Fremdlesen 2.0 | #13

Die letzten „Fremdlesen 2.0“-Beiträge sind sonst immer in unserem Monatsrückblick integriert, heute möchten wir uns aber einmal ausschließlich dem Fremdlesen widmen.

Daher gibt hier eine Auswahl an besuchten Seiten
und deren Beiträge.

Fremdlesen: Wir zeigen Euch Blogartikel oder Rezensionen, die uns begeisterten / einnahmen / überzeugten und die wir beim Stöbern entdeckt haben und Euch unbedingt näher bringen möchten. Das können ganz neue aber auch ältere Beiträge sein.
2.0: Da unsere Blogroll bereits „Fremdlesen“ heißt, sind solche Beiträge die Erweiterung dazu. Nicht nur viel besuchte Blog-Beiträge finden sich hier, sondern jene die uns gefallen, auch wenn wir dem Blog auf keiner Plattform folgen.


| Rezensionen |

Janna wurde durch Kats Rezension zu „Sadie“ regelrecht zum Lesen angefixt! Ein Jugendbuch, das absolut YA-untypisch (Young Adult) und komplexer Thriller mit düsteren und ernsthaften Elementen ist. Ein must-read:

Alles in allem ist “Sadie” ein sehr düsterer, komplexer Thriller, der sehr ernste Themen behandelt, aber gut mit ihnen umgeht. Hier kommt einiges zusammen, Amerikas Obsession mit toten und verschwundenen Mädchen steht jedoch im Mittelpunkt und je weiter man liest, umso unwohler wird einem, während Courtney Summers hässliche Wahrheiten aufdeckt.


Bei Fluchtpunkt Lesen hat Kerstin eine sehr aussagekräftige Rezension zu „1793“ von Niklas Natt och Dag entdeckt und bei Tinas Zitat war es ja klar das dieses Buch (aber als Hörbuch) einziehen muss:

1793 führt den Leser durch die Schrecken jener Zeit, ohne irgendwelche Rücksichten auf empfindsame Mägen zu nehmen. Ich finde 1793 ist eine wirklich brillante Nordic-Noir-Story vor einem toll geschilderten, historischen Hintergrund.


Das es überhaupt noch solche Bücher geben muss, im 21. Jahrhundert! Rassismus ist bis heute allgegenwärtig und es braucht immer wieder eine Sensibilisierung, am besten aus der Sicht von betroffenen Menschen wie in „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ heraus, vorgestellt von Kerstin Wörterkatze:

Für mich waren die Kapitel aufrüttelnd und berührend, oft musste ich das Buch zur Seite legen um das gelesene verarbeiten zu können.


„Schamlos“ ist DAS neue Buch – Juliane und Anett verraten, warum sich das Lesen mehr als lohnt.

Foto: ©I am Jane

Randnotiz von Janna: Dieses Cover, love it!! Ein Haben-Muss-Buch!


Die wundervolle und einnehmende Rezension von Jill zu „Binti„, erweckt wahre Lesesehnsucht bezüglich des Buches:

Nnedi Okorafor ist spätestens nach diesem Werk die Autorin, die mich mit Abstand am meisten beeindrucken kann und von der ich mir keine Geschichte entgehen lassen werde!


Wer unseren Blog verfolgt, weiß das wir Beide eigentlich nie zu Comics greifen, doch Sarah schafft es mit ihrer Rezension zu „Wie ein leeres Blatt“ Janna anzufixen:

Ich habe mich dann beim Lesen ertappt, wie ich mich in meiner Wohnung umsah und überlegte: Was kann man aus meiner Wohnung an Aussagen über mein Leben ableiten? Mag Pflanzen, mag Bücher, mag das Meer… Aber was sagen die Gegenstände in unserem Leben schon über unsere Persönlichkeit aus

| Rezepte |

Funfetti? Donuts? Funfetti Donuts! Allein der Titel verführt Janna bereits, denn aus Konfetti ein Wortspiel in Zusammenhang mit dieser Leckerei – wer bitte kann da noch widerstehen?! Und dann hat Marc auch noch Käsekuchen im Glas!

