Gewaltverherrlichung – Oder: die Buchwelt schockt uns!

Durch „Trinity“ [Audrey Carlan] wurden wir auf die Idee gebracht, durch den Hype um „Paper Princess“ [Erin Watt] wurde diese kleine Idee zu einem Entschluss! Auf dem Blog ‚Bücher verschlingen‘ BEFAND sich schon ein feiner Beitrag zu dieser ganzen Thematik, auf welche wir gleich intensiver eingehen werden und wir finden:

Von dieser Meinung muss es mehr geben!

Index = Überzogen? Vielleicht … vielleicht aber auch nicht.
Lest den Beitrag und entscheidet selbst.

Zuvor jedoch möchten wir darauf hinweisen, das noch einen kleineren Beitrag von uns als Anregung zu dem Verlauf der Auseinandersetzung mit der folgenden Thematik verfasst wurde: Kulturgut

Auch auf die Gefahr, Follower hier direkt auf dem Blog oder in den sozialen Netzwerken zu verlieren, darunter vielleicht auch den ein oder anderen Verlag – dies ist uns mal gepflegt egal! Diesen Hype können wir nicht unargumentiert stehen lassen: Nicht als Mutter, nicht als Frau, nicht als selbst denkender Mensch!

UNS geht es hier nicht um Bücher, die vom Genre her ganz klar gekennzeichnet sind. Wer Horror liest, weiß auf was er/sie sich einlässt. Genau wie bei Krimi oder Thriller. Auch sind viele autobiografische Geschichten oder Sachbücher an der Grenze des Ertragbaren – aber wir sprechen hier gezielt Jugend- und Romance-Bücher an. Diese Bücher werden verschlungen, geliebt, gehypt – liegt es am Autorennamen? Reicht es schon aus wenn ein bekannter Name etwas publiziert oder wird einfach nicht kritisch gelesen? Ist es das, was die LeserInnen wollen, sich für sich selbst ersehnen? Jeder erwachsene Mensch soll und kann lesen was er/sie möchte, aber besteht da nicht eine Art Fürsorgepflicht, gerade für die Jugendlichen? Wir haben ehrlich gesagt keine Antwort – aber eine Meinung dazu!

[Edit – 26.04.]
VIELE äußerten sich von Euch bezüglich die Erwähnung „Bücher für Jugendliche / Jugendbücher“. Es kamen die Aussagen, es handle sich bei den Büchern um „New Adult“ / „Dark Romance“ – diesem möchten wir auch gar nicht widersprechen und doch finden sich diese Bücher im Jugendbereich, werden so vermarktet das junge LeserInnen sich angesprochen fühlen und sind auch in verschiedenen Buchhandlungen im Jugendbereich zu finden. Auch Bücher die von Autoren für ab 16jährige empfohlen werden, sind dort in der Abteilung „Jugendbuch ab 13 Jahren“ zu finden. Und es ist nun mal so, auch mit 16 gilt man zu den Jugendlichen!
WIR sind auch gerne, um den Fokus auf den Inhalt zu richten, bereit zu sagen: lest einfach nicht das Wort Jugendbuch … (Und dann ist es plötzlich okay?)
LAUTSWR Aktuell[Link nicht mehr abrufbar] hat etwa jede/r siebte in Deutschland in seiner Kindheit oder Jugend einen Missbrauch erlebt. Und immer mehr Bücher erscheinen die eben solche Erlebnisse beschreiben, jedoch mit keiner weiteren Aufarbeitung einher gehen oder einem Hinweis im Vorwort darauf aufmerksam machen.
IN diesem Beitrag geht es nicht einzig um Jugendliche, es geht nicht darum ob die lesenden Person zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann – es geht um die Verharmlosung solcher Szenen. Darum ein verzehrtes Bild von Sexualität und Beziehungen zu erschaffen.
NICHT nur die hier aufgeführten Bücher sind gemeint, sondern der allgemeine Trend! Unser Beitrag würde ebenso hier und heute auf unserem Blog zu finden sein, wenn es sich ausschließlich um Romane für Erwachsene handeln würde
.

*Trigger-Warnung*

Wir gehen im folgenden Text auf Misshandlung und Missbrauch ein und werden aus bestimmten Büchern Textauszüge darstellen.
*Trigger [Auslöser] = durch bspw. dem Lesen von Texten / bestimmten Szenen, Situationen können traumatische Erlebnisse hervorgerufen werden


GEWALTVERHERRLICHUNG
ist das Wort, welches uns immer wieder dazu durch den Kopf schwirrt. Denn darum geht es in diesen gehypten Büchern: gewaltsamer Sex der toleriert wird, über den weder Mann noch Frau im weiteren Verlauf ein Wort verlieren. Nein, hier geht es nicht um „50 Shades Of Grey“ [E. L. James] bei dessen Geschichte es ganz klar um SM-Sex (Sadomaso) geht. Bei dieser Form von Sex geht es um bewusste Dominanz und Unterwerfung, der freiwilligen Hingabe und doch mit klaren Grenzen und Safe-Wörtern.

Nein, wir sprechen hier von Büchern für Jugendliche und junge Erwachsene. Menschen welche ihr Weltbild noch formen, zu diesen Büchern greifen um eine Liebesgeschichte zu lesen, ein wenig Sex zwischen den Zeilen. Doch weder kann hier von der großen Liebe, noch von Erotik gesprochen werden.

WIE wir uns hier überhaupt hinstellen können, wo wir doch das Genre gar nicht lesen? Ganz einfach: allein „Trinity“ könnte für sich einen Beitrag füllen! Und dies haben wir gelesen, von der ersten bis hin zur letzten bitteren Seite!
Wichtig:
Dank der sozialen Netzwerke wie Twitter und bspw. dem Hashtag #bbfliest bekommt man dann noch weitere Eindrücke – ob man will oder nicht. Dabei schockt es uns immer wieder, wie AutorInnen solche Bücher schreiben und LeserInnen diese zu Hauf kaufen.

Paper Princess“ ist das aktuellste Buch zu dieser Thematik und setzt mit einem völlig verzehrtem Weltbild noch eines obendrauf.

Bildquelle: Twitter – #bbfliest

Eine Jugendliche kann also ganz klar nur als Stripperin das große Geld zum Überleben verdienen? Klar, das Dealen von Drogen wäre auch eine Möglichkeit gewesen oder die Tätigkeit in einem Bordell (wobei das Wort „anschaffen“ doch eher den sogenannten ‚Straßenstrich‘ erinnert) – mehr Alternativen gibt es nun mal nicht … Der für Ella netteste Lover ihrer Mutter ist jener der sie sexuell belästigt hat. Einfach weil sie sich wehren wollte und er ihr erstmal zeigte wie man sich gelungen gegen solche Übergriffe verteidigt – klar, da wird man gute Freunde. Ist ja auch super nett, wenn ein Mann sich an der Tochter der Freundin vergehen will und ihr dann zeigt, wie man sich dagegen zur Wehr setzt.
Nein, wir stürzen uns nicht auf dieses eine Buch, jedoch wollten wir darstellen um was es uns geht in diesem Beitrag. Was bietet sich besser an, als ein Buch welches in aller Munde ist und zu dem viele verschiedene Meinungen und Eindrücke existieren. Ja, es sind nur Auszüge und man könnte meinen, dies wäre alles aus einem Zusammenhang gerissen worden. Doch leider ist „Paper Princess“ nicht das einzige Buch welches zu dieser Darstellung neigt und es ist erschreckend wie Übergriffe heruntergespielt werden!

FANTASY und somit reine Fiktion!? Soweit so gut. Allerdings geht es uns um das Differenzieren der einzelnen Bücher und vor allem um die Beschreibungen.

[EDIT 27.04.] Hier hatten wir einen Auszug aus einer Leseprobe gezeigt. Aufmerksame LeserInnen dieses Beitrages ist aufgefallen dass genau dieses Buch als positives Beispiel gelten sollte. Darinnen geht es um eine Protagonistin die sich aus den Missständen befreit und die Erfahrung macht dass eben die Kombination Sex und Gewalt nicht einhergehen kann. Wir danken für die Hinweise und entschuldigen uns nochmals bei der Autorin. 

Es geht uns nicht darum, wer wann welches Buch gelesen hat ~ jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es geht uns um die stellenweise sehr gewalttätigen Beschreibungen von Sex die einem in den verschiedensten Büchern begegnen und bei keinem der hier aufgeführten Bücher ist eine *Trigger-Warnung zu finden! Mit Fiktion haben solche Szenen nichts zu tun, sie sind Realität und werden in Büchern eingearbeitet, um … Ja um was eigentlich? Es behandelt wohl kaum die Aufarbeitung solcher Erlebnisse – also bitte, immer her mit einer Antwort darauf!
Aber um auf den Kernpunkt zurück zukommen, es ist seitens der AutorInnen (und Verlage) unverantwortlich nicht darauf aufmerksam zu machen, klar zu benennen dass Missbrauch und/oder Misshandlung thematisiert werden. Warum ist dies bei keinem der hier aufgeführten Bücher zu finden?? Die Szenen sind detailliert beschrieben, sie erinnern nicht an sexuellen Missbrauch, sie beschreiben diesen!

BEIDark Prince“ [J. S. Wonda] wird schon zu Beginn klar gestellt dass es um den Genuss gegenüber der ‚bösen Jungs‘ geht, egal wie verwerflich dies ist.

Einleitende Worte der Autorin vor Buchbeginn

SAFEWORD, gerade im SM-Bereich ein unverzichtbares Mittel. Das eine Wort welches die Grenze aufzeigt, um die Situation zu beenden, weil sie zu unangenehm, zu schmerzhaft ist. Ein gegenseitiges Vertrauen auf höchster Basis ist dafür zwingend notwendig, denn es soll beiden Spaß machen und Befriedung verschaffen und dies nicht nur bei einer der Personen.
Zu mindestens wird bei diesem Buch vor der Geschichte ein Hinweis auf die folgenden Szenen gegeben, wenn auch nur minimal.

Leseprobe „Dark Prince“

Der Protagonistin ist sehr wohl bewusst, dass diese Szene wenig mit Erotik zu tun hat. Und das ist es was genossen werden will (siehe Ausschnitt oben)?? „Desto schmerzfreier wird es für dich„, der Protagonist droht mit Gewalt und kaum berührt er sie, setzt es bei ihr aus –  Willenlos, dem widersprechen wir an dieser Stelle nicht! Die Macht eines Menschen über einen anderen wird als erotischer Akt präsentiert, eingebaut mit Schmerzdrohungen.

HEILIGT der Zweck die Mittel? Egal wie sich die Geschichte und Charaktere entwickeln – denn es wird sich wohl kaum um Geschichten wie in dem Film „I spit on your grave“ handeln – sagen wir ganz klar: Nein! Stimmt, wir haben nicht alle Bücher selbst gelesen, reißen vielleicht aus dem Kontext. Wohl möglich dass sich die Frauen dieser Geschichten entwickeln, sich stark machen und Gegenwehr leisten – dies lässt aber weder Klappentext, Vorwort von AutorInnen oder Ausschnitten von LesrInnen vermuten! Es geht nicht um eine Charakterentwicklung, um Menschen die ein Trauma verarbeiten oder den Lebensweg von Menschen die unter Misshandlung/Missbrauch litten. Und das ist es ja auch was die LeserInnen sagen – es handelt nicht davon, es geht um die Liebe und Sehnsüchte. Und da fragen wir nach: Können Liebesgeschichten nur durch Gewalt und Übergriffe dargestellt werden? Was ist der Reiz daran diese Geschichten zu schreiben bzw. zu lesen?

LESEN und lesen lassen, ein Satz welchen wir unterschreiben und doch nicht grundlegend zustimmen! Denn wenn es darum geht, eben solche Bücher zu hypen, mit plakativen Aussagen wie „Ist doch nur ein Buch, ist nicht echt“, dann können wir nicht lassen – dann muss solch ein Beitrag her!
Ja, es gibt Erotik-Bücher welche genau diese Dominanz-Untergebenheit-Beziehung behandelt. Aber darum geht es ja grundlegend nicht in diesen hier aufgeführten Büchern. Es geht nicht um geheime sexuelle Vorstellungen/Vorlieben, nicht um gesellschaftlich verpönte Sexpraktiken. Es geht um Liebesgeschichten und natürlich dienen Bücher dazu fernab der Realitäten in eine Welt zu tauchen, natürlich soll dabei jeder lesen was er lesen möchte – ABER: sollten gewisse Bücher nicht doch kritischer betrachtet werden, hinterfragt werden? Woher kommt dieser Trend das Liebe und Sex mit Macht und Gewalt einher gehen?

WAS denken wir uns eigentlich, wo wir doch selbst ein Buch nach dem anderen über Serienmörder verschlingen!? Den ein oder anderen vielleicht sogar sympathisch finden? Dem sei mal eben schnell gesagt:
Beim Genre „Krimi und Thriller“ geht es nun mal nicht ohne einen Mord oder einem psychologischem Kammerspiel. Man erwartet, nein fordert einen Täter und fühlt sich zudem einfach gut unterhalten, wenn dieser auch noch sympathisch daher kommt (wie bspw. „Totenfrau“ von Bernhard Aichner). Ein wenig grenzwertig? Nein, denn dies ist das Genre nun mal: Mord, ein Tathergang – Opfer und Täter. Fiktiv und doch real, aber eben dem Genre angepasst.

