Leipziger Buchmesse 2019 – erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Werbung. Hinweis da ich zu den SP-Autor*innen und Kleinverlagen verlinke, unbezahlt und ohne Affiliate-Link!


Die heiligen Hallen öffneten wieder ihre Tore! Natürlich nicht ohne mich – und Chaosqueen passt auch bei dieser Messe wieder hervorragend zu mir, nur gänzlich anders, als ich es mir erhofft hatte. Eine Messe ist anstrengend, auch wenn es nur zwei Tage waren und diesmal zerrte es im Nachhinein doch mehr als ich gedacht hätte. So wundervoll es auch wieder war, mein Kopf war doch woanders. Natürlich etwas schade, weil ich all diese wundervollen Momente nicht gänzlich genießen konnte, mich aber im Nachhinein (natürlich) mehr als gerne daran erinnere!
Und Ihr kennt das, bei mir braucht Ihr keinen redaktionellen Artikel oder Bericht bezüglich der Messe erwarten, alles ganz persönliche Eindrücke und wild drauflos geschrieben:

Die Hinfahrt verlief reibungslos, abgesehen von der unsagbaren Müdigkeit und der sehr spät eintretenden Vorfreude, was schon darauf schließen ließ, das meine Gedanken überall waren, nur nicht bei der Messe – aber darauf verzichten wollte ich nicht. Zu selten sehe ich die feinen Buchmenschen!

Vorher          Nachher

Neben dem kleinen Koffer hatte ich noch eine Schultertasche dabei – beides bis zum Rand gefüllt auf der Heimreise. Ich küre mich an dieser Stelle frech zur Tetris-Meisterin, hehe. Kaum zu glauben was alles hineinpasste, aber ich greife vor!

Zwei Tage und vieles was ich sehen, Menschen die ich treffen, (Hör)Bücher die ich kaufen wollte! Während die meisten Blogger*innen zwischen den Großverlagen hin und her hüpften, zog es mich zu den sich selbst verlegenden Autor*innen (Samstag) und den Indie-Verlagen (Sonntag).

Begegnungssamstag

Allen voran Marlene! Der erste Buchmensch den ich sah, der letzte Buchmensch den ich verabschiedete – ein Danke an dich auch nochmals an dieser Stelle!
Ohne Marlene wäre ich erst gar nicht vor Ort gewesen! Denn das passiert wenn das Leben gerade fordernd ist, man – in diesem Falle ich – bucht kein Hotel. Dies bekam Marlene mit und lud mich kurzerhand in ihr Zimmer ein – fühl dich an dieser Stelle nochmals geknuddelt dafür!

Das ich bereits bei meiner Anreise aussah wie drei Tage Messe war so nicht geplant, aber um 04:00 Uhr aufstehen ist nicht hilfreich, um frisch auszusehen. Und mein Samstag war auch mit viel Input verbunden – bekannte und bis dato unbekannte Gesichter. Inmitten vom Buchmenschen-Allerlei: Blogger*innen, Leser*innen und Autor*innen!

#SPbuch-Autorinnen: Nike LeonhardJulia von Rein-Hrubesch, Elenor Avalle, Babsi Weiß, Katania De Groot, M. D. Grand, Wiebke Tillenburg | Autorin im Kleinverlag: Elea Brandt

Frauen die mich nicht nur mit ihren Geschichten begeistern, sondern auch menschlich ans Herz gewachsen sind! Nike, Marlen (M. D.) und Elea traf ich zum ersten Mal außerhalb des social media und sie waren mir auf Anhieb mega sympathisch. Besonders mit Elea hatte ich wundervolle Gespräche – nicht weil dies mit den anderen nicht möglich wäre, wir hatten nur die meiste Zeit füreinander.
Julia, Elenor, Babsi, Wiebke und Kata kannte ich bereits ‚offline‘ und habe mich sehr über das Wiedersehen gefreut! Nur leider mangelt es auf Messen an der Zeit, was mega schade ist, da ich diese zauberhaften Menschen sonst kaum bis nie antreffe …

Und eben aus diesem „Man sieht sich nur auf Messen“, war mein Samstag auch gut gefüllt mit ‚Terminen‘, ich will so wenige Gesichter wie möglich verpassen! Da die Meisten nur noch den Samstag in Leipzig waren, wurde eben dieser Tag für viele Umarmungen genutzt. Immer wieder spannend, Menschen hinter dem Blog oder dem Buch kennen zu lernen. Man entwickelt eine Ahnung davon, ob man sich auch offline versteht, aber ich bin immer wieder überwältigt.

