(M)ein Abend mit Sebastian Fitzek |Autorenlesung|

Ein paar Tage ist die Lesung schon her, somit möchte ich auch bei diesen kleinen Eindrücken der Lesung kurz vormerken, das ich mir mal wieder keine Notizen gemacht hatte. Zu unterhaltsam war es auf der Bühne und mit Sven!

Kaum waren die Autoren und Autorinnen für das „Lüneburger Krimifestival 8“ bekannt, schon war die Lesung von Sebastian Fitzek ausverkauft! Und ja, ich habe mich sehr gefreut eine der begehrten Karten erhalten zu haben, denn man hörte ja schon einiges gutes über seine Lesungen. Diesmal war es wirklich der Name und nicht das Buch, welches mich lockte, ich war neugierig. Das Buch habe ich mir dennoch bereits vor der Lesung gekauft, allein das Cover, ich musste es haben! Im späteren Verlauf des Abends war jedoch klar: die Story reizt mich sehr!

Natürlich waren all diese Plätze später besetzt, von der langen Signier-Schlange fange ich gar nicht erst an! Ich glaube Ihr könnt Euch das alle sehr gut vorstellen, wie diese aussah.

Um 20:00 Uhr begann die Lesung, wir waren bereits 19:15 Uhr vor Ort – wie gut das ich auf meinen Freund gehört habe, eigentlich wollte ich später dort sein. Sven und ich hatten Glück mit den Plätzen, denn es war bereits mehr als gut besetzt. Ich fühlte mich ein wenig an die Urlaube der Deutschen erinnert, nur das man hier Jacken & Co. anstatt eines Handtuchs vorfand.

Und ja, man muss schon sagen das der Herr Fitzek es versteht die Bühne zu nutzen. An ihm ist ein Komiker verloren gegangen, ein Entertainer – keine Frage. Was ich auch absolut nicht negativ meine, ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Es war eine Lesung der – für mich – etwas anderen Art, denn es ist schon mehr als eine Lesung und dem beantworten von Fragen.

Einige reden von einer Ein-Mann-Show wenn sie von Fitzeks Lesungen berichten. Jaein. Jeder Autor und jede Autorin steht oder sitzt zunächst allein auf der Bühne bis Fragen und Anmerkungen der Besucher*innen einbezogen werden. So auch bei Sebastian Fitzek, er haucht dem Wort ‚Show‘ halt nur „etwas“ mehr Leben ein, dies sollt doch aber auch jeder Autor und jede Autorin so gestalten wie sie sich am wohlsten fühlen.

Und das eben tut Fitzek und das merkt man und hat seine Freude an dem was vorne passiert. Dies hier detailliert zu schildern würde den Rahmen etwas sprengen und Situationskomik schriftlich wiederzugeben
Aber eines ist klar: wenn man Freunde wie er hat, braucht man keine Feinde mehr.

Wie zu Anfang erwähnt, war ich gar nicht allzu sehr am Buch interessiert. Dies jedoch änderte sich im Verlauf des Abends.
Der Autor stellte seine Protagonisten und dessen Flugangst vor, was dieser im Vorfeld tut und woraus sich der Buchtitel ergibt. Was mich aber besonders neugierig machte ist die Situation die der Protagonist ausgesetzt wird. An Bord ist eine ehemalige Patientin, dessen Ängste er wieder reaktivieren soll.

Neben den Informationen zum Buch und einigen Erklärungen warum zum Beispiel auch in den neuen Flugzeugbauten ein Aschenbecher integriert ist, kam die Frage auf, warum wir eigentlich Thriller lesen. Sebastian Fitzek erzählte von zwei wahren Vorfällen, die wir Leser*innen innerhalb eines Buches nicht nur hinterfragt, sondern gar zerrissen hätten. Und der Autor hat Recht, die Mehrzahl der Leser*innen wollen Antworten, nicht den Zufall. Es muss einen Grund haben, warum der Mörder eben jene Familie auslöscht – dafür reicht kein „Weil sie die Tür aufmachten.“ Für mich trifft es nicht ganz zu, muss aber bei den von Fitzek erwähnten wahren Beispielen zugeben, diese hätte ich in einem Buch als absurd abgetan.

Und ich habe eine neue Wortschöpfung mitgebracht, P-Book! Eine feine neu Kreation aus ‚Papier‘ und ‚Book‘ – abgeleitet vom eBook, sehr fein! Ja, da wären wir wieder bei der Situationskomik, aber egal, das wird in den Wortschatz aufgenommen.