WEITAUS grenzwertiger finden wir, eine Liebesgeschichte so darzustellen, das es absolut in Ordnung ist wenn der Freund sich gewaltsam seine Befriedigung holt! Und hier ist doch wirklich das Paradebeispiel „Trinity„. Es soll ein Thriller sein, ein Roman, eine Liebesgeschichte – nichts von all dem ist zu finden!
Die Autorin skizziert einen Charakter mit gewalttätiger Vergangenheit, eine junge Frau welche zusammen zuckt bei großen Männern. Es soll die Geschichte einer Frau sein, welche Gewalt erfuhr und sich neu verliebt, einen Neuanfang wagt – die Betonung liegt jedoch auf ‚soll‚! Denn das ist diese Geschichte keinesfalls. Wo wir zu Beginn noch die eher humorvollen erotischen Szenen belächelten, wurden wir zum Ende des Buches immer sprachloser! Die Frau als Eigentum – dies ist ein immer wiederkehrendes Merkmal des Protagonisten Chase, welches in einer unserer Trinity-Rezensionen durch Zitate untermauert wird. Doch im Nachhinein ist es noch harmlos das die Protagonistin reichlich wenig Mitspracherecht bezüglich der Beziehung hat – und hier braucht uns auch keiner mehr mit fiktiver Geschichte kommen! Dieses Buch behandelt bewusst häusliche Gewalt, immer wieder erwähnt die Autorin Gillians Vergangenheit, baut eine Organisation darin auf die solchen Menschen hilft. Doch dann kommt er: der reiche muskulöse Mr. Dream himself – da ist diese Vergangenheit mal eben schnell vergessen und was zum Ende des Buches folgt, lässt uns geschockt und sprachlos zurück:

S. 358 – „Trinity: Verzehrende Leidenschaft“

Auf der darauffolgenden Seite beschreibt die Protagonisten diesen Sex folgendermaßen:

„Diese sexuelle Begegnung war voller Wut und Besessenheit.“ (S. 359)

Und das ist die heutige Erotik? Die große Liebe ist gekennzeichnet von Kontrolle und Besitz? Die Frau von heute ist dem Mann fügig, willenlos bei der kleinsten körperlichen Berührung? Immer wieder kommen Formulierungen in solchen Büchern wie „Sex muss so sein“ und das ist es was Jugendliche lesen sollen? Der Sex soll gleichgestellt werden mit Schmerz?

NUR Bücher? Viele Jugendliche haben schon früh sexuelle Erfahrungen – viele aber auch nicht! AutorInnen, ihre Bücher, die Verlage und wir als LeserInnen/BlogerInnen haben eine Verantwortung! Jugendbücher können nicht – ob Fantasy und Fiktion oder nicht – die alten Klischees aufgreifen und zusätzlich noch verstärken, indem Gewalt mit Liebe gleichgesetzt wird.

ES geht um Stereotypen – die kleinen naiven Dummchen, welche sich unsterblich verlieben und alles mit sich machen lassen. So ist das eben in einer Beziehung. Und die heranwachsenden Halbstarken, die einzig aus Muskeln ohne Hirn durch die Seiten wandeln. Brauchen auch keines, haben ja schließlich ihre kleinen Schoßhündchen.

Oder?

BÖSE Jungs – dass sie einen gewissen Reiz ausüben können wir verstehen. Waren es doch immer diese Charaktere in Film und Buch die unser kleines Mädchenherz höher hüpfen ließ. Aber von welchen Charakteren sprechen wir hier: der böse Junge mit weichem Kern, mit eine Kippe im Mundwinkel, auf einem Bike, sich nicht an alle Regeln halten, sich auch mal gut prügeln – aber eben im Gerangel mit anderen Jungs, oder um das Herzensmädchen zu schützen. Aber nie, niemals, war es der Charakter welcher sich an Schwächeren vergriff, sich das gewaltsam von der Frau nahm was er wollte! Woher kommt dieser Vorliebe solche Geschichten zu schreiben bzw. zu kaufen? Ist es das was die Frau von heute will? Ist es das was die nächste, junge Generation lesen und lieben soll? Männer welche sich an Frauen vergreifen – Frauen die dies über sich ergehen lassen, schlimmer noch: Frauen die sagen, das Liebe eben das sei, sich dem Mann hingeben, ob es gefällt was mit einem gemacht wird oder nicht.

NATÜRLICH könnte man sagen das es fiktive Geschichten sind, aber erwarten die LeserInnen dies bei Frauen- oder Liebesromanen / Jugendbüchern? Ist es das was Ihr lesen wollt? Liebesgeschichten in denen der Mann sexuelle Gewalt ausübt und sie unsterblich in ihn verliebt ist? Ein gern genutztes Gegenargument ist immer wieder das Wörtchen „Feminismus“ – nein, es hat nichts Feminismus zu tun diese Meinung zu äußern. Wir äußern sie nicht nur als Frau und Mutter, wir äußern sie weil es uns schockiert wie heutige Liebesgeschichten dargestellt werden! Ist es der Versuch auf den „50 Shades Of Grey„-HypeZug aufzuspringen? Muss nicht klar differenziert werden zwischen bestimmten Sexpraktiken wie Sadomaso und dem gewaltsamen unfreiwilligem Sex? Und wenn dieser in eine Geschichte eingearbeitet wird, dann erwarten wir das verantwortungsvoll damit umgegangen wird! Nein, es ist nicht okay wenn sich jemand gewaltsam Zugriff zu Eurem Körper verschafft – egal wie toll Ihr ihn oder sie findet! Wir leben im 21. Jahrhundert und noch immer sind dies Tabuthemen: häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch – aber wenn es in einem Jugendbuch, in einem Fantasy-Roman eingebaut wird ist es okay?! Dann ist das schön zu lesen?? Ist ja nur Fiktion … ?!
Was aber wäre … 

Er der durchtrainierte Schönling, sie das zurückhaltende Mädchen. Er abends mit seinen Kumpels auf dem Weg, sie kommt ihn entgegen. Er greift sie sich, hält sie fest am Arm, drückt ihr seine Lippen auf ihren. Sie will es nicht, lässt es aber zu, weiß sich nicht aus dieser Situation zu befreien. Seine Kumpel gehen weiter, er drängt sie an die Wand, fährt mit seiner Hand in ihren Slip. Sie fühlt sich in die Enge gedrängt, ist nicht erregt. Er dringt hart und schnell in sie ein, flüstert ihr zu das sie sein sei. Sie schließt die Augen, schweigt. Er ist fertig, mit ihr. Küsst sie sanft auf die Stirn, sagt es habe ihm gefallen, er will mehr. Er geht. Aber er kommt wieder, nachts in ihren Träumen.

Ähnlich der hier aufgeführten Buchauszüge – nur mit einem kleinen Hinweis:
Er, Europäer
Sie, Muslime
Ist es dann immer noch okay? Oder ist es dann plötzlich Rassismus – lehnen sich dann alle dagegen auf – sowas können man (in unserer aktuellen politischen Situation) nicht schreiben?!
Wenn aber beide weiß sind, dann ist es wieder okay, dann ist es erotisch?

Es gibt kein „bisschen Gewalt“ genauso wenig wie es kein „bisschen Missbrauch“ gibt!

NEBEN einer fehlenden Trigger-Warnung fehlt in der Buchwelt ganz klar eine FSK-Kennzeichnung bei solchen Büchern, wie bereits in einer unserer Trinity-Rezensionen erwähnt wurde.


Sind dies Bücher die Ihr (Euren) Teenagern zum Lesen geben,
14jährigen empfehlen würdet?
Fast alle der hier vorgestellten Bücher sind nämlich Jugendbücher,
somit für die Altersklasse ab 14 Jahren!!

 

Wir veranstalten einen Aufriss?
Nein!
Wir haben unsere Gedanken in Worte gefasst, nicht mehr und nicht weniger!


Die oben aufgeführten Zitate sind nur die kleinen Auszüge aus der Twitter-Leserunde #bbfliest. Wer mehr davon lesen will, sollte mal bei ‚der Leseratz‘ storify vorbeischauen.))

*Hier* finden Ihr weitere Beiträge zu dieser Thematik!

113 Kommentare

  1. Hallo!
    Ein sehr guter Beitrag! Ich finde es super dass ihr so viele Aspekte angesprochen habt und dass ihr deutlich macht, dass es auch auf den Zusammenhang ankommt (siehe Beispiel Shades ofGrey oder Thriller-Genre). Ich mag es nicht, wenn Leute dazu immer nur in Schwarz-Weiß ihre Meinung abgeben! Man kann das Thema nicht komplett streichen, dass würde einfach nur ignorant sein. Aber dann soll man es so schreiben, dass deutlich wird, dass solche Situation wie eben Sex in Verbundenheit mit Gewalt, nicht normal sind. In diesem Sinne finde ich auch die Idee einer FSK-Angabe nicht falsch! Ich finde, dass auch in Buchhandlungen mehr darauf geachtet werden soll. Ich kann mir zwar vorstellen, dass das auch zu ungemütlichen Kunden-Situationen führen kann, aber dann hat wenigstens der Verkäufer/Berater darauf hingewiesen.

    Da ich bisher so gut wie keine YA/NA Romane gelesen habe, ist mir so eine Situation noch nie begegnet. Daher frage ich mich auch, ob das einfach ein großes Problem dieser beiden Genres ist. Ich bin sicher, dass es auch andere gewaltvolle Romane gibt, aber dort wird meistens dann auch auf das Problem eingegangen. Oder es gibt zumindest ein Nachwort, in dem der Autor nochmal erklärend darauf eingeht.

    Liebe Grüße!

    1. Erstmal lieben Dank! Wobei ich auch gestehen muss, diesen in dieser Form nicht nochmal so zuschreiben, denn als er frisch rauskam, verschob sich der Fokus völlig und unserer Kernaussage ging verloren! Bei Kritik definitiv ohne Buch-Beispiele arbeiten!

      Ob FSK oder nicht ist nicht mal der Schwerpunkt, aber es muss erkenntlich sein mit welcher Thematik sich das Buch befasst! Bei „Trinity“ war ich wirklich geschockt!
      Und ich finde (bzw. Kerstin & ich) Autor*innen und Verlage haben eine Verantwortung. Wir wollen niemanden das eigene Denke absprechen, aber gewisse Darstellungen sind einfach nicht vertretbar!

      Ich weiß nicht ob es ein Thema speziell in diesem Genre ist, muss dir aber zustimmen das mir dies sonst auch nie so begegnet ist bei meinen gelesenen Büchern.

      Hab einen schönen Abend und lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

  2. Hallo,

    ich habe auch schon mal einen Beitrag zu einem ähnlichen Thema geschrieben.

    http://www.tintenmeer.de/2013/06/07/chaosnotiz-sex-and-crime-fur-alle-was-jungen-lesern-zugemutet-wird/

    Allerdings ging es dabei explizit um Bücher für Jugendliche von entsprechenden Verlagen, was bei den hier diskutierten Büchern definitiv nicht der Fall ist. Diese hier sind meiner Meinung nach unübersehbar als Erotik gekennzeichnet. Und wie in jedem anderen Genre gibt es da auch unterschiedliche thematische Ausprägung. Diese hier ist nicht neu, aber eben gerade in. Und geht mit Sicherheit auch wieder.

    Die Bücher werden auch nicht als Bücher für Jugendliche beworben – sondern im Programm für Erwachsene und in den entsprechenden Medien (Frauenzeitschriften!) – und darum sehe ich da gar kein Problem. Das Argument ist für mich also keins. Wenn Buchhändler solche Bücher ins Jugendbuch-Regal stellen, dann tangiert das deren Sorgfaltspflicht. Die kennen ihre Verlag normalerweise gut, und wenn ein Buchhändler den Piper-Verlag nicht kennt (was wirklich peinlich wäre) und solche Bücher dann „blind“ einsortiert, dann ist das eher kein gutes Zeichen für den Laden.

    Das Argument, im Krimi oder Thriller gehe es nun mal nicht ohne Mord, finde ich übrigens in diesem Zusammenhang ziemlich lächerlich. Denn wie gesagt, es gibt immer unterschiedliche Ausprägungen von der Erwähnung, dass jemand ermordet wurde bis zur extrem detaillierten Beschreibung – da regt sich keiner auf? Gehört ja zum Genre? Na, dann muss das doch nur mal einer sagen: Sex (mit unterschiedlichsten Ausprägungen) gehört zum Genre Erotik! Überraschung …

    FSK- und Index-Forderungen? Also an der Stelle kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. FSK ist sowieso kein Argument, da es hier nicht um Bücher für Jugendliche geht. Und Indizierung solcher Bücher? Das wird ja immer schöner! Da sind wir ja nicht mehr weit entfernt von 1933 …

    Wer Erotik liest, weiß, worauf er sich einlässt. Wenn es einem in einem Buch zu heftig zugeht, dann kann er es jederzeit abbrechen. Wenn einem ein Buch anderweitig nicht gefällt, macht man das ja auch, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Ja, klar, kann man immer noch mal auf dem Buch darauf aufmerksam machen, dass dies und das darin vorkommt, aber – wie gesagt … wer solche Genres liest, der weiß das in der Regel. Und in den heutigen Zeiten mit einem Überangebot an Informationen, sollte es auch kein Problem sein, sich ausreichend zu informieren.

    LG Sandy

    1. Hallo liebe Sandy,

      Danke für Dein Kommentar – man merkt schon das Du Dich mit der Thematik auseinandergesetzt hast und das es Dich auch ein Stückweit „ärgert“.
      Wir haben uns ganz bewusst dafür ausgesprochen dass es uns eben nicht nur um die Jugendbücher geht – auch wenn die genannten Bücher definitv im Regal der Jugendbücher zu finden sind (ich habe es mit eigenen Augen gesehen) – aber hier ist, wie Du sagst, die Sorgfaltspflicht der Buchhändler gefragt.
      Es ist die Verharmlosung von Gewalt in Verbindung mit Sex gegenüber Frauen – Erotik ist da etwas ganz anderes.
      Und ja, wir brauchen auch keine Krimis oder Thriller in denen es übertrieben detailliert zur Sache geht – weniger ist oft genug mehr und wir mögen es nicht wenn die Opfer verhöhnt oder zur Schau gestellt werden.
      Aber bei diesen Büchern oder Verlagen weiß man was einen erwartet (meistens) – wenn ich einen Erotik-oder Romance-Roman lese und dabei über eine Vergewaltigung „stolpere“ oder über Missbrauch und ich das im Vorfeld nicht weiß, besteht eben diese Trigger-Gefahr – und darum ging es uns im Beitrag.
      Von einer Indizierung war bei uns übrigens nie die Rede – es wäre nur „schön“ wenn eine ordentliche Kennzeichnung vorhanden wäre – bei Filmen oder Spielen ist das auch kein Problem und niemand beschwert sich darüber. Der Klappentext allein spiegelt in den seltesten Fällen den Inhalt der Bücher korrekt wider.
      Dein Vergleich mit 1933 ist hoffentlich allgemein gemeint, denn wir sprechen uns ganz deutlich gegen eine rechte Gesinnung aus und verurteilen diese Taten und Verhaltensweisen im Schärfsten.
      Jeder hat das Recht zu lesen was er/sie möchte, egal welches Genre.
      Viele Grüße
      Kerstin

  3. Sehr interessanter Beitrag! Ich habe dieses Buch bisher nicht gelesen und habe es auch nicht vor, aber es zieht ja seine Kreise, dass man kaum drum herum kommt, zumindest davon gehört zu haben.
    Ich finde es ebenfalls nicht gut, dass solche Themen in Jugendbüchern vorkommen, vor allem wenn sie dermaßen verherrlicht werden, denn sie sind alles, aber nicht harmlos und nicht toll!