Trinken, Essen – Essen, Trinken und die ‚Crêpe-Gäng‘. Also an Kaffee mangelte es mir nicht, aber das tut es auch nie! Nur das mit dem Essen war so eine Sache, bei all den Begegnungen am Samstag und dem ausgelaugt sein am Sonntag, kamen die Leckereien viel zu kurz.
Aber dafür gab es Pina und Gin am Samstagabend! (Fragt mich nicht was dieser zuckrige Stab im Cocktail zu suchen hat, keine Ahnung wo die Ananas war!)

Marlene und ich betraten die Hallen und als erstes wurde die Hörbuchecke angesteuert, keine fünf Minuten vergingen und die ersten zwei Titel waren gekauft. Und auch wenn wir hier und dort stöbern waren, so richtig buchberauscht waren wir den Tag zwischen all den Gesichtern gar nicht. Zu mindestens war ich ganz abgelenkt von den Begegnungen, aber die Buchbefriedigung kam am Folgetag.

Ich könnte jetzt mimimi machen, dass mich die großen Verlage nicht zu wichtigen Sessions & Co. geladen haben. Ich könnte aber auch erwähnen das ich bei Tolino war und da vielleicht bald was bezüglich Selfpublisher kommt *pscht! Da gab es übrigens wieder diese feine Schorle, diesmal auch in rot – das nenn ich mal süffisantes trinken, hihi.
Und vielleicht könnte ich dann auch erwähnen, dass ich zwar nicht zu ‚den Großen‘ gehöre, dafür aber einfach tolle Autor*innen getroffen habe und mit ihnen in Gesprächen (oder im Wein?) versank; wie mit Julia, Thorsten und Vanessa (Buchmesse aka Knutschmesse). Oder ich könnte von meinen kleinen aber sehr feinen Begegnungen mit June, Gabi und Katrin erzählen! Nächstes Jahr mieten wir uns eine Ecke auf der #lbm20 und dann machen wir da eine Selfpublisher-Leser*innen-Treffsession!

Der große Tisch (Foto oben links) am Abend war dann einfach zu viel. Um vier am Morgen aufgestanden, Kopftechnisch nicht voll da gewesen, der Samstag voller toller Menschen und verschiedenen Treffpunkten – da ging am Abend einfach nichts mehr bei mir und ich hing so vor mich hin, während alle anderen gut gelaunt in Gespräche vertieft waren … aber – zu mindestens für mich und hoffentlich für die Menschen um mich herum an dem Abend und den zwei Tagen – völlig okay.

Die Unfotogenität – meine eine – in Person, aber dennoch eine weitere Runde Fotos, ganz unter dem Motto „Begegnungssamstag“. Allesamt super sympathische Menschen die mir wohl noch mehr ans Herz wachsen werden!

Freudig-staunendes Ich über die Hörbucheule von Arndt (direkt neben mir) und weil die Eule so zauberhaft ist, halten Tanja und ich sie nochmal in die Kamera! Ansonsten könnt Ihr in der oberen Reihe noch Marlene, Sarah und Stefanie, sowie in der unteren Reihe Anett entdecken.

Mit dem Kopf woanders und doch mittendrin. Ich möchte keinen der zwei Tage missen! Ein wenig traurig bin ich bei all den Begegnungs-Bildern dann aber schon, Sven fehlt! Viel zu wenig Zeit hatten wir dieses Mal und an ein Foto haben wir dann gar nicht mehr gedacht! Neben Sven… nun aus dem Namen in Kombination mit Wehmut kriege ich gerade nichts Feines gezaubert – Svehmut? *lach. Neben dem Svehmut habe ich auch wieder den altbekannten Messe-Blues. Die wenigsten Menschen trifft man außerhalb der heiligen Hallen und eben dort hat man viel zu wenig Zeit füreinander – ein Dilemma!

