„Falken jagen“ | D.B. Plettenberg ~ im Rahmen der Blogtour

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Dieser Beitrag ist als Werbung gekennzeichnet, da es im Rahmen dieser Blogtour Verlinkungen zu anderen Teilnehmern, Blogs und dem Verlag gibt.
Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung gestellt.
Meine Rezension basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Leseeindrücken und wird durch eine Bereitstellung des Buches nicht beeinflusst.
Mehr Informationen zu der Blogtour findet Ihr im Anschluss an diese Rezension.


Inhalt laut Verlag:

Eine Mordserie erschüttert Thailand. Die Opfer sind Deutsche, aber dann wird auch ein Mitarbeiter der griechischen Botschaft ermordet. Die Polizeiführung Bangkoks ist überfordert und steht unter enormen öffentlichem Druck. Farang soll inoffiziell in dem Fall ermitteln und den Täter ausschalten. Schnell erkennt er, dass der Mörder eine alte Schuld vergelten will, die weit in die deutsche Vergangenheit zurückreicht.

Erinnerungen!

Als ich mit diesem Buch begann und die ersten Seiten lies, war da die ganze Zeit in meinem Hinterkopf „den Typen kenne ich doch“. Und siehe da – Farang, der in die Jahre gekommene „Sonderermittler“ aus diesem Buch, ist doch tatsächlich derjenige, dem ich in „Berlin Fidschitown“ schon in die Unterwelt Berlins folgte. Das ganze ist fast 15 Jahre her und doch kam mit zunehmenden Maße die Erinnerung zurück.

Erinnerungen, sie spielen in „Falken jagen“ eine große Rolle. Es dauert eine Weile bis man dahinter steigt was diese Falkenjagd auf sich hat und der Autor kratzt schon mit dem kurzen Prolog an des Lesers Moralvorstellung. Farang mag man, oder man mag ihn nicht. Ein Mann der für andere zum Problem oder zur Problemlösung wird, je nachdem auf welcher Seite man steht.

Farang ist nicht mehr der Jüngste, aber noch fit und lebt alleine in einem kleinem Ort, abgeschottet von der großen Stadt und den Unmengen an Menschen. Er verlässt sich nur auf sehr wenige Menschen oder auf seine ganz besondere und außergewöhnliche belgische Geliebte. Und er ist ein Planer und intelligenter Vorausschauer, aber eben auch ein Mensch, der es ernst nimmt wenn er in der Schuld eines anderen steht und so, zwar widerwillig aber ergeben, den Auftrag zum Falken jagen annimmt.

Bei dem Falken handelt es sich allerdings nicht um ein gewöhnliches Federtier, sondern um einen Unbekannten, der eifrig damit beschäftig ist Männer zu töten und seltsame Botschaften am Mordschauplatz zu hinterlassen. 

Ich komme noch mal zu Farang, dessen korrekter Vorname Susarak und der Nachname Meier schon einiges aussagt. Seine Mutter war eine Thailänderin, der Vater ein Deutscher, daher kommt auch sein eurasisches Aussehen und nicht nur dafür hasst er seinen Vater.

Vielleicht liegt ihm deswegen sein Projekt, mit dem er jungen Frauen in Thailand vor der Prostitution bewahren will, so sehr am Herzen.

Zerfall war die alles bestimmende Duftnote
(S. 22)

In dem Buch lebt und zieht man mit Farang durch Thailand. Der Autor hat eine ungeheure lebendige Art dieses Land zu beschreiben. Die Gerüche, die Menschen, die Natur und das tägliche Allerlei. Dabei spart er vor allem nicht an der Vergangenheit. Durch die Botschaften des Falken bekommt man immer wieder Einblicke in reale historische Begebenheiten, etwas das mich in fiktiven Geschichten ganz besonders fasziniert.

Es wird eine Jagd, bei der Farang seine Kontakte spielen lässt und so kommen zwei seiner besten Freunde mit ins Spiel. Tony Rojana, ein einstiger Kriminalreporter und Bobby Quinn, der in Vietnam als GI diente. Diese zwei kannte ich ebenfalls schon und war froh beide gesund und munter in ihrer Darling Bar wieder zu treffen. Dort gibt es nahezu alles zu kaufen, nur keine Frauen. Ein außergewöhnliches Trio, dessen Dialoge und Umgangsarten mich immer wieder bestens unterhielten.
Auch hier spielen Erinnerungen wieder ein große Rolle und so lässt der Autor den Vietnamkrieg und die furchtbaren Folgen für die Einheimischen, wie auch die Soldaten einspielen. Besonders Bobby, der als sogenannte Tunnelratte diente, spielt im weiteren Verlauf des Buches eine große Rolle.