    Allerdings habe ich eine andere Meinung zu Büchern, die bewusst so gekennzeichnet sind, sei es SM-Romane oder Horror-Bücher, die bewusst damit spielen und dementsprechend auch vermarktet werden. Ich selbst lese solche Bücher und ich finde das Thema spannend, auch das weiter oben in den Kommentare angesprochene Thema Gewalt und Schmerzen beim S** zum Beispiel. Manche Menschen stehen drauf und das ist in Ordnung, solange sie es für sich mit Gleichgesinnten machen und solange es in Büchern vorkommt, die eben dementsprechend gekennzeichnen werden und nicht an unter 18Jährige verkauft werden, wie zB viele Bücher vom Festa Verlag!

    Jedenfalls – habe ich den Faden verloren ^^ Ich fände eine FSK-Freigabe für Bücher wie bei Filme, Serien und Spiele sinnvoll um auch vorher schon solche Sachen auszugrenzen und bewusst altersgemäße Literatur vorauszusetzen bzw zu fördern.

    Also, danke für den tollen Beitrag und die Auseinandersetzung mit dem Thema und liebste Grüße,
    Vivka

    1. Hallo liebe Vivka,
      für diesen Beitrag haben wir stellenweise ganz schön auf die Ohren bekommen, besonders oder wegen dem Bezug „Jugendbuch“.

      Aber sehr viele teilen auch diese Meinung und das hat uns dann doch beruhigt. Wie wir im Beitrag schrieben – es geht nicht um Thriller, Horror und Co. , das lesen wir selbst und da ist die Story ja oft genug auch nicht zimperlich. Einfach nur die ‚verniedlichte‘ Darstellung von Missbrauch hat uns immens gestört.

      Danke für Dein schönes und langes Kommi,
      liebe Grüße und ein tolles Wochenende
      Kerstin

  4. Huhu!

    Diesen Trend, Vergewaltigung, Missbrauch, Gaslighting und Ähnliches zu romantisieren, finde ich auch sehr, sehr bedenklich. Und diese Szene aus „Dark Prince“ IST zum Beispiel Vergewaltigung, da lässt sich nichts schönreden. Aus den arroganten Alpha-Männchen, die bis vor ein paar Jahren noch die typischen „Bad Boys“ darstellten, sind jetzt astreine Trieb- und Gewalttäter geworden.

    Klar, wenn wir von Erwachsenen reden, sollte jeder lesen dürfen, was er will. Muss ich nicht verstehen können, muss ich selber nicht gut finden. Aber bei Jugendlichen finde ich das Argument, auch diese könnten ja zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden, nicht ausreichend. Wie du schon sagst:

    Dadurch, dass (sexuelle) Gewalt romantisiert wird, wird suggeriert, dass derlei Verhalten gesellschaftlich akzeptabel ist. Und wenn ich als junger Leser sogar immer und immer wieder vorgeführt bekomme, dass es sogar wünschenswert ist…

    Ganz überspitzt könnte man sagen: manche Bücher bringen ein schädliches, archaisches Frauenbild ins Kinderzimmer.

    Ich muss da gerade an eine junge Amerikanerin denken, Romina Garcia. Sie wurde berühmt mit einem kurzen Video, in dem sie sagte: Wenn dein Freund dich schlägt, bleib bei ihm! Er riskiert, dass du die Polizei rufst und er verhaftet wird, und er geht dieses Risiko ein, weil er dich liebt, und das ist soooo wunderbar!

    Dann erzählt sie noch, dass ihr Freund ihr ein blaues Auge verpasst hat – was aber ja voll ihre Schuld war. Er hat ihr immerhin einen Befehl gegeben, und sie war so dumm und hat ihn nicht befolgt. Aber jetzt weiß sie, dass sie ihm nicht widersprechen darf, und deswegen hat sie ihn auf Knien angebettelt, sie nicht zu verlassen.

    Ich denke, das ist das beste Beispiel, dass es durchaus junge Frauen gibt, die anfällig sind für diese Idee, dass Gewalt ein Zeichen von Liebe sein kann. (Weniger als ein Jahr später war Romina übrigens tot. Heroin-Überdosis.)

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

    1. Huhu Mikka und erstmal lieben Dank für deine Verlinkung, darüber freuen Kerstin & ich uns natürlich!

      Dein angebrachtes Beispiel ist einfach nur erschreckend, wobei es sehr nach einer Abhängigkeit klingt und dies nun an dieser Stelle tiefer auszuführen, würde wohl den Rahmen des Kommentars sprengen …

      Ich finde es grundlegend erschreckend, ob Jugend- oder Erwachsenenalter: woher kommt dieser Trend, dass Schmerz und Gewalt als erregend und romantisch empfunden wird? Es macht mich wirklich fast sprachlos und das dann ein Buch völlig falsch vermarktet wird ist aus so vielen Gründen (siehe Beitrag) absolut unverständlich für mich!

      Liebe Grüße

  5. Hallo Janna, hallo Kerstin,

    ich wollte mich auch noch zum Thema melden, jetzt ist es etwas später geworden und der Beitrag ist schon ganze 2 Wochen alt…

    Ich habe euren Beitrag aufmerksam gelesen und finde ihn wichtig & gut (inkl. die Belege einzelner Textstellen). Ich muss zugeben, dass besagte Bücher nicht zu „meinem“ Lese-Genre gehören und ich das meiste nur durch Hörensagen mitbekomme. Umso wichtiger ist es deswegen, dass es kritische Beiträge wie den euren gibt, der vielleicht – hoffentlich – auch Eltern erreicht, die Kinder im relevanten Alter haben, die solche Bücher lesen würden.

    Die teils ausgeartete Diskussion – die Beiträge wie dieser hier hinterlassen – zeigen eigentlich, dass viele das Problem nicht wirklich verstanden haben. Das scheint aber ein Gesellschaftliches / Erzieherisches Problem zu sein (ich habe teilweise in Beiträgen/ aber auch eine Reportage auf „Die Zeit“ gelesen, dass einige Leser nur „ungesunde“ Beziehungen kennen und es für sie ganz normal zu sein scheint, dass sich der männliche Part einer Beziehung das nimmt was er will. Das Schmerzen ertragen schon irgendwie in Ordnung ist… Gruselig!

    Das betreffende Verlage hier nicht verantwortungsvoll umgehen (man siehe hier „Paper Princess“, was ja in den sozialen Medien von Verlag und Lesern gehyped wird), ist meines Erachtens fahrlässig. Zumindest wenn Mädchen dieses Buch schmackhaft gemacht wird, ohne mit ihnen auch über die Problematik zu sprechen. Diesem Trend entgegen ist euer Beitrag eigentlich nur Folgerichtig…

    Viele Grüße,

    Jemima

    1. Hallo Jemima,

      für einen Kommentar bei diesem Beitrag ist es nie zu spät und vielen Dank für deine Worte! Leider war es sehr erschreckend zu sehen, wie dieser Austausch (Diskussion) bei manchen völlig ausartete und der Ausgangspunkt absolut verloren ging, woraufhin wir ja auch den Beitrag „Kulturgut“ verfasst haben.
      Für bestimmte LeserInnen mag es zutreffen das sie nur solche Beziehungsmuster kennen (leider), aber viele LeserInnen eben nicht und da ist doch die Frage: warum ist gerade diese Szenerie in Büchern zur Zeit so beliebt? Und noch viel wichtiger, warum wird eine kritische Äußerung sofort persönlich genommen? Erschreckend …

      Sei lieb gegrüßt!

  6. Gerade, wenn man selbst Kinder hat, wird es zuweilen schwierig Bücher richtig einzuschätzen. Nicht nur die Verlage ordnen Bücher falsch zu, auch die Händler wissen oft nicht, was sie da anbieten und verkaufen. Bei der Masse an Büchern ist das auch nicht zu verdenken.

    Ich wünsche mir recht oft auch bei Büchern eine FSK-(oder USK-)Einstufung, obgleich ich mir da nicht so viele Freunde machen dürfte.
    Aber erst kürzlich habe ich ein Jugendbuch gelesen, das eher ein Kinderbuch war, in dem es aber eine einzige (und somit vollkommen überflüssige) Szene gab, in der Gewalt zu explizit beschrieben wurde. Bekäme ein solches Buch eine FSK ab 18 Einstufung, würden sich die Autoren doppelt fragen, warum eine solche Beschreibung überhaupt notwendig ist…

    1. Hallo Frank,
      zunächst mal eine kleine Entschuldigung, dass die Antwort so lange auf sich warten ließ! Mit der FSK verstehe ich absolut was du meinst, dies diente zu einem aufrütteln in unserem Beitrag, denn es sollte schon irgendwo zu finden sein, worum sich die Geschichte im Buch dreht bzw. welche Szenen auftauchen. Das eine FSK meist nicht funktioniert wie sie sollte, zeigt ja leider schon die Filmindustrie. Wenn aber Gewalt oder Sex so dargestellt wird, wie es in den neuesten angeblichen Liebes- und Erotikromanen getan wird, sollte unbedingt ein Hinweis zu finden sein aus so vielerlei Gründen (siehe Beitrag). Und die Frage ist doch auch: warum schreiben AutorInnen solche Szenarien und warum kommen diese auch noch so gut an?

      Ich wünsche dir einen feinen Tag!

  7. Sehr guter, anschaulicher und vor allem zu denken anregender Beitrag.
    Ich habe keines der hier angegeben Bücher gelesen und werde es wohl auch nicht mehr tun, aber ich weiß natürlich trotzdem wovon die Rede ist. Ich habe beim lesen immer wieder darüber nachgedacht, wie das in den Bücher in der Kategorie „New Adult“ war, die ich gelesen habe. Ich denke in den meisten Büchern die gelesen habe war die Gewaltverherlichung nicht so krass wie in den hier dargestellten Beispielen, aber desto mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich euch im größten Teile zustimmen.
    In der Abteilung für junge Teenager haben diese Bücher tatsächlich nichts zu suchen und solche inhaltlichen Vorkommnisse sollten wirklich zumindest kurz als „Warnung“ angekündigt werden, danach finde ich kann und sollte der Leser selbst entscheiden, ob er/sie/es es liest oder nicht, wobei ich hier von 16+ rede.

    1. Hallo und du hast absolut recht mit deiner Aussage, jeder kann/soll/etc selbst entscheiden was er/sie liest. Uns geht es nicht darum dies irgendwem vorzuschreiben, aber mit bestimmten Thematiken sollte sich jedoch kritisch auseinander gesetzt werden!
      Die Szenen lassen einen schon schlucken – denn auch wenn klar zwischen Buch und Realität unterschieden werden kann, es müssen Trigger-Warnungen her (nicht nur bei diesen genannten Bücher mit solchen Szenen) – Sensibilisierung! Und selbst andere Autoren gezielt aus dem Erotik-Genre sagen so wie wir: nichts spricht gegen Fesselspiele & Co. wenn dies auf gegenseitigem Verständnis beruht.
      Wenn jedoch Szenen beschrieben werden, in dem ganz klar „Wut“, „Gewalt“ und ähnliches fallen und die Protagonisten dies auch so empfinden oder benennen das es sich um eine Situation handelt die nicht sein darf – und dies weder aufgearbeitet wird oder gar als erregend empfunden wird, wird ein absolut falsches Bild in die Gesellschaft getragen und kann besonders für Missbrauchsopfer die dies lesen, verheerende Folgen haben.

      Liebe Grüße

      1. Kleiner Klugscheißeralarm. Bitte nicht böse sein, aber ich lese es jetzt schon zum dritten mal. Es heißt verheerende Folgen, nicht verehrende.

        LG, Moni

        1. Nie böse – meine Finger sind leider (auch zu unpassenden Schreibsituationen) schneller als mein Köpfchen … Wird gleich mal verbessert

      2. Dem stimme ich dir wie gesagt völlig zu. Tut ja an sich nicht weh eine kurze Knackig Warnung zu schreiben 🙂
        Diese an Vergewaltigung Grenzenden Handlungen sind jedoch wirklich unangebracht, wenn sie als Lust und nicht als Vergewaltigung angesehen werden.
        Danke jedenfalls für diesen interessanten Beitrag

  8. Hallo Kerstin und Janna,

    ich möchte euch ein riesiges Lob aussprechen für diesen Beitrag, den ich nun schon mehrfach gelesen habe und teilweise auch die Kommentare hier verfolgt habe. Die genannten Bücher habe ich allesamt nicht gelesen und werde es definitiv auch nicht, da ich die Entwicklung bzgl. der ganzen Thematik einfach erschreckend finde. Sicherlich üben die Bücher auch einen gewissen Reiz auf die Jugendlichen aus (Teilweise konnte ich das bereits bei SoG miterleben, da plötzlich alle diese Bücher lesen wollten – selbst diejenigen, die sonst nie Bücher in die Hand nahmen. Das zog sich durch alle Altersklassen, und ich war schlichtweg entsetzt.) Allerdings war es eben damals im Klappentext ganz gut erkennbar, was bei Paper Princess definitiv nicht der Fall ist. Als Mutter finde ich das eine Entwicklung, die mich besorgt und ich bin der Meinung, dass das schon irgendwo gekennzeichnet sein sollte, denn ich würde nicht wollen, dass meine Kinder derartige Bücher lesen.

