1 Teig – 4 Leckereien

Halloweenische Nervennahrung

Aus Halloween habe ich mir noch nie viel gemacht, außer als meine Tochter jünger war und sie ein paar Mal in verschiedenen Kostümen mit ihren Freunden um die Häuser zog – darunter auch ein Zombie-Kostüm, ganz die Mama eben!
Seit ich blogge hat sich dies jedoch etwas geändert. Woran das liegt kann ich gar nicht sagen … Horror schaue ich immer gerne, völlig unabhängig von der Jahreszeit. Auch Schocker-Bücher dürfen sein!

Doch bei einem Schock benötigt es erste Hilfe, was wäre da passender als Zucker?! Nervennahrung, du verstehst!? Somit habe ich mich in die Küche begeben, damit du dich für den gruseligsten Tag des Jahres bewaffnen kannst, viel Spaß beim nachbacken! Aber einen kleinen Warnhinweis muss ich auch geben: Dieser Beitrag zählt zum TAG (Schlagwort) „Küchen-Malheur„!

Bei der Grundlage (Teig) habe ich mich für einen einfachen Muffin-Teig entschieden, den du bereits auf unserem Blog finden kannst. Aber ich kürzer das Ganze ab, folgende Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander vermengen:

• 160g Butter
• 160g Mehl
•160g Zucker
• 1/2 P. Backpulver
• 1 P. Vanillezucker
• 3 Eier
– – –
Zum Einfärben für Teig 2 und 3:
• rote Lebensmittelfarbe
• schwarze Lebensmittelfarbe
Für Teig 1:
• Erdbeeren (zu dieser Jahreszeit TK) – oder anderes rotes Obst

Nun wird der Teig in 3 Teile geteilt. Einmal benötigst du den Grundteig und die anderen beiden färbst du mit je roter und schwarzer Lebensmittelfarbe ein.
Beim hellen Teig die Muffin-Form nur zur Hälfte füllen, die Erdbeeren hineingeben und mit weiterem Teig bedecken.

Malheur #1
Leider wurde der Teig am Ende nicht ganz so schwarz, wie ich es mir vorgestellt hatte. Bei einem nächsten Versuch werde ich zwei Tuben schwarzer Lebensmittelfarbe verwenden.

Nachdem du nun die drei Teige in die Muffin-Förmchen geben hast und dabei mehr als 12 Stück entstehen sollten, kannst du nun kreativ werden. Ich habe einfach zwei Teige miteinander kombiniert, wie du weiter unten entdecken wirst. Deswegen auch viererlei statt dreierlei Muffins.
Nun kommen die Muffins für 20 Minuten bei 200° (Umluft) in den Ofen:

Das Backpapier sieht etwas zerschlissen aus, da wir diese immer mehrfach benutzen, um so unnötigen Müll zu vermeiden.

In der Zwischenzeit kannst du das Topping (Frosting) vorbereiten, denn erst so wird aus einem Muffin ein Cupcake. Welche Creme du dafür herstellst ist dir überlassen, aber ich kann die Buttercreme (Grundrezept) sehr empfehlen – besonders wenn die Cupcakes erst am Folgetag vernascht werden sollen. Du vermengst einfach folgende Zutaten miteinander und stellst diese bis zum nächsten Tag kühl:

• 100g Butter
• 100g Doppelrahm-Frischkäse
• 100g Puderzucker

Nachdem die Creme über Nacht im Kühlschrank war, ist die Konsistenz etwas fester und lässt sich dadurch auch besser mit einem Spritzbeutel verarbeiten. Diese kannst du während der Herstellung am Vortag natürlich ganz individuell einfärben oder geschmacklich verfeinern (mit bspw. Kakaopulver, Vanilleextrakt und weiterem!

Kleiner Tipp

Sollten die Muffins beim Backen zu sehr aufgegangen sein, dann schneide einfach etwas vom oberen Teil ab. So kannst du auch wunderbar während der Herstellung naschen!

Du kannst die Erhöhung aber auch so lassen wie sie ist, damit die Buttercreme später wie eine zulaufende Spitze aussieht

Bloody Cupcake

Die Erdbeere in der Mitte könnte als Hirnmasse interpretiert werden.

Für die Deko brauchst du:
• die oben hergestellte Buttercreme
• etwas Puderzucker
• rote Lebensmittelfarbe
Eigentlich wollte ich das Ganze noch mit einer essbaren Glasscherbe verzieren, aber das Zuckerglas wurde leider trotz eine Nächtigung im Kühlschrank und einem Besuch im Gefrierfach nicht fest. Ich habe es wohl zu früh vom Herd genommen, aber auch so ist dieser Cupcake schön blutig!