Schlendersonntag

Da Messetag 1 so prall gefüllt war, haben Marlene und ich es uns am Sonntag gemütlich gemacht! Reines schlendern durch die Hallen und ein weiteres Crêpe-Gäng-Treffen. Um fast Punkt 10:00 Uhr ließ sich die Buchtreppe noch relativ gut fotografieren und auch sonst war der Sonntag bei weitem nicht so prall gefüllt wie am Vortag – sehr zu unserer Zufriedenheit, kann man mukkeliger vor sich hin stöbern.

Und vor lauter müdem gestöbere, habe ich auch gar nicht mehr an die vielen Fotos all der neuen Bücher gedacht. Wie gesagt, Kopf war woanders, was jedoch nicht heißt, mir wären keine Geschichten begegnet – obendrauf noch wirklich sehr sympathische Verlagsmenschen aus dem Indie-Bereich. Ich bin nicht auf den Mund gefallen, aber einfach zu einem Stand gehen und nach einem Rezensionsexemplar zu fragen ist einfach nicht meine Art. Ich werde da eher (an)geschubst – letztes Jahr von Kerstin, in diesem von Marlene.

Verlagshaus Berlin hatte es mir aber auch wirklich angetan! Ein wundervoller Stand mit Lesesofa und dem Slogan #PoetisiertEuch und am Ende durfte ich eines ihrer Bücher zum Rezensieren mitnehmen. Und der Verlag scheint sogar Beutel mit diesem Spruch zu haben, ich bin verzückt! Ich muss gestehen, dass mir auch der Ink Press-Verlag bis dahin unbekannt – ja, ich weiß auch nicht in welchen Büchern ich vorher meine Nase hatte, das mir beide zuvor nichts sagten! Auch hier wurde mein Leseherz beglückt, indem ich ein Buch mit bekam. Bekannter ist da der Verbrecher Verlag und auch hier durfte ich mir ein buch aussuchen. Allen drei Verlagen ein großes Danke dafür, denn gerade in Bezug auf die aktuellen Ereignisse, Stichwort KNV Insolvenz, bei Kleinverlagen nicht selbstverständlich!
Und bei allen dreien ein kurzer aber super schöner Austausch und das Gimmick, ganz ohne Lesestress (Deadline) für mich. Und das Verlagshaus Berlin hat mich nun kurz nach der Messe noch mit wundervoller Post überrascht – Postkarten, Sticker und viel zum stöbern.

Natürlich haben es dank der Messe gewisse Titel auch auf meine Wunschliste geschafft! Wie zum Beispiel „Warum wir zusammen sind“ aus dem Jung und Jung Verlag oder „Elada Pinjo und die Zeit“ aus dem Ink Press-Verlag. Und große Coverliebe für „Das Herz der Zeit„, wenn man den Umschlag abnimmt!

Rechts: Letztes Messebild mit Marlene

Völlig erledigt, wobei ich „nur“ zwei Messetage hatte. Für die nächste Messe wird anders geplant – freier Kopf, nicht(!) um 04:00 Uhr aufstehen! Aber irgendwie hatte ich ein ähnliches Vorhaben auch im vergangenem Jahr … ich sag`s ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Doch wie gesagt, so anstrengend es war, habe ich wieder wundervolle Momente für meine Erinnerungen sammeln dürfen! Und Bücher!
Vollbepackt ging es dann um 17:00 Uhr Richtung Auto – die wundervolle Marlene hat mich auch noch zum Bahnhof chauffiert, sie ist eben ein Zuckerstück!

Messe für Daheim
Wer kommt schon ohne Mitbringsel in verschiedensten Farben und Formen nach Hause?
Ich nicht!

Ganz viel #SPbuch-Allerlei, ich bin verliebt! Auch wenn die Hörbucheule (namens ‚Mukki‘) nichts mit Selfpublisher zu tun hat, sie wollte sich einfach dazu mukkeln und ich glaube ihr gefällt es dort!