    Vor einigen Tagen hatte ich diesbezüglich bereits eine Diskussion mit einigen Bloggern, die es leider komplett anders sahen und die insbesondere von Paper Princess begeistert waren. Von einigen Blogs habe ich mich mittlerweile zurückgezogen und bin da etwas am Aufräumen, da ich glaube, dass ich mich dort nicht mehr wohlfühlen werden, denn dazu sind unsere Meinungen zu verschieden. Vielleicht ist das übertrieben, aber mir geht es damit besser 🙂

    Liebe Grüße und schönes Wochenende

    Diana

    1. Hallo Diana,

      lieben dank für deine Worte! Das der Beitrag sogar mehrmals von dir gelesen und so intensiv verfolgt wird freut uns sehr!

      Ich kann absolut nachvollziehen das du dein Netzwerk aufräumst und dies ist absolut nicht übertrieben! Denn ein Buch zu lieben, nur weil dies von AutorIn XY geschrieben wurde und somit nicht kritisch herangegangen wird ist nicht nachvollziehbar.
      Denn andere können dies sehr gut bzw. reflektieren sich selbst und das gelesene! Ich finde diese zwei Beiträge dafür sehr beispielhaft:
      > Ein Buch kritisch rezensieren – positive Punkte benennen und sich der aufkommenden Thematik bewusst werden, hinterfragen und Stellung beziehen:
      https://bookcrow.wordpress.com/2016/12/09/rezension-sarah-j-maas-a-court-of-thorns-and-roses/
      > Ein Fan: geliebte Bücher kritisch hinterfragen mit einer ehrlichen Selbstreflexion:
      http://www.nochmehrbuecher.de/2017/04/das-buch-ist-problematisch-aber.html

      Liebe Grüße und hab ein schönes langes Wochenende!

    2. Hallo Diana,
      Janna trifft es auf den Punkt – ihren Worten kann ich kaum mehr hinzugefügen. Lieben Dank an Dich, es beruhigt und bestärkt uns gleichermaßen das eben nicht einfach nur gelesen, sondern auch verstanden wird.
      Hab ein schönes Wochenende
      Liebe Grüße
      Kerstin

  9. Als Autor kann ich nur sagen, es gibt für Bücher dieser Art keine bessere Werbung als derartige Artikel. Denn im Grunde weckt es die Neugierde der einen, diejenigen, die mit kritisieren wollen, müssen die Bücher ebenfalls lesen. Es gibt nichts Besseres, vor allem in der Erotik, als „schlechte“ Publicity. Ich selbst sehe das allerdings ähnlich. Man kann Bücher dieser Art nicht für Jugendliche empfehlen. Es liegt also in der Verantwortung des Autors und der Verlage die Zielgruppe genauer zu definieren. Aber ich denke, dass es aus marketingtechnischen Gründen nicht gewollt ist. In jedem Fall wird sich Verlag und Autor über euren Artikel freuen. Das ist leider die andere Seite der Medaille.

    1. Hallo Tobias,
      leider hast Du recht, gerade ’negatives‘ bleibt eher hängen und viele zieht genau das an. Aber wenn wir wenigstens ein paar Menschen überzeugen konnten, die sonst – auf welchen Weg auch immer – nicht mit der Thematik konfrontiert werden, war es uns das Wert.
      Dennoch lieben Dank für Dein Kommi und Dein Statement, es ist uns wichtig.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  10. Hui, hier geht es ja um mittlerweile … Jetzt hab ich ne ganze Weile gebraucht, um die ganzen Kommentare hier zu lesen bzw. zu überfliegen. Wie ich dazustehe, dass ihr diesen Artikel veröffentlicht habt, wisst ihr ja 🙂 .

    Eine Sache möchte ich aber noch loswerden: Was spricht dagegen, in Büchern darauf hinzuweisen, dass es darin zu Szenen kommt, die vielleicht manchen Leser schockieren könnten? Bei Filmen und Computerspielen ist das mittlerweile gang und gäbe … Gerade „Tote Mädchen lügen nicht“ ist ein gutes Beispiel, in der Serie gab es zu Beginn einiger Folgen einen entsprechenden Hinweis und ich gebe zu, bei einer Szene konnte ich auch als Erwachsene nicht hinschauen …

    Logisch, dass so eine Kennzeichnung einen gewissen Reiz ausübt, das wird immer so sein, weil es ja etwas „Verbotenes“ ist. Aber zumindest weiß man, worauf man sich einlässt, wenn im Buch eine Kennzeichnung / Empfehlung (egal ob FSK oder etwas anderes) angegeben ist.

    Eines noch: Dass Erotik- und New Adult-Romane einen großen Reiz auf sehr junge LeserInnen ausüben, habe ich selbst bereits in unserer Buchhandlung erlebt. Es spielt also keine Rolle, welchen Genre-Stempel man den Büchern aufdrückt, die Neugier ist da, einfach weil die Bücher häufig auf Blogs und in anderen Medien vorgestellt werden …

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Hallo Ascari,

      vielen Dank auch für deine Worte, besonders für deinen letzten Satz!
      Es stimmt schon das eine FSK einen gewissen Reiz ausüben könnte (!), aber zu mindestens kann in anderer Form auf den Inhalt hingewiesen werden oder bestimmte Szenarien erwähnt werden!

      Liebe Grüße

    1. Hallo Michael,

      es freut uns sehr wenn gerade ein Autor dieses Genres solche Worte hinterlässt! Gerne schaue ich in den kommenden Tagen bei deinem Beitrag vorbei!

      Liebe Grüße

  11. Ehrlich gesagt bin ich geschockt von den Zitaten.

    Ich habe in meiner Jugend gern Biographien zu „Problemthemen“ gelesen – bis ich mit einem Mal selbst davon betroffen war. Damals dachte ich bei vielen Büchern, man könne sich nicht vorstellen, was wäre, wenn einem sowas passiert. Heute weiß ich es besser.

    Wenn man von Gewalt betroffen ist, sieht man solche Bücher mit anderen Augen.
    Ich habe nichts gegen Fiktion, aber es darf nicht als „normal“ verkauft werden.
    Solche Szenen wie in den Zitaten sind nicht normal, werden aber – wenn auch nicht von allen – zumindest von vielen Jugendlichen vielleicht für real gehalten.

    Ihr habt schon recht, dass es hierfür durchaus einer Kennzeichnung bedarf.

    In Zukunft werde ich wohl auch mehr darauf schauen, was meine Kinder lesen.

    Zugegebenermaßen habe ich leider auch versäumt, eine Triggerwarnung in meine Biographie zu setzen – ich bin einfach davon ausgegangen, dass der Klappentext schon suggeriert worum es geht.
    In der 2. Auflage habe ich es dann nachgeholt.

    Gewaltvolle Sexszenen, die nicht als SM deklariert oder erkennbar sind, und bei denen das Opfer angeblich auch noch sofort erregt wird, haben in Jugendbüchern absolut nichts zu suchen.

    Danke für diesen Artikel.

    Liebe Grüße,

    Jasmin Frei

    1. Hallo Jasmin und vielen Dank für deine ehrlichen sehr offenen Worte!

      Es ist schade das sich der Fokus so auf „Jugendbuch“ konzentriert, denn „New Adult“ gehört ebenfalls dazu, auch wenn sie nicht alle in dieser Abteilung Jugendbuch zu finden sind. denn ob Jugendbuch oder Literatur für Erwachsene, wenn es nicht – wie du schon sagtest – ganz klar als eine gewisse Form von Sex benannt wird, sondern sich um Macht Ausübung in Form von Gewalt dreht hat dies grundlegend nichts dort zu suchen. Es ist eine Verharmlosung von Realität, ein herunterspielen und bestätigen von „sie hatte es doch am Anfang gewollt – sie ist selber schuld“ und ähnlichen Aussagen oder ein verzehrtes Bild einer Beziehung.

      Ich werde mich gleich mal über deine Biographie informieren!

      Liebe Grüße!

      1. Ich beziehe das nicht nur auf Jugendliche.

        Dass solche Beschreibungen triggern können, betrifft einen Großteil von Betroffenen. Und wer sich bei solchen Büchern nichts weiter denkt, weil die entsprechende Warnung fehlt, kann ganz leicht in alte Schemata verfallen – bis zur Retraumatisierung, weil vielleicht genau diese beschriebene Szene dem entspricht, was man selbst erlebt hat.

        Genau da fängt unter Umständen das Kopfkino an, wenn man nicht darübersteht:
        Möglicherweise fragt sich die Leserin dann, warum sie selbst die Situation als gewaltvoll eingeschätzt hat, die Protagonistin im Buch anscheinend aber nicht? Das empfinde ich persönlich als Gefahr.

        Selbst wenn diese Bücher als Erwachsenenliteratur gelten und in entsprechenden Genres zu finden wären, so ist es doch trotzdem Gewalt!
        Wenn Gewalt oder Druck benötigt wird, um jemandem zunächst seinen Willen aufzuzwingen und es dann zu körperlichen Reaktionen und vielleicht auch einem Orgasmus kommt, dann heißt das nicht, dass derjenige das auch will, sondern lediglich, dass der Körper auf Stimulation reagiert. Das hat dann absolut nichts damit zu tun, dass es ihr plötzlich gefallen hat – ganz und gar nicht!

        Was in diesen Szenen beschrieben wird, ist mindestens Nötigung.
        Ich hätte beim Lesen solcher Bücher ein Problem, weil ich nicht voraussehen kann, was dann passiert, wenn ich an diese Stellen komme.
        Es ist etwas anderes, wenn man Zeitungsartikel liest, bei denen schon die Überschrift erkennen lässt, worum es geht. Und Triggerwarnungen sind zwar anscheinend bei immer mehr Leuten verpönt, aber sie sind dennoch sinnvoll – zumindest für diejenigen, die sich angesprochen fühlen.

        Auf manchen Seiten, auf denen man schreiben kann, finden sich auch solche Ergüsse.
        Da werden Mädchen entführt und missbraucht und wollen nicht fliehen, weil der Typ ja doch so süß ist und sie ihn toll finden.
        So geht das dort ständig und manchmal denke ich beim Lesen solcher Buchanfänge, dass es eigentlich schlimm ist, wenn Schreiberlinge, die keine Ahnung haben, wie sich so etwas anfühlt, meinen, ihre eigenen Vorstellungen niederschreiben zu müssen. Als ob das alles halb so schlimm sei. So kommt es dem Leser vor und als Betroffene frage ich mich, ob das wirklich das Bild ist, was sich andere Menschen von uns machen.

        Liebe Grüße,

        Jasmin

        1. Wunderbare Worte zu diesem Themen, denen ich nichts hinzufügen kann!

          Dürfte ich dich zitieren (bis zum Abschnitt, letzte Aussage „ganz und gar nicht!“) und dies posten? – Denn besser könnte ich es nicht formulieren.

          Liebe Grüße!

  12. Schon allein durch die Tatsache, dass hier „Trinity“ in Zusammenhang mit Jugendliteratur genannt wird, verliert dieser Text jegliche Glaubwürdigkeit. Wir sehen hier Textstellen, die vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurden (und Zitate ohne komplette Quellenangabe – hallo, Urheberrecht) und einen Text, der vor Unsachlichkeit nur so strotzt.

    Sechs, setzen.

    1. Vielmehr ist es schade bei einem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen ohne diesen vollständig gelesen zu haben!
      Ja, wir lassen das Wort „Jugendbuch“ mit einfließen da die Vermarktung auf eine junge Altersklasse abzielt und gerade Trinity ist in verschiedenen Buchhandlung von jungen LeserInnen bestürmt worden. New oder Young Edult – Jugendbuch oder Erotik, die Vermarktung und Buchhandlungen zielen hierbei auf die junge Altersklasse, ebenso wie das Bewerben der Bücher von verschiedenen BloggerInnen.

      Doch wenn man den Beitrag vollständig gelesen hätte, würde man feststellen: hier geht es um weitaus mehr als die Thematik ob Jugendbuch oder ab welchem Alter geeignet. Es geht um das klischeehafte Männerbild und um die Darstellung der Unterwerfung seitens der Frau. Es geht um Warnhinweise (Trigger-Warnungen) zu bestimmten Sex-Szenen. Das sich grundlegend nur auf die beginnenden, sowie unsere Abschlussworte bezogen wird ist sehr schade!

    2. Die Bücher sind frauenverachtend und sexistisch. Da spielt es keine Rolle ob diese als Jugendbücher deklariert werden. Die Bücher sind für Jugendliche und Kinder gleichermaßen zugänglich und werden von den Buchhandlungen und Verlagen, als Literatur für alle Altersklassen vermarktet. So etwas schwächt doch die Stellung der Frau. Ich kann nicht verstehen, wie man ein solches Gesellschaftsbild gutheißen kann? Es macht so vieles kaputt, was Frauenrechtebewegungen und überhaupt moderne Menschen über die Jahre aufgebaut haben. Ist doch traurig, dass gerade weibliche Autoren gefallen an diesem Weltbild haben. Der Bezug zur Realität ist allgegenwertig, deshalb ist es mit einer kurzen Erklärung wie „es ist doch nur Fiktion“ leider nicht getan.

      Das sage ich als Mann! Denn ich möchte, dass egal ob Mann oder Frau, gleich behandelt werden. Und wenn ich dann dann solchen Mist lese, stelle ich mir schon vor, wie gerade Teenies, diesem Frauenbild nacheifern. Sie warten auf Mr. Wright, ein richtiger Bad Boy wäre klasse. Ein Milliardär noch besser. Okay, zum Milliardär reicht es dann doch meistens nicht, aber schön böse muss er sein. Er hat ja auch noch nette Seiten. Wohin führt uns diese Ansicht? Genau! Zurück in die Vergangenheit. Frau an den Hert, strenge Hand, Kontrolle und ab und zu harten Sex, denn das hat sich die Frau ja so gewünscht.

  13. Ich muss euch auch mal zu diesem grandiosen Beitrag gratulieren. Die Leute die sich über eure Darstellung echauffieren, haben den Kern der Aussage nicht verstanden. Ihr erklärt eindeutig, dass jeder lesen kann was er will, nur die Veranwortung wollen die Autoren dann doch nicht übernehmen. Ausreden werden gesucht, wie „dann sollten Eltern das den Kindern verbieten“. Als ob das ein Autor wirklich möchte.Ich bin mit der Meinung voll und ganz bei euch :-*
    Ich überlasse die langen Posts lieber Leuten, die besser mit Worten umgehen können.
    Aber meinen Respekt habt Ihr.

