem wenn ich bei einigen mitbekomme, wie sie regelrecht mit ihren Protas streiten.“ (lacht) „Hattest du das auch? Haben Richie und Leon dich an deine Grenzen gebracht oder Dinge getan die überhaupt nicht vorgesehen waren?“

Cathy:
„Oh ja, das kenne ich auch!“ (lacht) „Ich bin eine Plotterin, das bedeutet, vor dem eigentlichen Schreiben setze ich mich hin und skizziere Stichpunktartig was wann passieren soll, somit habe ich die Geschichte beim Schreiben ganz gut im Griff und verlaufe mich nicht. Trotzdem passiert es, dass die Figuren in mancher Szene ihren eigenen Kopf durchsetzen und sich Szenen beim Schrieben spontan anders entwickeln als eigentlich geplant. Das kann wunderbar sein, weil es als Autorin, die die Geschichte schon seit Ewigkeiten in sich hat, schwer ist sich selbst noch zu überraschen.“ (lacht) „Es kann einen aber auch zum Haare raufen bringen. Dann zum Beispiel, wenn man bei Situation A herauskommen muss, die Figurenentwicklung aber noch nicht so weit ist oder schon weit darüber hinaus. Dann muss man wieder zurück, prüfen, wo man etwas anpassen muss, damit sich alles wieder fügt. Das ist die Arbeit wofür man die Geduld und das Sitzfleisch braucht.“

Janna:
„Da muss ich doch direkt nachfragen! Welche Szene war die für dich schwierigste bei deinem Debüt? Ganz unabhängig von den Protas, wirklich die Stelle, die du vielleicht sogar fast hinausgeworfen hättest. Wenn die Frage überhaupt ohne zu Spoilern zu beantworten ist.“ (beißt genüsslich in ein Stück Karotte)

Cathy:
„Die Acker-Szene.“ (lacht) „Es gibt eine Szene, in der – warum genau, kann ja bald gelesen werden – das Auto auf einem Acker festhängt. Die will einfach nicht so richtig gefallen; mir jedenfalls nicht. An der schraube ich noch immer rum und sitze davor und weiß nicht so recht, was mich eigentlich stört. Da die Testleser an der Stelle aber nichts angemerkt haben, ist es vielleicht auch gar nicht so tragisch, wie es sich für mich anfühlt. Rausgeflogen ist bisher tatsächlich nur eine Szene und zwar weil sie letztendlich komplett inhaltlos war. Sie hat die Geschichte kein Stück voran gebracht, nichts Neues aufgedeckt oder die beiden Figuren genauer erläutert, also musste sie dran glauben. Die beiden sind shoppen in Paris und Richie gibt Leon Ratschläge in Sachen Beziehungen und irgendwie war das alles sowas von dran vorbei, dass es bei der Überarbeitung wieder raus musste.“

Janna:
(lacht) „Naja, im Leben hat man auch gern Blabla ohne Mehrwert! Bei Film, Buch und Theater wird das aber immer im Nachhinein nieder gemacht, da nehme ich mich leider nicht aus. Ich will mich nicht lange mit Szenen aufhalten, die völlig irrelevant sind. Fies das wir da so streng sind, obwohl das doch auch das Leben ausmacht.“ (schneidet Tomate) “Noch was trinken? Wein, Gin .. Wasser?“ (grinst)

Cathy: (lässt sich Gin nachschenken)
„Daseinsberechtigung werden auch diese Szenen haben, sie können ja unterhalten, ohne dass sie die Geschichte voran bringen oder neue Details enthüllen. Aber es ist halt so, dass man als Leser Zeit schenkt und das soll ja insofern belohnt werden, dass man nach einer Stunde Lesezeit eben nicht das Gefühl hat, dass eben diese gerade verschwendet wurde. Das Gefühl kennen wir ja alle.“ (isst eine Scheibe Tomate) „Wir haben alle schon mal Zeit mit einem Buch verbracht, bei dem wir schließlich dachten: Oh Mann und dafür hab ich jetzt wirklich meine Zeit geopfert?! Und so ein Gefühl würde ich nur ungern als Autorin hinterlassen wollen. Dicht gefolgt von der Angst bei dem Hashtag ‚bbfliest‘ zu landen.“ (lacht)

Janna:
„Niemals! Zu mindestens nicht im Zusammenhang des Grundgedankens hinter dem Hashtag. Es wurden ja auch bereits gute Titel darunter begeistert gelesen. Und ich weiß was du meinst. Würde ich schreiben, wäre es mir auch wichtig Alltagssituationen einzubauen die zwar der Geschichte nicht dienen, aber sich somit der Leser oder die Leserin darin wieder finden kann oder könnte. Und daneben würde die Angst stehen zu ausschweifend und nichtssagend zu werden. Sind das deine größten Ängste? Ich denke jede Veröffentlichung ist mit ganz viel Aufregung verbunden, aber bei dem Debüt besonders, oder?“ (trinkt aus ihrem Gin Tonic Glas und schaut Cathy neugierig an)