Für alle die lieber Hörbuch hören: ich beneide Euch! Wie bereits geschrieben hatte mich das Cover so angelockt, das ich mir das Buch bereits vor Beginn kaufte. Während der Lesung erfuhr ich, dass unter anderem David Nathan zu hören ist.
Ich tröste mich damit, das mir bei der Hörbuchfassung der Effekt fehlen würde.

Der Abend war wirklich humorvoll, sowie interessant und nun bin ich wirklich gespannt ob das Buch hält, was Sebastian Fitzek verspricht.


Abgesehen von dem Foto auf dem ich abgebildete bin, habe ich alle Bilder von ©Lünebuch zur Verfügung gestellt bekommen – vielen Dank an dieser Stelle!

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Nisnis Bücherliebe
Gast

Liebe Janna,

da hattet ihr ja einen besonderen Abend. Es freut mich, dass du mit Sven unterwegs warst.

Vor vielen, vielen Monden konnte mich Fitzek noch begeistern, heute allerdings nicht mehr. Für mich persönlich wünsche ich mir einen Autor auf der Lesungsbühne und keinen Entertainer, der sich zu verkaufen weiß, damit die Kasse der Marketingmaschinerie klingelt. Habe das Hörbuch gehört, da sich das Thema interessant anhörte, aber es hat mir nur erneut bestätigt, dass Fitzek nicht zu meinen favorisierten Autoren gehört.

Liebe Grüße,

Anja

Ascari
Gast

Hey :) Sind wir also schon zwei, die sich keine Notizen machen :D … Denn ich hab bei Follett mir eigentlich auch nicht wirklich etwas aufgeschrieben. Aber ich finde es okay so, ich gebe in meinen Berichten dann eben das wieder, was ich mir wirklich gemerkt habe. Und den ganzen Abend mit jedem Detail wiederzugeben, halte ich auch nicht für sinnvoll. Aus deinem Bericht nehme ich für mich auf jeden Fall mit, dass ich mir doch einmal eine Präsentation (Ich sag jetzt absichtlich nicht Lesung) mit dem Autor anschauen sollte, auch wenn ich jetzt kein ausgemachter Fan von ihm bin… Read more »

-Leselust Bücherblog-
Gast

Liebe Janna,
Oh, das klingt sooo gut. Ich wäre auch so gern mal wieder auf einer Lesung. Ich habe ja auf der LBM eine kleine Veranstaltung mit Fitzek gesehen. Das war natürlich kein ganzer Abend, wie bei dir jetzt. Aber da konnte man schon sehen, dass er ein Entertainer ist, den Eindruck hatte ich auch. Und ist doch toll, dass ihm das so viel Spaß macht.
Ich bin sehr gespannt, was du zum Buch sagen wirst. Ich bin ja wegen dem letzten Buch seeehr skeptisch, aber ich lasse mich auch gern von dir umstimmen. ;)
Liebe Grüße, Julia

kleinewelle
Gast
kleinewelle

Hallo,
ich bin auch jedesmal begeistert, wenn ich Fitzek auf einer Bühne sehe. Du hast so recht, er ist einfach der geborene Entertainer. Wenn es mit den Büchern nicht mehr so gut läuft, weiß er ja was er tun kann. :D
Dein Bericht ist toll und ich kann mir vorstellen wie viel Vergnügen ihr an dem Abend hattet. Ich schwanke noch ob ich das Buch lesen soll oder nicht, warte vielleicht mal deine Rezension ab. ;)
Liebe Grüße
Diana von lese-welle.de

laberladen
Gast

Ich hatte ja schon mehrfach das Vergnügen, Sebastian Fitzek live zu erleben und auch wenn ich mich an seinen Büchern ein bisschen „satt gelesen“ habe, würde ich jederzeit wieder auf eine Lesung von ihm gehen. Denn er kann einen wirklich fesseln und weiß auch gut zu erzählen und einen für seine Bücher zu begeistern. Und aus Deinem Lesungsbericht kommt schon deutlich heraus, dass auch Du das so empfunden hast. Übrigens ist er ja wieder so lang und ausführlich geworden, auch ohne Notizen – die brauchst Du offensichtlich nicht :-)
LG Gabi

Anja
Gast
Anja

Egal ob das Buch was kann oder nicht, Du hattest einen tollen Abend und das Buch signiert. Fitzek ist wirklich ein toller Mensch (habe ihn zweimal auf der FBM vertorfen) und irgendwann werde auch ich es schaffen Karten für eine Lesung zu bekommen.
LG Anja

lesefreude_book
Gast

Hallo!

Von Fitzek hört man ja immer nur positives. Bis jetzt habe ich es leider noch nicht geschafft ihn persönlich zu sehen. Mich schrecken auch immer die Menschenmassen ab, die angelaufen wenn Fitzek liest :D

Liebe Grüße
Sabrina