    PS: Eure Gelassenheit zeigt, dass ihr das Thema wohl durchdacht habt. Klares Statement!

  14. Ich möchte jetzt gar nicht in eine Diskussion einsteigen und vlt Dinge wiederholen, die schon gesagt wurden.

    Ich möchte euch aber dafür danken, dass ihr solche Thematiken ansprecht. Man sieht an manchen Reaktionen, dass da doch manchmal (leider) sehr viel Mut für nötig ist und dabei sind doch genau solche Beiträge so wichtig für die Bloggerszene und ihre Leser.

    1. Lieben Dank,
      Dein Kommi und das vieler andere bestätigt uns dass man auch mal den Mund aufmachen darf, selbst wenn es nicht jedem/jeder passt.
      Liebe Grüße

  15. Wirklich echt jezt? das ist ein Buch in den Fantasien von der Autorin geschrieben sind ,das Buch der Die reihe ist Klasse ,ich verstehe es nicht was das soll, Man stempelt Schades of Gray als Bdsm ab obwohl meiner meinung nach die Autorin sie viel mehr Hätte informieren sollen über das Thema , und dieses Buch wird einfach so schlecht gemacht Sorry dann habt ihr leider kein richtiges Urteilsvermögen , ihr könnt jezt auch Meckern und was weiß ich ,aber für mich ist das wirklich nur Neid auf den Erfolg den es gibt wirklich mindestens 20 Bücher die Gewalt nehmen und ohne rücksicht auf verluste geschrieben wird , Unglaublich

    1. Hallo,
      wir meckern gewiss nicht, sondern teilen lediglich unsere Meinung mit. Zu SoG ist unsere Aussage dass es eben nicht um dieses oder ähnliche Bücher geht. Wer es lesen möchte soll es tun. Uns geht es die Darstellung von Liebe in Verbindung mit Gewalt. Das hat mit Urteilsvermögen nichts zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand.

  16. Wir haben aufmerksam eure Kommentare gelesen und damit wir uns nicht bei jedem einzelnen wiederholen, gibt es hier eine Gesamtantwort auf eure Kritik bezüglich der Erwähnung es seien keine Jugendbücher:

    Wir sind selbst Mütter und sind somit des Öfteren für unsere Kinder in Buchhandlungen (Alter 10 – 15). Das es sich um „New Adult“-Bücher handelt wollen wir gar nicht bestreiten – jedoch stehen solche Bücher in der Jugendbuchabteilung, welche in unterschiedliche Altersklassen aufgeteilt ist, aber bei „Ab 14 Jahren“ endet. Mitunter sind die hier vorgestellten Bücher dort zu finden und nicht in bspw. der Abteilung „Krimi und Thriller“.
    Des Weiteren werden diese Bücher (damit wollen wir sagen von Buchhandlungen, Verlagen & Co.) so vermarktet das junge LeserInnen angesprochen werden, dies zieht das Resultat mit sich nach das bspw. der Werbetisch einen Schritt von den Jugendbüchern entfernt ist. Dies resultiert nicht aus dem Besuch einer Buchhandlung sondern mehreren. Und es zieht die sehr jungen LeserInnen an – immer wieder ist zu beobachten und von anderen BloggerInnen zu hören, wie sich die ab 12/13jährigen scharren. Es ist nicht die Absicht von AutorInnen, Verlagen & Co.? Dann sollte dringen über Coverdesign, Klappentext und Vermarktung nachgedacht werden. Abgesehen von „Dark Prince“ (sowie auch im Vorwort des Buches) weisen keine der Klappentexte der hier vorgestellten Bücher daraufhin das im Buch – wie wird es hier in den Kommentaren ab und wann genannt – „härterer“ Sex beschrieben wird.
    Kleine Anmerkung: Nein, wir persönlich haben absolut keine Problem mit Sexszenen, ob soft oder härter, wenn es dabei um die Hingabe beider Menschen geht.

    Es geht nicht darum AutorInnen anzuprangern und ebenso nicht um die Rechtfertigung der LeserInnen dieser Bücher. Unser Beitrag bezieht sich auf den sich entwickelten Trend welcher uns überrollt und zu dem uns immer mehr Gedanken gekommen sind, die gesagt werden wollten. Und für solch einen Beitrag zieht man Beispiele heran – und in keiner weise unterstellen wir jungen oder älteren LeserInnen sie würden nicht weit genug entwickelt sein, um zwischen Buch (Fiktion) und der Realität zu unterscheiden. Dies jedoch ist doch nicht automatisiert damit gleichzusetzen, das eine romantische Liebe mit gewaltsamen Sex einhergeht, in welchem der eine Partner Macht und Kontrolle ausübt!? „Dark Romance“ ist für Euch also eine Story in der sich der Mann seine sexuelle Befriedigung holen darf, auch wenn die Frau in diesem Moment nicht möchte?

    Wenn man unseren Beitrag aufmerksam durchgelesen hat (hätte)ist klar:
    Uns geht es um eine Anmerkung zum Buch, um eine Klarstellung was darin zu finden sein wird. Es geht uns darum LeserInnen darauf vorzubereiten und ja, einen Hinweis zu geben das gewissen Szenen möglicherweise triggern könnten! Es geht uns um das nicht verstehen bezgl. der neue Darstellung von Beziehungen, wie jemanden schlecht behandeln, kontrollieren mit Hingabe und Liebe gleichgesetzt wird.

    Das wir nicht nur positive Rückmeldung auf unseren Beitrag erhalten, war uns im Vorfeld klar – das sich jedoch einzig auf die letzten Worte bezogen wird ohne sich jedoch darüber zu informieren wie die Bücher von Verlagen, Buchhandlungen und Co. vermarktet werden und wo „New Adult“ in einer Buchhandlung zu finden ist, ist natürlich mehr als schade.

    Wir sind absolut offen für Kritik an unsere Worte und würde es sich ausschließlich um diese hier vorgestellten Bücher handeln hätten wir die AutorInnen gezielt angeschrieben. Hier jedoch behandelt unser Beitrag den allgemeinen Trend, welcher sich zur Zeit entwickelt und wurde mit Beispielen untermauert – hier können kaum alle Bücher zum Thema aufgeführt werden.

    Wir springen einem Zug des Gemeckers auf? Wir veranstalten einen Aufriss? Nein! Wir haben unsere Gedanken in Worte gefasst, nicht mehr und nicht weniger!

    Liebe Grüße
    Kerstin & Janna

    1. Anmerkung:
      Und ja, wir lieben Krimis & Thriller, Bücher mit Erotikszenenlesen, Biographien über Missbrauch/Misshandlung, Bücher welche sich mit dem Thema des Krieges auseinandersetzen – all dies geht mitunter ebenfalls mit Gewalt und schlimmerem einher, das ein oder anderen geht für andere LeserInnen gar ins untragbare. Diese Bücher jedoch definieren ganz klar, worauf sich die LeserInnen einlassen, wenn sie mit der Geschichte beginnen.

      Und eben dies meinen wir: Wir verurteilen niemanden für das geschriebene bzw. gelesene Wort – man sollte sich aber Gedanken zu der Darstellung einer angeblichen Liebesbeziehung machen und wie das Buch der Leserschaft präsentiert wird.

  17. Hallo.

    Interessant den Beitrag und die Kommentare zu lesen, wenn man „Without Worlds“ wirklich lesen hat. Vielleicht sollte man sich erst einmal informieren bzw. nicht nur die Leseprobe lesen. Außerdem wäre es wohl möglich, dir Autoren einfach mal zu kontaktieren.

    Es ist einfach nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber selbst nicht zur Konfrontation bereit ist.

    Liebe Grüße.

  18. Grundsätzlich habt ihr recht und zwar, dass es immer gängiger wird, aber ganz ehrlich – diese Bücher gab es bereits, als ich 13 war und das ist ein Weilchen her. Ich habe sie gelesen und konnte dennoch verstehen, dass das alles Fiktional ist und das diese Sex-Szenen nicht der Realität entsprechen bzw. verwerflich sind. Und? Dennoch habe ich sie gerne gelesen, weil es meistens darum ging, dass diese Szenen falsch sind, dass das nicht die echte und wahre Liebe ist.
    Manchmal gibt es Bücher, in denen solche Szenen kommen und ein Wandel in der Protagonistin entsteht, der zeigt, dass das alles Falsch war.
    Und auch wenn nicht – Herr Gott, ich arbeite, bin seit fast 5 Jahren mit demselben Mann zusammen und bin nicht verkommen, nur, weil ich solche Bücher damals gelesen habe und ganz ehrlich:
    Ich durfte diese Bücher von meinre Mutter aus eigentlich nicht lesen, habe ich dann heimlich gemacht, schließlich ist der Reiz dann größer. Demzufolge denke ich nicht, dass eine FSK Begrenzung so gut wäre, da gerade dann solche Bücher gekauft und gelesen werden, schließlich sucht man dann gezielt danach, was „Verboten“ ist.

    Ebenso muss ich selber als Autorin sagen, dass gerade solche Szenen sehr heikel sind, egal, wie sie formuliert werden. Prinzipiell darf sich jeder beschweren, der ein Buch liest und in dem nicht steht, dass Blut fließen wird oder Sexszenen kommen werden.
    Dieses künstliche Aufbauschen, das ihr in diesem Artikel an den Tag gelegt habt, wie ich es in den vergangenen Monaten von zahlreichen Bloggern zu vielen „Tabu“ Themen gesehen habe, finde ich langsam ermüdend. Ich habe schon viele solcher Beiträge wie den hier gesehen und habe bei sehr vielen das Gefühl, dass das nur getan wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Was ist denn mit Tierfolter in Büchern? Wenn Kinder Steine nach Enten werfen? Ist DAS in Ordnung?
    Ich persönlich finde DAS bei weitem verwerflicher, als harten Sex.
    Was ist mit Büchern, bei denen Sex zwar nur angedeutet wird, wo jedoch Betrug thematisiert wird und wo die Protagonisten sich von ihren Lovern trennen, nur, um mit Ausflüchten, wie ‚es war ja nur ein Ausrutscher‘, ‚aber ich liebe ihn doch‘ oder ‚das ist doch nicht schlimm‘ wieder zueinanderzufinden?
    Das sind beides Aspekte, die mir ein Buch verderben und wo ich persönlich abbreche, aber muss ich dann gleich einen Artikel schreiben und die Verlage dazu auffordern, dass ja nie wieder jemand einen anderen Betrügt und das auf gar keinen Fall einem Tierchen ein Haar gekrümmt werden darf?

    Da bin ich ja mal gespannt, was wir bald für rosa-rote Bücher haben werden, denn man kann nun einmal nicht alles verbieten, was einem nicht passt. Während euch diese Sex-Szenen stören, in denen sich eine Frau einem Mann unterwirft (kleiner Tipp – lest am besten keine historischen Bücher, sonst fallt ihr tot um), stören mich Folter und Betrug.

    Versteht mich nicht falsch, euer Artikel hat durchaus etwas Wahres, aber gleich so einen Aufriss zu machen, um „mitzuschwimmen“ und ebenfalls an etwas zu meckern?

    Sorry, Leute – aber das ist echt belustigend.

    LG Nina

    1. Hallo Nina,
      wir lesen auch nicht in rosa – rot, denn das ist die Welt nicht. In vielen Rezensionen zu gelesenen Büchern sprechen wir Missstände an, denn es ist uns wichtig. Wir leiden mit den Protagonisten egal ob Mensch oder Tier.
      Es ist sehr schade aufgrund dieses einen gelesenen Artikels pauschalisiert zu werden.
      Lies die Rezension zu ‚The Chemist‘ da geht es um Folter oder ‚Der letzte Überlebende ‚, dann siehst Du das wir nicht einfach nur irgendwo aufspringen sondern uns generell Gedanken machen.
      Liebe Grüße
      Kerstin

    2. So wie ich das Lese geht es doch nicht darum solche Bücher und/oder Themen zu verbieten, es geht darum das in den Verlagen offenbar zunehmend die Bereitschaft fehlt solche Inhalte verantwortungsvoll zu vermarkten.
      Denn natürlich sollen Autoren schreiben dürfen was sie wollen, und Leser lesen dürfen was sie wollen, wenn sie Gewaltphantasien antörnen – nun ja, dann eben auch das. Buchverbote, wie z.B. die Indizierung der „Gor“ Titel (oder die dümmliche Indizierung von Spinrads „Der stählerne Traum“) ist sicher nicht das wohin wir zurückkehren sollten, aber:

      Das „Paper Princess“ ein sog. New Adult Erotik Roman sein soll (ein Genre das mit seinem bemühten „Edgy“ sein mir eh sauer aufstößt) ist dem Buch selbst nicht ersichtlich, soweit ich das beurteilen kann.

      „Dark Prince“ welcher scheinbar nur als Amazon Print-on-Demand Titel oder eBook erworben werden kann lässt weder aus seiner Beschreibung auf Amazon noch aus dem Blick in die Leseprobe wirkliche Rückschlüsse auf die Zielrichtung der Autorin zu.
      Okay, da könnte man jetzt sagen „Aber der Titel kling doch schon bei Christine Feehan! Also was erwartest du da!“

      Ich sehe da Piper bzw. Amazon (Ullstein? Aber ich glaube die nennen ihren Titel wenigsten Erotik Roman) einfach in einer gewissen Plicht. Das Carlsen seine Dystopie mit als Liebesroman führt irritiert ein wenig weil sich der Ausschnitt eher wie ein Bodice Ripper liest.
      Kennzeichnungssorgfalt nennt sich das in anderen Bereichen.

      1. Sehr schön gesagt, danke dafür. Es beruhigt uns das es Menschen gibt die einen Text ganz lesen und nicht an einem rausgezogenem Wort hängen bleibt. Sorgfalt ist genau das richtige Wort. Im Umgang mit Büchern und eben den LeserInnen.
        Lieben Dank

  19. Grundsätzlich kann ich nur zustimmen, dass Jugendlichen keine Bücher mit solch expliziten Inhalten empfohlen werden sollten.