Janna musste sich in den social medias dem Rosenkohl stellen *irgh! Aber die Verantwortliche machte es durch eine virtuelle Snickers-Torte wieder gut *nomnomnom. Und das weitere Stöbern bei Teekesselchen kann man sich dann kaum verkneifen! Welch ein Glück, denn so fand Janna eine sommerliche Leckerei: dunkler Zitronensirup


| Beiträge |

Ein Blog, bei dem Kerstin immer wieder hängen bleibt, ist der Kaffeehaussitzer. Dort gibt es einen Beitrag, der auch gleichzeitig ein Leseprojekt ist. „Das Unerzählbare„, widmet sich (ähnlich #WiderDasVergessen bei Lesefreude) den Büchern die das Thema um Flucht, Vertreibung und den unsagbaren Leiden der Menschen während des Holocaust erzählen:

[…] bin ich immer wieder überrascht, wie erschreckend wenig zahlreiche junge Erwachsene über den Holocaust oder das „Dritte Reich“ wissen – es ist für viele einfach zu weit weg und die Vermittlung in der Schule bleibt schon aus Zeitgründen oftmals nur an der Oberfläche. Und deshalb spielt Literatur, spielen Bücher eine umso wichtigere Rolle, um zumindest die literaturaffinen Menschen für diese dunkle Zeit zu sensibilisieren, ihnen einen Zugang zu einer Vergangenheit zu schaffen, die unsere jetzige Welt geprägt hat wie kaum ein anderes Ereignis.


Kat schreibt nicht nur einnehmende Rezensionen, sondern auch wundervolle Artikel zu wichtigen Themen! Diesmal empfehlen wir Euch „Queer Fiction: Kein Genre, kein Trend & erst recht kein Plot Device„:

Wir müssen Vorurteile und falsche Ideen dessen, was queer sein bedeutet, abbauen und wir müssen das im Mainstream tun, nicht nur auf der Seitenlinie, wo der Großteil der nicht queeren Leser.innen einfach an uns vorbeirauscht, ohne auch nur mal aus dem Fenster zu sehen. Normalisierung ohne Sichtbarkeit funktioniert nicht.


| Aktionen |

Ihr solltet unbedingt bei Christin und Conny vorbeischauen – gemeinsam stellen sie auf ihren Blogs verschiedene Literatur zu wahren Verbrechen vor – nicht nur interessant, sondern arg gefährlich für die Wunschliste oder gar den SuB!


Da jederzeit mit und ohne Blog mitgelesen werden kann, empfehlen wir auch hier nochmal Evas Aktion bzw. Leseprojekt #WirLesenFrauen:

2019 entschied ein Gericht, die Klage einer Frau abzuweisen, die kritisierte, weniger Geld als ihre männlichen Kollegen bei gleicher Arbeit zu bekommen. Zur selben Zeit haben es die Behörden nicht geschafft, eine Möglichkeit zu finden, einem Kind zwei biologische Mütter zuzusprechen. #metoo ist noch in aller Munde, #regrettingmotherhood bei vielen schon wieder vergessen. 2019 ist das Jahr, in dem Lidl Werbung aus der untersten Schublade des Sexismus produziert, in Amerika sitzt ein Mann im weißen Haus, der „grab them by the pussy“ für absolut legitim hält. Und noch immer werden Frauen in der Buchbranche benachteiligt. Der sogenannte Literaturkanon ist männlich besetzt, Literatur von Frauen wird oft nicht ernst genommen und nach Diversität und starken Frauenfiguren, die nicht sofort in die Klischeefalle tappen, suchen Leser*innen lange. Schluss damit!

Viel Spaß beim stöbern & lesen!

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Ein Blog lebt von der Interaktion, also immer her mit den Gedanken! Wir freuen uns auf Eure Kommentare & den Austausch!

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Der Büchernarr
Gast

Interessante Zusammenstellung – danke für die Arbeit ;) Ich lese ein solches Bloggestöbere immer wieder gern.

Viele Grüße
Der Büchernarr Frank

Janna
KeJas-BlogBuch

Sehr gerne doch, wir (Kerstin & ich) hoffen, es war was für dich dabei (=