Ein wenig Puderzucker mit flüssiger roter Lebensmittelfarbe vermengen. Zunächst wirklich nur 1-2 EL Puderzucker, damit die Farbe schön kräftig wird. Sollte das „Blut“ noch zu flüssig sein, einfach etwas Puderzucker bis zur gewünschten Konsistenz hinzugeben.

Den Muffin mit der oben hergestellten Buttercreme verzieren und den roten Zuckerguss darüber tröpfeln.

Died Cupcake

Dunkler bis schwarzer Teig

Für den Grabstein benötigst du Lebkuchen, der in seiner Herstellung nicht so schwer ist wie du vielleicht befürchtest. Dennoch versteckt sich hier Malheur #2 aka meine eigene Schusseligkeit, denn ich habe schlichtweg die Milch vergessen! Und dabei habe ich mich schon sehr über die Konsistenz gewundert … :

• 125g Butter
• 120g Zucker
• 60ml Honig
• 1 Ei
• 200ml Milch
• 300g Mehl
• 1 TL Backpulver
• 1 EL Kakao-Pulver
• 1 Packung Lebkuchengewürz

Butter, Honig, Ei und Zucker schaumig rühren.
Das Mehl sieben und mit Kakao, Lebkuchen und Backpulver vermengen.
Nun nach und nach die beiden Mischungen miteinander versmischen und 2 Stunden ruhen lassen.

Den Teig nun ausstechen bzw. in die passende Form eines Grabsteins schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Für 15 Minuten bei 200° (Umluft) backen und danach auskühlen lassen. Das Zuschneiden oder Ausstechen kann auch nach dem backen gemacht werden.

Für die Deko brauchst du:
• die oben hergestellte Buttercreme
• Grabstein aus Lebkuchen
• Weißer Zuckerstift
• Kakaopulver
Du verzierst den Muffin mit der Buttercreme und bestäubst diese mit dem Kakaopulver. Auf den lebkuchen-Grabstein schreibst du mit dem Zuckerstift „RIP“ und steckst diesen dann auf den Cupcake.

Malheur #3 findet sich in der letzten Dekoration dieses Cupcakes. Zuerst habe ich die Buttercreme zu schnell verarbeitet. Dann habe ich den Grabstein beim zweiten Cupcake vor der Kakao-Bestäubung platziert, wodurch auch die Schrift „RIP“ bedeckt wurde.
Also merken: aufmerksam sein in der Herstellung.

Black Rose Cupcake

Roter Teig

Für die Deko brauchst du:
• die oben hergestellte Buttercreme
• Schwarzer Fondant

Ich habe den Fondant einfach mit den Händen weich geknetet und dann dünnen Rosenblätterformen daraus gemacht. Um eine Rosenblüte zu erhalten rollst du eine Blüte zusammen und die nächste abstehen Drumherum. Ich habe drei Lagen Blütenblätter zu einer Blüte verarbeitet.

Nun verzierst du den Muffin mit der Buttercreme und steckst die schwarze Rosenblüte obendrauf.

Impulsgebend für die drei Cupcakes war das Rezeptbuch „Zombie Cupcakes“ von Lily Vanilli, jedoch habe ich nicht nach den Rezepten gebacken, sie gaben mir nur die optische Vorgabe.

Crash Muffin

Ich hatte mehr Teig als gedacht und so kombinierte ich den dunkel eingefärbten Teig mit dem roten Teig. Einfach ein wenig vom Roten auf den „Schwarzen“ geben und mit backen. Beim hellen Teig hätte sich die Farbe natürlich besser abgehoben, so als kleiner Tipp am Rande. Ein Unfall-Muffin, da man die rote Spur als Blutspur wahrnehmen könnte.


Neben Cupcakes bieten sich auch Kekse hervorragend
zum Dekorieren an!


Du bist gar keine Partymaus und brauchst solche Leckereien am 31. Oktober nicht? Aber vielleicht bist du, wenn du hier bei Kerstin und mir gelandet bist, ja eine Leseratte?! Da kann man doch, zu mindestens bei einigen Geschichten, schwerlich auf Nervennahrung verzichten! Und wenn du auch noch auf der Suche nach der passenden Lektüre bist, dann schau doch gerne bei meinem Beitrag „Lesestoff für Halloween“ vorbei, vielleicht spricht dich einer der Titel ja an?!


Welche Nascherei sagt dir direkt zu?

Ich muss gestehen, mir würde eine Entscheidung schwerfallen, aber ich bin ja auch durch und durch eine Naschkatze!

Krümelige Grüße,
Janna

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