    Paper Princess erweckt mit seinem Cover tatsächlich einen vollkommen harmlosen Eindruck. Mich spricht der Roman nicht an, daher kann ich schwer einschätzen, inwiefern der Inhalt in den Bereich Erotik übergeht. Dieses Genre sollte niemals Jugendlichen ab 14 empfohlen werden.

    Traurig, dass die Recherche jedoch nicht gänzlich passt. Die Dark Prince Reihe beschreibt Protagonisten zwischen 20 und 30, was keinesfalls ein Jugendbuch charakterisiert, allerhöchstens aus dem Bereich New Adult. Noch dazu gehört es zum Bereich Dark Romane/Erotik – wie kommt man darauf, das mit einem Artikel für Jugendliche in Verbindung zu bringen?

    Grundsätzlich ist das ein wichtiges Thema – schade, dass das eigentliche Anliegen in Anbetracht solcher Fehler untergeht.

    1. Der Artikel dreht sich doch gar nicht um Jugendliche sondern um die Verherrlichung von Gewalt. Das geht scheinbar an vielen vorbei. Der Aufreger „Jugendliche“ oder „New Adult“ drängt die Thematik um Sex bzw Liebe in Verbindung mit Gewalt ganz in den Hintergrund. Das finde ich sehr schade.

  20. Hallöchen,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich finde es gut, dass diese Gewaltverherrlichung endlich auf vielen Kanälen thematisiert wird.
    Ich selbst habe die angsprochenen Bücher nicht gelesen. Mich sprechen diese Bücher großteils nicht an. Bei den Rezensionen wurde auch immer das kritisiert, was mich ebenfalls stört, also halte ich lieber die Finger davon. Würde mich dann nur Nerven und wertvolle Lesezeit kosten. Mir ging es aber bei „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis so. In diesem Buch gibt es die sog. Boothausszene. Auch diese Szene ist von Gewalt geprägt und wird mir anschließend im Buch einfach zu wenig thematisiert oder aufgeklärt. Schlimm fand ich auch, dass die Protagonistin sich eine Mitschuld gibt! Auch wenn der Sex am Anfang einvernehmlich war, bei einem „Nein, Stopp“ ist schluss.
    Themen wie Missbrauch und Gewalt können natürlich auch in Jugendbüchern angesprochen werden, aber mit dem Thema sollte sich die Geschichte dann auch ausführlich auseinander gesetzt werden. Es kann nicht sein, dass sowas abgetan wird weil der Typ süß ist oder am Ende vielleicht eine große Liebe entsteht.
    Eine Trigger-Warnung und FSK Angabe halt ich auch für wichtig.

    Viele Grüße
    Christiane

    1. Nur kurz zur Bootshausszene: Ihnen ist bekannt, dass der Junge derjenige war, der zuerst (und sehr vehement) „Nein, bitte nicht“ gesagt hat?
      Nein heißt nein, ja, aber das muss für beide Seiten gelten.

  21. Es wird gefühlt alles immer krasser. Als ich damals vom Erwachsenenthriller ins Jugendthrillergenre wechselte und „Schattenflügel“ schrieb, habe ich überlegt, welche Regeln dafür gelten sollten: kein Mord, der in der Handlung beschrieben wird, keine Figur, die eine Innenperspektive hat, darf sterben. Und vor allem: Sexuelle Gewalt ist absolut tabu!
    Es gruselt mich, dass immer mehr Autoren und Autorinnen das heute anders sehen, und ich danke Dir für diesen Beitrag.

    Liebe Grüße, Kathrin Lange

  22. Gewaltverherrlichung ist nichts Gutes. Soviel steht mal fest. Aber was das Buch Without Worlds damit zu hat, würde ich schon gerne wissen?!
    Mit keiner Silbe wird dort etwas verherrlicht. Es geht vielmehr darum, dass es alles andere als in Ordnung ist, so mit Frauen/Menschen im Allgemeinen umzugehen.
    Abgesehen davon ist es kein Jugendroman und auch aus dem Klappentext geht hervor, worum es geht.
    Wer sich mit der Autorin und ihren Bücher auseinandersetzt, erkennt ganz klar, dass sie einen Weg geht, der gegen Gewalt, Mobbing und Hass arbeitet.
    Das musste hier erwähnt werden.
    MfG Sara

  23. Das Thema geht unter Rezensenten ja derzeit regelrecht aus den Nähten, warum wohl?! Aber deshalb habe ich mir auch schon ein paar Gedanken dazu gemacht.
    Bei Horror/Thriller weiß man, was man bekommt? Jein. Es gibt solche und solche. Und selbst wenn man darauf vorbereitet ist, dass solche Romane an Gewalt nicht sparen, ist und bleibt es in vielen dennoch Gewaltverherrlichung en detail, was geschildert wird. Ich bin zwar für Kunstfreiheit und werde daher auch nie anstreben, gewisse Werke verbieten zu wollen, aber manchmal frage ich mich schon, ob das wirklich sein muss? Was in den Autoren vorgeht, die es derart übertreiben, dass man zum Kotzen angeregt wird? Interessiert seltsamerweise keinen. Warum wohl? Höre ich da Münzen klimpern?

    Kommt jedoch problematischer Sex ins Spiel, folgt meist der Aufschrei auf dem Fuße. Plötzlich wird vergessen, dass Romane keine Lehrbücher sind, der Autor keinen Bildungsauftrag hat. Ebenso dass das Dargestellte nunmal der Realität entspringt und daher, wie alles andere, auch Raum finden sollte, erzählt zu werden. Und darum wird es den meisten Autoren auch gehen, um das Erzählen, ich kann das aus meiner Tätigkeit auch bestätigen. Nicht zwangsläufig, um Messages rüberzubringen oder die Moralkeule zu schwingen. Warum sollten in allen Romanen starke Frauen dargestellt werden, obwohl sie es auch im Alltag nicht alle sind? Es gibt solche und solche, ebenso bei den Männern. Man sollte sich selbstverständlich im Alltag gegen einschlägige Problematiken einsetzen, aber gegen Geschichten zu wettern, ist Popanz.

    Ein fiktiver Serienmörder, der Frauen missbraucht und anschließend zerlegt, geht klar. Alle sind furchtbar fasziniert. Ein junger Kerl jedoch, der sich Befriedigung verschafft und dabei rüde vorgeht, statt den Schmuser zu geben, läßt die Damenwelt entrüstet aufschreien. Was für eine bescheuerte Doppelmoral!

    Es gibt nur eine Einschränkung, und das ist die Zielgruppe. Ich kann jedoch weder für Paper Princess noch für Trinity ein Empfehlungsalter von 13 Jahren finden. Paper Princess ist für mich Young Adult, sprich junger ERWACHSENER, Trinity wird als Erotik-Thriller angespriesen. Wo also zum Geier, ist hier das Problem? Ich fürchte, das muss man sich erst backen.

  24. Diesen Hype kann ich nicht verstehen. Als Dominanzfantasie in den trauten vier Wänden ist das eine Sache, aber wer schreibt, will doch nicht nur eine Geschichte erzählen, bei der alle „ein bisschen geil“ sind.

    Eine Leserin hat sich übrigens mal beschwert, in meinen Büchern kämen Verhütung und „Consent“ vor, das sei ja gar nicht sexy … ooookay. Also, bei meinen Charakteren passiert gar nichts, ohne dass beide enthusiastisch zugestimmt haben. Wem das nicht gefällt, der hat dann leider Pech. Braucht sich aber auch nicht beschweren, dass ich ihn vorher nicht gefragt habe. ^^

  25. Toller sehr mühevoll zusammengetragener Beitrag, wie alles unterliegt auch das Thema Bücher der freien Wahl, es liegt bei jedem selber ein Buch zu lesen oder nicht. Ich für mich selber kann gesund entscheiden was gut für mich ist.

  26. Oh man geht das jetzt schon in der bücherwelt los!? Die war doch immer so schön heil und idyllisch. Mein mann spielt ego shooter und würde nie einen menschen verletzen… ich spiele gern sims und käme nicht auf die idee bei anderen leuten die häuser umzubauen (scherz am rande) … genauso wusste ich mit 14 was in büchern ateht nicht immer real ist… ich kam da ja nie auf die idee mir einen dämon, vampir oder sonstigen dunklen fürst zu sichen. Mochte es schob in dem alter wenn die männliche spezies sehr dominant war. Und was soll ich sagen bin 32 und sexuell vollkommen normal, was auch immer das heist. Würde es meinen kimdern erlauben zu lesen und bei fragen zur seite stehen… ich hatte jedenfalls in dem alter genug gehirn. Wo ich 15 war kam eiskalte engel raus… das war damal ein drama

  27. Erstmal vorweg: Ein ganz toller Beitrag der definitiv zum Nachdenken anregt.

    Allerdings kann ich dir nur bedingt zustimmen. Du hast geschrieben, wenn man Thriller/Krimis usw. liest, weiß man, worauf man sich einlässt. Mag sein, aber in Büchern wie Paper Princess, Trinitiy usw. ist es mittlerweile nicht anders. Viele solcher Romane driften in diese Schiene ab. Ob ich das gut finden muss steht natürlich auf einem anderen Blatt. Allerdings fallen für mich diese Bücher (oder auch Calender Girl, Rock Kiss usw.) eher in die Kategorie Erotik!

    Und nein, ich würde es meiner Tochter nicht zum lesen geben. Ich würde ihr allerdings Panem, Harry Potter, Twilight usw. auch nicht geben!!! Und das, obwohl sie in dem Alter (12) für Bücher und Filme ist! Wenn mein Kind/meine Kinder solche Bücher lesen dürften bzw. den Film schauen dürften, wäre für mich Aufklärung das A und O und dies sollte definitiv von den Eltern betrieben werden.

    Aber ich stimme dir voll und ganz zu mit FSK bei Büchern. Darüber sollte man wirklich nachdenken. Bei Filmen usw. klappt das schließlich auch. Ich hätte auch nichts gegen ein Vorwort der Autorin (wie z.B. bei Dark Prince).

    Aber ich möchte auch nochmal ausdrücken, dass ich nicht alles gut finde, was in diesen Büchern passiert. Trinitiy stand ewig auf meiner Wunschliste, allerdings hat mir der kleine Ausschnitt gereicht und ich werde das Buch von meiner Wunschliste nehmen.

    LG

  28. Wow, ich muss das erstmal ein bischen sacken lassen.
    Wie ihr schon gesagt habt, gibt es Genres wo all dies seinen Platz hat und man es auch irgendwie erwartet. Aber NICHT in einem Jugendbuch.
    Ich kenne die oben genannten Bücher nicht und kann mir darüber kein Urteil an sich erlauben, aber die Ausschnitte, die ihr hier aufzeigt, sprechen für sich.
    Ich wollte ich könnte sagen, dass es nicht gerade „in“ ist, aber selbst in meinem aktuellen Buch ist was davon zu spüren.
    Es ist jetzt nicht so krass, wie in euren Beispielen. Dennoch muss die 17-jährige Protagonistin in Häuser einbrechen und klauen um ihre kranke Großmutter pflegen zu können. Ihre Mutter ist lieblos, gewalttätig und trinkt.
    Man kann jetzt sagen, der fiese und schmierige Typ nutzt sie und ihre Gabe aus. Den ihre Gabe hilft ihr bei den Einbrüchen. So fällt es einem vielleicht nicht so auf. Als Leserin bin ich einiges gewohnt und es ist ok.
    Doch ist das Buch eben auch ein Jugendbuch. Wo fängt Gewalt verherrlichen an und wo „hört es auf“? Was darf in einem Buch für Jugendliche drin stehen und was eher nicht?

    Danke für euren Beitrag. Er hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Und ja solche Bücher sollten irgendwie gekennzeichnet werden.

    Liebe Grüße
    Chia

  29. Hey,
    Zum Red Hand Day hatte ich ein Video zum Thema Gewalt in Büchern gedreht, allerdings mehr so Panemmäßig. Dass es mit der sexuellen Gewalt inzwischen so weit gekommen ist in Büchern, ist furchtbar.
    Ich finde es gut, dass du den Artikel geschrieben hast!

  30. Toller Bericht! Aber ein großes ABER !!!!
    Eure Recherche habt ihr gründlich vermasselt, denn die Bücher, die Ihr hier aufzählt, SIND KEINE JUGENDBÜCHER. Diese gehören dem Genre New Adult / Dark Romance an. Wer sollte einem Jugendlichen mit 14 Jahren solche Bücher zum lesen geben?
    Wenn ich beim Buchhändler gehe, liegen diese Bücher in einer Speziellen Ecke (Erotik) und nicht im Kinder- und Jugendbereich. Genauso im Internet, dort findet man diverse Jugendbücher und dort listet sich auf keinen Fall Dark Prince mit darunter. Und beim Dark Prince handelt sich wie im Klappentext beschrieben um KEIN MÄRCHEN.
    Unser Jugendliche von heute sind definitiv viel reifer und weiter als die Generation davor. Diese kennen sich besser aus als unser einer. Und Gewalt sind diese bei Aschenputtel, 7 Zwerge und etc, wo sicher keiner aufregt und s sogar Kleinkinder zum Vorlesen gibt

  31. Ich lese dieses Genre gerne, würde diese Bücher aber Jugendlichen, die ihre eigene Sexualität noch nicht entdeckt haben, keinesfalls zu lesen geben. Aber auf jeden Fall würde ich ihnen erläutern, warum sie das nicht lesen sollten, wenn das Thema in der Familie auftauchen sollte.
    Ich kenne nur Dark Prince und liebe diese Reihe. Und hier geht es um ganz andere Dinge als nur um dominanten Sex, es geht viel tiefer, ist eher ein Thriller als nur eine der zurzeit üblichen Sex-Geschichten und nimmt auch nur einen sehr geringen Teil des Buches ein. Allerdings verstehe ich nicht, wie man darauf kommen kann, dass dieses ein Jugendbuch sei. Im Vorwort wird klar darauf hingewiesen, worum es geht. In den Rezensionen wird das ebenfalls klar gemacht.
    Tja, warum wird sowas überhaupt geschrieben? Weil es viele Leser/Innen gibt, die solche Fantasien haben, deren Kopfkino bei gewissen Szenen anspringt. Niemand möchte solche Sachen in der Realität erleben, darüber ist sich wohl jeder im Klaren. Seit 50 SoG boomt dieses Genre und will man Bücher verkaufen, muss man sich dem beugen oder eben weniger verkaufen. Schwierig, wenn man davon seinen Lebensunterhalt bestreitet.
    Verantwortungsvolle Eltern reden mit ihren Kindern darüber, machen sich schlau, worum es in Büchern geht, ebenso wie man bei gewissen Spielen kontrollieren sollte, ob sie dem Alter entsprechend geeignet sind.
    Eines stimmt aber auf jeden Fall, man sollte Büchern ebenso wie Spielen oder Filmen eine Altersempfehlung aufdrucken, damit niemand aus Versehen, Unwissen oder Unfähigkeit zu erkennen, worum es geht, in Versuchung kommt, solche Bücher zu kaufen. Andererseits denke ich, dass die gerade dann interessant werden. Mit meinem 16jährigen habe ich endlose Diskussionen darüber geführt, warum er keine Spiele haben darf, die nicht für sein Alter geeignet sind. Aber gerade diese sind für die Jugendlich interessant, nur weil da FSK 18 drauf steht.