Cathy:
„Absolut! Unglaublich aufregend. Ich weiß natürlich noch nicht, ob die Aufregung beim zweiten Buch weniger wird…“ (lächelt) „… aber das erste Buch ist schon irgendwie sehr besonders. Alles ist neu, ich lerne so viel dazu, erfahre schon jetzt vor der Veröffentlichung so viel Unterstützung und Zuspruch. Das ist wunderbar. Und das nimmt die Ängste. Am Anfang als ich entschieden hatte, dass ich dieses Buch als mein Debüt herausbringe und das als Selfpublisherin mache, dachte ich eher so ‚Ja, das veröffentlichst du jetzt still und heimlich und dann mal sehen, Hauptsache es ist erstmal was veröffentlicht.‘ Mittlerweile, nach dem Feedback von meinem Testleseteam und wo ich nun auch schon so großartige Unterstützung von Bloggerinnen und Bloggern erhalte, geht es mehr so in die Richtung ‚HIER IST MEIN BUCH. ES IST TOLL. ANDERE FANDEN ES AUCH TOLL, SCHAU DOCH MAL, VIELLEICHT FINDEST DU ES AUCH TOLL!‘“ (lacht)

Janna:
„Yeah! So soll es doch auch sein!“ (stößt mit Cathy an) „So, jetzt habe ich aber einen riesen Hunger und die vegetarischen Burger sollten fertig sein.“


Cathy und ich haben einiges geplaudert. Über das Buch, ein paar Hintergründe, ihr Autorinnenleben. Wir hoffen natürlich, dich neugierig auf ihr Debüt „Nur kurz leben“ gemacht zu haben! Hier gibt es eine exklusive Hörprobe aus dem Buch:

Das Rezept zum Küchen-Talk:

Zutaten für 2 große Pattis:

• 1 Karotte
• 1/2 Stange Lauch
• 1/2 Zwiebel
• 1 Zehe Knoblauch
• 1 Ei
• 3 EL Haferflocken (ggf. Etwas mehr)
• Nach eigenem Geschmack: Salz, Pfeffer, Muskat, Gemüsebrühe, Oregano
• Öl zum Anbraten
– – –
Burgerbrötchen und Beilage nach Wahl

Zubereitung

Das Gemüse schälen, die Karotte fein raspeln, die Zwiebel würfeln, den Lauch in Ringe schneiden und den Knoblauch pressen oder fein würfeln. Dann alles mit ein wenig Öl andünsten.

Zwischenzeitlich die Haferflocken mit dem Ei vermengen und würzen (Salz, Pfeffer, Muskat, Oregano, Gemüsebrühe). Evtl. Etwas Wasser hinzugeben, wenn die Mischung zu fest ist oder noch ein paar Haferflocken zugeben, wenn sie zu flüssig ist. Dann alles etwa 20 Minuten ruhen lassen, damit die Flocken schön weich werden. Die Masse sollte gut zusammen pappen, damit sie beim Braten nicht auseinander fällt.

Die abgekühlte Gemüsemischung unter die Haferflockenmasse geben. Das Gemüse darf nicht mehr zu heiß sein, da das Ei ansonsten schon stockt. Alles gut vermengen und nach Bedarf evtl. noch mal mit Wasser oder Haferflocken nachbessern und abschmecken.
Wer noch Erbsen, Mais oder Brokkoli vom Vortag übrig hat, kann davon auch ein wenig unter die Masse mischen. Zwei Patties formen und in heißem Öl von beiden Seiten braten.
Dann nach Geschmack ein Burgerbrötchen mit dem Pattie, Saucen, Käse und Gemüse belegen, dazu ein paar Pommes oder Wedges servieren.

Guten Appetit!


Du möchtest mehr von und über Cathy erfahren?

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Hier findest du noch einen weiteren Beitrag zur Crowdfunding-Aktion:
Buchensemble

Geplant war, an dieser Stelle auf die Crowdfunding-Aktion aufmerksam zu machen … Geplant, denn nach knapp 24 Stunden des Beginns, war das Ziel bereits erreicht! *Korken knallen und Konfettiregen*. Cathy ist sprachlos, begeistert, dankbar – und ich lasse Luftschlangen fliegen! Nun hat sie geplant, 10% der Einnahmen zu spenden und versucht in einem Beitrag ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen.

Dankeschöns und Unterstützungsmöglichkeit gibt es natürlich dennoch, wenn du ein Teil der Entstehung sein möchtest. *Hier* geht es zur Crowdfunding-Seite. Ein Video zum Buch, sowie wundervoll limitierte Ausgaben warten dort auf dich, ein Besuch lohnt sich!


Krautwas? Du kannst mit dem Begriff „Crowdfunding“ nichts anfangen? Dann schau doch mal bei Cathy vorbei, sie erklärt das ganze Prozedere in seinen einzelnen Funktionen.

Bist du neugierig auf das Buch geworden?

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Kerstin
KeJas-BlogBuch

Huhu ihr zwei, herrlich eurem Gespräch zu folgen. Sitze gerade selbst in einer Küche und habe mich sehr wohl dabei gefühlt. Der Tag an dem das Crowfunding morgens startete habe ich tatsächlich noch im Kopf. Ich habe ganz früh reingeschaut, da waren schon um die 40€ im Topf, musste dann aber an die Arbeit und kam erst Abends wieder dazu und was sehe ich da? Hammer! Großartig! Ich finde es so toll wenn wildfremde Menschen andere wildfremde Menschen dermaßen unterstützen. Auf das Buch bin ich jedenfalls irre gespannt. Drücke Cathy alle Daumen dass es ein Erfolg wird. Danke für Euer… Read more »

Catherine
Gast

Irgendwann müssen wir so ein Gespräch aber mal in real nachholen! Mit echtem Gin und echtem Wein. :D
Jedes Mal, wenn ich daran denke, zaubert es mir aus denselben Gründen ein Lächeln aufs Gesicht: Ich bin überwältigt davon, wie wunderbar ich unterstützt wurde und auch immer noch werde! So verrückt! Danke! <3