Meine buchige Indie-Ausbeute
Selfpublisher:
– „Zwielicht“ von M. D. Grand
– „Biss zum letzten Akt“ von Nike Leonhard
Rezensionsexemplare (#indiebooks):
– „Die Reduktion der Pfirsichsaucen im köstlichen Ereignishorizont“ von Alexander Graeff (Verlagshaus Berlin)
– „Nichts was uns passiert“ von Bettina Wilpert (Verbrecher Verlag)
– „Verfall“ von Vassil Georgiev (Ink Press-Verlag)

Natürlich habe ich mir auch von den Hörbuch- und Großverlagen etwas gegönnt! Gut das die Messe im März und mein Geburtstag im Mai ist, kann dann mal jetzt meine ganze Wunschliste umschreiben, die ich im Kleinen bereits begonnen hatte – hab mir alles selber gekauft. Geschichten-Sucht, Ihr kennt das!

Neben den oben genannten Büchern folgten noch:
– „Lanny“ von Max Porter (#indiebook)
– „Sheroes“ von Jagoda Marinić (#WirLesenFrauen)
– „Schamlos“ von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour & Nancy Herz (#WirLesenFrauen)
– „Die Lüge“ von Mattias Edvardsson (Hörbuch)
– „Sadie“ von Courtney Summers
– „Die Rabenringe. Fäulnis“ von Siri Pettersen (Hörbuch)
– „Witchmark. Die Spur der Toten“ von C. L. Polk

Postkarte: „Gegenwind formt den Charakter“
Frühstücksbrettchen: „Kalorien = Maßeinheit zur Schwächung des menschlichen Selbstbewusstseins“
Mein Blog-Beutel hat den ein oder anderen neuen Button und nun fällt mir auf: es müssen noch dringlichst welche von #SPbuch und #IndieAuthorDayDE her! – ich versuch dann mal kreativ zu werden …

Fazit: Viele wunderbare Erinnerungen (und hoffentlich tolle Geschichten) – und nach der Messe ist vor der Messe! Beim nächsten Mal bin ich wieder zu 100% dabei.

Natürlich machte sich noch etwas zu Kerstin auf den Weg.
Wenn sie nicht zur Messe kann, kommt die Messe eben zu ihr!

Notiert ist der 12. bis 15. März 2020!
#lbm20 – Und Ihr so?

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-Leselust Bücherblog-
Gast

Meine liebe Janna,
Hach, was für ein toller Messebericht. Das klingt nach wirklich tollen Tagen. Freut mich mega doll, dass es dir so gut gefallen hat. Ich war/bin soooo traurig, dass ich es dieses Jahr nicht zur LBM geschafft habe. :( Hätte dich auch so gern mal wieder gesehen. Aber es sollte nicht sein.
Naja, durch deinen schönen Messebericht kann ich wenigsten ein bisschen am Messe-Feeling teilhaben.
Uhi, und du hast ja so viele tolle neue Bücher mitgebracht. Nicht so gut für den SuB, aber schön für das Bücherherz. Da bin ich bei vielen Büchern sehr gespannt auf deine Meinung.
Liebe Grüße, Julia

Bella
Gast

Hi liebe Janna,

ein so schön bunter Messebericht! Vielen Dank dafür und auch für die ganzen Bilder – (ich selbst habe viel zu oft vergessen das Handy zu zücken *anKopflang*)

Habe deinen Bericht gleich mal bei mir verlinkt ;)

Liebe Grüße und hab einen feinen Donnerstag
Bella

Irve liest
Gast

Huhu Janna, dein Artikel ist im Chaos-Stil passend zum Messecharakter geschrieben. ;) Toll, dass jeder so ganz persönliche Eindrücke sammelt, so wird das Lesen der Artikel niemals langweilig. Und nächstes klappt das Drumherum bestimmt besser.
Liebe Grüße, Heike

Anja aka Ana
Gast

Huhu!
Ich mag Deine Messebeiträge. Sie sind genauso chaotisch und bunt wie meine.

Wenn ich bei Dir lese, dann denke ich immer: ja so wäre es bei mir auch gelaufen.

Liebe Grüße und einen wundervollen Abend.

Marlene
Gast

Es waren zwei so wundervolle Tage. Ohne dich hätte ich nie diese ganzen wundervollen Menschen kennengelernt. Ich hab zu Danken