  32. Also ich finde es etwas an den Haaren herbei gezogen. Zb Dark Prince ist absolut kein Jugendbuch. Es ist Dark Romance und auch als solches gekennzeichnet. Es wird immer wieder vorgewarnt, dass es in dem Buch explizite Sexszenen und Gewalt gibt.

    Mich würde interessieren, was Dich als Verfasser des Blogeintrags dazu veranlasst, solche Falschaussagen zu publizieren..
    Natürlich würde kein vernünftiger Mensch sein Kind sowas lesen lassen. Aber Twillight sicherlich auch nicht 😉

    Und wieso muss man sich rechtfertigen, wenn man das Buch toll findet.
    Es gibt nun mal Menschen, die auf sowas stehen.
    Es gibt Leute, die BDSM mögen und solche, die es nicht mögen, die Autorin aber zb mögen und die Liebesgeschichte toll finden.

  33. Ansich guter Artikel, aber Dark Prince (J.S. Wonda) ist kein Jugendbuch und auch nicht für Jugendliche Geschrieben worden. Vllt das nächste mal abklären wer wirklich die Zielgruppe ist und eventuell den Autor direkt fragen.

    Lg

  34. Hallo,,, ein ganz wichtiger Hinweis ist dieser Artikel! Ich habe gestern beim Ausfüllen von Tobis Fragebogen bemerkt, dass mich die Literatur, die ich in meiner Jugendzeit gelesen habe, massgeblich beeinflusst hat. Nie wieder nehmen Worte ,Sätze, Lebenseinstellungen so einen gravierenden Einfluss auf einen jungen Menschen oder auch ein Kind. Gegen die seelische Verrohung unserer Kinder durch Horrorfilme, Krimis, Bilder, BÜCHER, die allen Medieneinflüssen hilflos ausgeliefert werden, muss unsere Gesellschaft dringend sensibilisiert werden!
    Jeder muss, könnte, sollte sich in seinem Lebensumfeld umschauen und Einfluss nehmen.
    Herzlich
    Angela vom Literaturgarten

  35. Also da bei dark Prince „erotikthriller“ angeführt ist im Buch und dieser hier trotzdem steht, lese ich mir diesen Beitrag gar nicht fertig durch, da er sich bereits zu Anfang widerspricht. Man weiß, was einem bei einem Erotikthriller erwartet.
    Und dark pronce fällt gewiss nicht in die Kategorie Jugendbuch.

  36. Sehr guter Blogpost und ein Thema, über das auf jeden Fall öfter und offener gesprochen werden muss.

    Ich finde ja, man kann alles schreiben und auch lesen, aber bei solchen Sachen sollten eben wirklich Triggerwarnungen angegeben werden oder zumindest im Text irgendwo deutlich werden, dass das, was da passiert, eigentlich absolut nicht okay ist. Gerade bei Jugendromanen.

    An dieser Stelle noch kurz die Anmerkung zu den Erwähnungen von 50 Shades, die ein bisschen so klingen, als wäre das, was da drin passiert, tatsächlich die SadoMaso-Romanze, als die die Buchreihe verkauft wird: Ist es eigentlich nicht. Eigentlich fällt auch diese Reihe unter das hier diskutierte Thema.
    Denn eine funktionierende, gesunde SM-Beziehung sieht SEHR anders aus.
    Dieser Artikel hier fasst das recht gut zusammen http://www.huffingtonpost.com/2015/02/16/fifty-shades-of-grey-isnt-bdsm_n_6684808.html (auf Englisch und mit Fokus auf den Film, aber alles, was diskutiert wird, kommt auch in den Büchern vor)

    Aber ich will nicht vom Thema abkommen.

    Tat gut, diesen Blogpost zu lesen! Gut geschrieben, weiter so!

    1. Hallo Andrea und lieben dank für deine Worte, sowie dem verlinkten Artikel, welchen ich im Verlauf der kommenden Tage definitiv lesen werde!

      Liebe Grüße

  37. Mich würde wirklich interessieren, was die LeserInnen, die verkünden „ich weiß, dass es problematisch ist, aber ich liebe das Buch trotzdem“, zu diesem Artikel zu sagen haben. Eure Argumente kann man doch nicht einfach so zur Seite wischen und muss sich wirklich mal überlegen, was man da so begeistert anhimmelt.
    Genauso würde ich gerne die eine oder andere Rückmeldung von Verlagen dazu lesen. Wahrscheinlich stehen dort die Dollarzeichen in den Augen und inhaltliche Bedenken gibt es nicht, weil man sich das erwartete Geschäft nicht entgehen lassen will / kann. Haben die ÜbersetzerInnen sich dazu Gedanken gemacht? Ich habe nachgesehen, sowohl Trinity als auch Paper Princess (die ich beide gelesen habe) wurden von Frauen übersetzt.
    Erwachsene LeserInnen können solche Bücher hoffentlich vernünftig einordnen und bewerten, wobei ich mir da inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher bin. Bei Teenagern nutzt ein Verbot gar nichts. Vielleicht sollte man neben Goethe und Brecht in der Schule auch mal einen Blick auf diese Bücher werfen und sich in der Schulklasse mit Hilfe von Pädagogen damit auseinandersetzen.
    Habt vielen Dank für diesen Artikel, der viele Facetten beleuchtet und zum Nachdenken anregt und von Eltern und sicher auch von den Teenagern selbst gelesen werden sollte. Eigentlich sollte Euer Beitrag jedem verkauften Buch als „Beipackzettel“ mit beigelegt werden. Ich werde ihn gleich bei meinen Rezensionen zu Trinity und Paper Princess verlinken.

    LG Gabi

      1. Ich hab schon ein paar Beiträge gelesen (hab die Links leider auch nicht parat), die schon auch die negativen Seiten sehen, aber als „Verteidigung“ leider hauptsächlich angeben, „aber trotzdem mag ich es“, „jeder darf doch lesen, was er will“ „es ist aber doch nur Fiktion“ oder „aber sie sind doch so süß miteinander“.
        Ein echtes Argument, wieso eine derart problematische Beziehung/Verhaltensweise als völlig okay dargestellt werden sollte und man das in den Büchern ohne das zu kritisieren stehen lassen darf, hab ich noch nicht gelesen.

        LG Gabi

        1. Liebe Gabi, danke dir für deine Worte!

          Die ersten Reaktionen/Kritiken bezüglich unseres Beitrages sind ja nun schon hier zu finden und diese sind leider fast nur: Es sind keine Jugendbücher, sondern „New Adult“ – nun ja, leider sind auch die „New Adult“ in der Jugendbuchabteilung zu finden und die Vermarktung ist auf die junge Leserschaft ausgerichtet.
          Und doch geht es hier auch nicht einzig um Jugendliche, sondern darum einen Missbrauch verharmlost darzustellen und diesen in eine Liebesgeschichte zu verpacken – schade wenn die kritischen BeitragsleserInnen dies nicht herauslesen (wollen).

          Sei lieb gegrüßt

        2. Als jemand, der vielleicht nicht das Buch, um das es hier geht, kennt, aber generell recht gerne Fiktion mit „problematischem“ Inhalt liest:

          Ich kann hier nur sagen, dass es definitiv möglich ist, etwas vom Inhalt oder der Umsetzung her zu mögen und sich GLEICHZEITIG bewusst zu sein, dass es nicht „okay“ ist und die Art und Weise, wie es beworben und vermarktet wird, ein echtes Problem darstellt.

          Ich weiß nicht, ob das eine neuere Entwicklung ist oder es immer schon so war und mir nur jetzt erst auffällt, aber manche Leute scheinen ein echtes Problem damit zu haben, mit sich selbst zu vereinbaren, dass sie vielleicht Sachen mögen, die nicht 100% harmlos sind und ohne Warnungen weiterempfohlen werden können.

          1. Hallo Andrea,
            ich will niemandem ein- oder ausreden, bestimmte Bücher zu lesen. Und man kann schon gar nicht ändern, was einem gefällt und was einem nicht gefällt, selbst wenn man das wollen würde.
            Was mich stört ist die Tatsache, dass vielen LeserInnen gar nicht auffällt, dass der Inhalt problematisch ist. Da wird z. B. rundheraus abgestritten, dass es zu einer Belästigung gekommen ist, obwohl die Frau deutlich Angst vor dem Mann hat, der droehnd vor ihr steht und sie verbal angeht, nur weil es nicht zum Sex gekommen ist. Wenn sexuelle Belästigung erst bei der Penetration anfängt, und alles vorher „nichts“ ist, dann läuft was schief in der Einstellung dieser Menschen.
            Und ich gebe den Autorinnen dieses Blogbeitrages Recht darin, dass man als Teenager noch viel weniger differenziert auf solche Dinge schaut – wenn auch schon viele erwachsene Rezensenten das nicht erkennen.
            Deshalb begrüße ich sehr, dass über solche Artikel wie diesen hier das Thema angesprochen und Aufmerksamkeit dafür geschaffen wird. Dann gehen ein paar jungendliche LeserInnen hoffentlich beim nächsten Buch mit einem etwas anderen Blickwinkel heran. Selbst wenn sie am Ende zu dem Schluss kommen, dass sie das Buch insgesamt doch mochten.
            LG Gabi

  38. Hallo ihr Lieben,

    einen super Beitrag habt ihr da zusammen gestellt!

    Wenn ich nie vorstelle, mit 14 solche Bücher gelesen zu haben – dann weiß ich nicht wie ich das Thema Sex gesehen hätte. Klar war mal in dem ein oder anderen Buch zwischen den Zeilen von sex die Rede und ein leichtes „Knistern“ zu spüren, aber so hemmungslos über brutale Handlungen gelesen habe ich zu der Zeit nicht. Und da bin ich froh drüber.

    Ich bin jetzt selber Mutter (zwar eines Sohnes, aber egal) und wenn ich mir vorstelle dass mein Kind solche Bücher mit 13,14, 15 Jahren liest wird mir schlecht.
    Bei Facebook habe ich zu Paper Princess und der angesprochenen Verharmlosung von sexueller Gewalt folgendes Gegenargument gelesen: „Dann muss man halt gucken was die Kinder lesen und wenn es einem nicht gefällt verbieten.“
    Klar! Weil ich jedes einzelne Buch vorab lesen werde bevor meine Kinder es bekommen. Das einfachste der Welt.

    Ich verstehe nicht wieso die Verlage sich da nicht in der Pflicht sehen. Sie geben es raus, vermarkten es, also sollten sie auch klar machen um was es da geht – und am besten noch eine FSK-Kennzeichnung machen.

    Ich kann nur hoffen dass dieser gefährliche Hype bald abebbt und es für Jugendliche wieder Liebesgeschichten gibt, die das wunderbare und unschuldige der ersten großen Liebe beinhalten und zeigen, das Liebe nicht bedingungslos und gewaltsam sein sollte.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Nicole,

      eben dies ist ein großer kritikpunkt von uns! Die Geschichten werden vorgestellt ohne auf den Inhalt aufmerksam zu machen, es wird heruntergespielt. Dazu werden leider die Klischees von Mann und Frau gepaart, um mit einer neuen Darstellung von Beziehung daherzukommen: Kontrolle und Macht des einen über den anderen. All dies findet sich dann als „New Adult“ im Jugendbereich und werden so vermarktet das auch junge LeserInnen bezüglich des Buches neugierig/aufmerksam gemacht werden.

      Liebe Grüße

  39. Mit euren Beitrag thematisiert ihr eine wissentlich gern überspielte und absichtlich ignorante Vernachlässigung von Verantwortung. Beim lesen eurer Zeilen dachte ich mir:

    „Mensch, all diese Fragen dir ihr stellt, müssten in Form einer E-Mail, mit der Bitte um Stellungnahme, an Verlage, Agenturen, Autoren etc. gehen!“

    Einige Dinge kann man tolerant zur Kenntnis nehmen, wenn auch nicht akzeptieren, da man bei einem durchschnittlichen, erwachsenen Leser einen gesunden Menschenverstand erwarten dürfte, der für sich abwägt, auf welchem Niveau er lesend unterwegs sein möchte. Aber, KEINESFALLS dürfen derart verherrlichende, niederträchtige und abartige Dinge in Jugendbüchern zu finden sein, da sich diese jungen, noch naiven Menschen noch nicht einmal selbst gefunden haben.

    Die letzte Verantwortung liegt da ganz offensichtlich bei den Verlagen, die das Genre definieren und den Titel letztendlich vermarkten. Wie gern würde ich dazu eine Stellungnahme von einem Verlag lesen und dann aus Herzenslust diskutieren.

    Toller Beitrag ihr Lieben.

    Viele liebe Grüße

    Nisnis

    1. Vielen Dank für deine Worte.

      Uns geht es auch gar nicht darum, das Jugendliche oder junge Erwachsene nicht eigenständig denken oder den Unterschied von Fiktion und Realität nicht erkennen könnten. Aber es geht uns um die Darstellung einer Liebesbeziehung oder Schwärmerei, welche mit Übergriffen und Unterdrückung einher geht, ohne das dies weiter im Buch thematisiert wird – es bleib so stehen, für sich allein und die Schwärmerei geht nahtlos weiter …

      Liebe Grüße

  40. Hallo,
    danke für die tolle Zusammenfassung um den momentanen Hype, den ich bisher nur am Rande wahrgenommen habe. Ich bin schockiert, dass diese Bücher so hypen und dass es Jugendbücher sind.
    Das, was ich in Auszügen lesen konnte, das sind keine Jugendbücher. Wenn man noch keine Erfahrung hat, dann glaubt man so nen Scheiß vielleicht noch. Was ist das für ne kranke und rückständiger werdende Welt, in der wir leben.
    Danke für die Aufklärung,
    Daniela

    1. Hallo Daniela,

      „New Adult“ – bevor die nächsten Kritiker sich einzig auf diesen Satz einschießen und doch sind aber eben dieser Bücher in der Jugendbuchabteilung zu finden, darüber sollten sich Autoren, Verlage bewusst sein.

      Liebe Grüße

  41. Hallo ihr beiden,
    Da habt ihr aber einen tollen Beitrag zusammengestellt! Vor allem wie ihr auch andere Bücher miteinbezieht und nicht nur über Paper Princess geschrieben habt, weil es gerade so in den Medien ist. Die Textauszüge jagen mir wirklich einen Schauer über den Rücken und ich frage mich wirklich, wie jemand solche Dinge wie in Without Worlds lesen kann und erotisch findet. Wuä.
    Teenagerinen sollten nicht so ein Bild vermittelt werden. Auf keinen Fall. Gerade mit 14 Jahren weiss man noch nicht, was Liebe wirklich ist und wie eine gesunde Beziehung funktioniert. Ich hatte selbst damals eine etwas verdrehte Vorstellung von Beziehungen, dachte es wäre ja sowas von romantisch wenn ein Typ dich beim schlafen beobachtet und dir vorschreibt, wann du wen zu sehen hast. Erst jetzt sehe ich das ganze anders und weiss, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel ist und alles andere als gesund. Tja. Trotzdem wollte ich mit 14 oder 15 mit einem Edward oder Jacob zusammen sein. Kaum auszudenken, wenn ich damals solche Bücher wie Trinity gelesen habe. Ich denke deshalb halte ich mich von Erotikromanen fern, weil sie oft ein unrealistisches Bild darstellen und der Sex meistens auch nicht so berauschend für sie ist. Ausser er ist super heiss, dann wird jede Gräueltat verziehen und plötzlich ist die sexuelle Belästigung nur noch heiss und „erotisch“. Da wird mir wirklich übel.
    Echt starker Beitrag! Ich habe schon verzweifelt nach dem Reblog Button gesucht, aber den gibt es wohl nicht. Schade, aber dann werde ich den Beitrag sonst auf meinem Blog erwähnen, damit möglichst viele Leser es zu sehen bekommen und ihr Leseverhalten hinterfragen.
    Und was zur Hölle? Die Bücher werden ab 13 empfohlen? 13?! Macht ihr Witze? Völlig unverantwortlich von den Verlagen?
    Nochmals grosses Kompliment, den Beitrag könnte ich genau so unterschreiben!
    Liebe Grüsse
    Julia

    1. Hallo Julia und lieben Dank für das Kompliment!

      Da es sich fast ausschließlich um Jugendbücher handelt werden sie meist ab 13/14 Jahren empfohlen – dies ist die Kategorisierung für Jugendbücher. Wenn man sich direkt in der Buchhandlung informiert bekommt man natürlich noch anderes Altersstufen empfohlen, die Einteilung ist jedoch bspw. Kinder- und Jugendbücher 10-12 Jahre und dann ab 13/14 Jahren.

      Eben darum geht es uns – natürlich soll jeder das lesen worauf er Lust und Laune hat, aber es muss eben auch die kritischen Leser geben dürfen!
      Und es wird eben etwas vermarktet was im Buch mit ganz anderes Situationen dargestellt wird! Zum einen ist es der Einfluss auf Jugendliche (wie du in deinem eigenen Beispiel so schön beschrieben hast) – zum anderen jedoch ist es grundlegend eine verzehrte Darstellung von Beziehungen. Und dies auch noch ohne jeglichen „Trigger“-Hinweis! Denn es werden ganz deutlich Missbrauchsszenen beschrieben!

      Natürlich gibt es gewisse sexuelle Bedürfnisse, diese müssen aber beiderseitig bestehen und dies vermitteln diese Bücher nicht, vielmehr machen sie ganz klar deutlich das die Frau sich nicht wohl fühlt, bedrängt wird, nicht bereit ist. Natürlich ist es Fiktion und doch ist es dem Genre und der Vermarktung eben überhaupt nicht angepasst!

      —-

      Nun oute ich mich als Unwissende: Reblog Button ?? Ich kenne die Teilen-Funktion für Twitter und Co. jedoch sagt mir der Button gerade nichts *schäm

      Liebe Grüße!

      1. Ich bin auch dafür, dass jeder das lesen sollte was er will. Aber man kann es nicht als Gegenargument benutzen, um den Inhalt zu verharmlosen. „Das ist doch bloss ein Buch, alles nur fiktiv“. Hell no. Solche Menschen haben nichts von Büchern verstanden.
        Ich habe zu Paper Princess einige Rezensionen gelesen und einige Blogger schrieben zwar, dass ihnen das Buch gefallen hat, zählten aber auch alle negativen Punkten auf. Jemand sprach sich sogar klar gegen eine Empfehlung aus, obwohl sie das Buch mochte. Weiss leider nicht mehr wer es war, eine zeitlang wurde twitter regelrecht überflutet mit den Rezensionen.

        Der Reblog Button ist meistens oberhalb des Gefällt mir Buttons. Bei meinem Blog bsp ist der Button so unter jedem Beitrag. Wenn man alao draufdrückt erscheint der Beitrag auf dem eigenen Blog. Ich hab das selbst noch nie gemacht und wollte ihn mit eurem Beitrag mal testen 😀

        Liebe Grüsse und einen schönen Abend
        Julia

        1. Ich finde es sehr gut das begeisterte LeserInnen eben auch, trotz gefallen, keine Empfehlung aussprechen bzw. sich bewusst mit dem Buch auseinandersetzen und auch die Kritikpunkte klar hervorheben.

          Dieser Button ist ein Plugin?

          Liebe Grüße und einen feinen Mittwoch

  42. Liebe Kerstin, liebe Janna
    einen tollen Artikel! Auch ich bin der Meinung, dass man grad bei solchen Themen durchaus genau hinschauen und auch kritisch sein darf. Das hat weder etwas mit Verklemmtheit noch mit Feminismus zu tun. Ich lese gerne schöne Sexszenen, auch solche wie in Shades of Grey beschrieben, aber da basiert das ganze auf Gegenseitigkeit. Völlig andere Voraussetzungen also.
    Und grad im jugendlichen Alter, in einer Phase des Suchens und Findens, üben solche Rollenvorbilder aus Film und Buch doch einen grossen Einfluss auf Teenies aus. Ich finde, da muss man sich seiner Verantwortung als Autor, Verlag ect. schon bewusst sein.
    Ich speichere mir diesen Artikel auch gerne für mein nächstes Bloggestöber. 🙂
    Herzlich, Nela

    1. Hallo Nela,
      vielen Dank – für deine Worte und die zukünftige Verlinkung!

      Und eben darum geht es uns, wenn es eine bestimmte sexuelle Vorliebe ist, auf dem Einverständnis beider Seiten beruht ist dies eine ganz andere Situation! Wenn jedoch ein gewaltsamer sexueller übergriff statt findet, welcher im Buch auch von der Frau so wahrgenommen wird frage ich mich was sich die Autoren dabei denken?! Und wie können Leser solch eine angebliche Liebesgeschichte als romantisch empfinden? Welche Werte werden in diesen Jugend- und Liebesromanen vermittelt?!

      Liebe Grüße!

  43. Ein richtiger und wichtiger Beitrag. Hoffentlich wird er möglichst viel gelesen. Well done ihr Zwei!
    Das ich da vollkommen eurer Meinung bin, habe ich ja schon öfter kundgetan, aber ich lasse euch natürlich auch hier noch mal meine Unterstützung wissen. Die Entwicklung in diesem Genre finde ich echt bedenklich, besonders, wenn es so wenig reflektiert wird. Vielleicht stoßen ja Beiträge wie der eure und der Verlinkte eine Diskussion an. Und vielleicht sogar ein Umdenken bei den Verlagen. Es wäre wünschenswert…
    Liebe Grüße, Julia

    1. Lieben Dank Julia!

      Uns war es zunächst wichtig unseren Gedanken einen Raum zu geben und würden uns sehr über mehr Reflexion bezüglich dieser Thematik mehr als freuen. Fiktion ist eine Sache, eine Liebe mit Gewalt und Übergriffen zu skizzieren und es als große Liebe (wie bspw. Trinity) darzustellen macht fast sprachlos …

      Liebe Grüße!

  44. Ja, bei FSK kann ich euch nur zustimmen. Alleine das Cover von paper princess sieht total harmlos aus. Man wird dann zwar auch nicht unbedingt verhindern können, dass jüngere das lesen, aber so erkennen Eltern ja noch nicht mal, was sie ihren Kindern da evtl zum Lesen geben. Habe meine Schwester auch schon gewarnt, dass sie da echt aufpassen muss, weil meine Nichte jetzt in das entsprechende Alter kommt. Wäre es ein Buch für Erwachsene würde ich das sicher weniger kritisch sehen, weil ich da voraussetze, dass diese besser Fiktion von Realität unterscheiden können und auch schon eine gefestigte Meinung haben, aber für Jugendliche finde ich das Bild, das vermittelt wird, sehr bedenklich.

    LG, Moni

    1. Hallo Moni!

      Deine Worte kann ich nur unterschreiben, jedoch aber auch ergänzen: Grundlegend finde ich die Darstellungen von Beziehungen mehr als grenzwertig in diesen Büchern. Sexuelle Übergriffe werden als Teil einer Beziehung dargestellt – auch wenn die Leser zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können ist dies ein verzehrtes Bild welches aufgebaut wird. Bei keinem dieser Bücher sind Trigger-Warnungen zu finden und dies ist unverantwortlich bei solch harmlos dargestellten Geschichten! Das es sexuelle Phantasien in diese Richtung gibt, das es nicht auf wahren Begebenheiten beruht ist uns bewusst und doch sind wir erschrocken über die Darstellung und in diesem Genre!
      Bei einer Biographie über eine bspw. bestimmte psychische Krankheit weiß ich als Leserin was mich erwartet.
      Wenn ich bspw. Bücher aus dem Festa-Extrem Verlag lese, weiß ich, ich darf nicht zart besaitet sein.
      Wenn ich aber zu einem Liebesroman greife und das geboten bekomme, ohne im Vorfeld darauf hingewiesen zu werden … dann muss solch ein Beitrag her!

      Liebe Grüße!

      1. Hallo zusammen 🙂
        Da bin ich aber ganz andere Meinunng, besonders bei J.S. Wonda, Mia oder Odesza zum Beispiel ist die Kategorie sehr wohl bestimmt und bei jeder dieser Autorin wird im Klapptext gewarnt. Ausserdem habe ich keine Erkenntnis dass dies im jugendbüchern Genere angeboten wird! Es ist und bleibt DARK ROMANCE..ganz andere Spalte!
        Bezogen auf das Cover, es ist einfach schlicht und man muss erst durch den Klapptext erfahren um was es genau ist !

        Ausserdem als Mutter eines 10jährigen, der gerne am liebsten Youtuber von Beruf werden will ist der Umgang mit Medien einfach IMMER im Fokus zu halten. Daher würde ich meinem Kind nie ob 10 oder 14 Jahren ohne mein Wissen mit den Medien alleine lassen.

        Das ist einfach heutzu Tage auch eine Erziiehungsfrage !?
        Mein KInd hat darf keine AMZON KÄUFE ohne mich tätigen! Meine Tochter 15 lässt sich von mir beim Bücherkauf beraten!?

        Meine Sorge haben die Bücher nicht, ich bin begeisterte Leserin und freue mich durch diese Unterhalten zu lassen !

  45. Hi
    endlich bringt es jemand klar zur Sprache, ich habe sogar mal mit einem Verlag „C…“ Stress bekommen, weil ich geschrieben habe, das mich die „S…“ Szenen stören, da wurde ich als prüde bezeichnet. Wie gut, das ihr nun auch einen Beitrag dazu bringt, auch wenn ich erschrocken über die Länge bin, so habe ich ihn wirklich näher betrachtet und bin froh, das auch anderen auffällt, was in Büchern gerade nicht so gut läuft. Danke!
    Ich möchte den Beitrag gerne im nächsten Gänseblümchen erwähnen.
    Lieben Gruß
    NIcole

    1. Hallo Nicole,
      dass hat mit prüde absolut gar nichts zu tun und wir stehen voll dahinter, wie du auch.
      Es geht um eine gewisse Fürsorgepflicht gerade den jungen Lesern gegenüber.
      Vielen lieben Dank dass du es in den Gänseblümchen erwähnen möchtest, wir freuen uns darüber.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  46. Vielleicht bin ich doch ganz froh, dass meine beiden Teenager-Töchter nicht lesen…
    Also ehrlich, über solche Bücher bin ich noch nicht gestolpert. Das ist übel, wenn sie für 13jährige empfohlen werden.
    Das es keinen FSK bei Büchern gibt hat mich schon gewundert. Panem haben meine Kinder gelesen, bevor sie die Filme sehen durften ( damals lasen sie noch). Ich habe sie vorher gelesen und wir haben darüber gesprochen. Doch die oben beschrieben Sexszenen finde ich viel schlimmer als reine Gewaltszenen, weil auch das vollkommen falsche Frauenbild vermittelt wird. Das ist nichts woran sich jemand orientiert darf, der sich gerade versucht selbst zu definieren.
    Mich habt ihr durch euren engagierten Artikel nicht verloren!
    Viele Grüße
    Silvia

    1. Hey Sivia,
      bei uns war es auch eher Zufall und anfänglich noch lustig aber irgendwann wurde die Grenze überschritten. Wenn ich bedenke das Kinder solche Szenen lesen stellen sich mir die Nackenhaare.
      Toll das Du uns erhalten bleibst 🙂
      Liebe Grüße
      Kerstin

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