Der zweite Teil im Buch führt Farang dann in ein gänzlich anderes Land, immer auf der Spur des Falken und mittlerweile ahnend was hinter all diesem Morden steckt.
Auch als Leser hat man einen genaueren Einblick bekommen. Im Laufe der Geschichte offenbaren sich immer mehr die Beweggründe des Falken und warum er überhaupt so genannt wird. Und wieder sind es hier die Erinnerungen, die immer wieder hoch kommen und furchtbare Dinge zu Tage bringen. Eine Thematik, der ich mich besonders verschreiben habe und die immer wieder Fassungslosigkeit und Bestürzung hervorruft. Deswegen ist auch die Motivation des Falken nachvollziehbar, nur an seiner Umsetzung ist ein Haken.

…und sie erzählte es ihm immer wieder – bis er schließlich selbst alles hören, riechen und mit eigenen Augen sehen konnte
(S. 152)

„Falken jagen“ ist ein eher ungewöhnlicher Kriminalroman, schon alleine wegen seines Setting. Die Charaktere sind nicht unbedingt die liebenswertesten, aber sie sind sehr gut gezeichnet. Sich in sie hineinzuversetzen fiel nicht schwer und so war ich immer hin und hergerissen und so manches brachte mich mehr als einmal in ein moralisches Dilemma.

Lesen lassen hat sich das Buch prima. Die kurzen Kapitel, in denen man immer wieder von Farang zum Falken springt, gehen nahtlos ineinander über. Selbst wenn es noch eine zusätzliche Sichtweise gab, konnte man der Handlung problemlos folgen. Was mich nicht so begeisterte war die viel zu schnelle Einsicht in des Falken Bewegründe. Hier hätte ich gerne viel lieber viel länger im Dunkeln getappt. Dafür wurde ich mit diesem ungewöhnlichen Trio belohnt. Drei Männer, die, so hart sie auch rüber kommen (wollen), doch allesamt ihr Herz am rechten Fleck haben und durch ihre eigenen persönlichen Traumata und die dadurch ausgelösten Erinnerungen, immer wieder den wahren Menschen offenbarten.

Die Beute, die auf ihn wartete, so ahnte er, hieß Seelenfrieden.
(S. 369)

Rezension verfasst von © Kerstin
★★★★☆


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Buchdetails
Titel: Falken jagen
Buchreihe: 3. Band
Autor: D.B. Plettenberg
Verlag: Pendragon
— Rezensionsexemplar —
Susarak „Farang“  Meier- Reihe
Band 1 ~ „Farang“
Band 2 ~ „Berlin Fidschitown“
Band 3 ~ „Falken jagen“


Alle Termine & Beitragsthemen der Blogtour im Überblick:

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Zu der Verlosung 

Im Rahmen der Blogtour verlost der Pendragon Verlag drei Mal ein Exemplar von D.B. Plettenbergs „Falken jagen“.
Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen die TeilnehmerInnen ein Lösungswort bilden.
Das Lösungswort findet sich in den fünf Blogbeiträgen zu der Tour.
In jedem Beitrag findet sich ein fett gedruckter Buchstabe – das Lösungswort besteht also aus fünf Buchstaben.
Zur Teilnahme an der Verlosung muss das Lösungswort an presse@pendragon.de gesendet werden. Einsendeschluss ist Freitag, der 30. November 2018 um 23:59 Uhr.
Die drei Gewinner werde aus allen Teilnehmern ausgelost. Nach der Auslosung werden die Gewinner per Mail benachrichtigt und um ihre Adressdaten gebeten. Die Adressdaten der Gewinner werden nur für den Versand benötigt und werden nicht an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit diesen Bedingungen einverstanden.
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Jetzt bleibt nur noch zu sagen, dass wir Euch viel Spaß beim Buchstabensuchen wünschen und allen die Daumen drücken.
Eure Kerstin und die Blogtour-Gruppe
(und ein Gruß auch von Janna)

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Cathy
Gast

Die blöde Erkältung hat mich ausgeschaltet und so konnte ich leider nicht auf Buchstabenjagd gehen. Aber das buch klingt echt spannend. Auch mal ein anderes Setting – jedenfalls zu dem, was ich sonst so lese. Wandert auf jeden Fall mal auf die Leseliste. :-)

Christin
Gast

Wir hatten ja schon mal kurz geschrieben. Damals war ich knapp mit der Hälfte durch. Einiges hat sich danach gebessert: Der Zugang zum Falken. Er wurde greifbarer und manches allerdings nicht geändert: Ich bin nicht so tief abgetaucht, wie normal in Büchern.
Eigentlich werd ich reingesaugt aber hier hab ich meine Umgebung äußerst bewusst noch wahrgenommen :/
Anosnsten stimm ich dir zu: Das Trio macht das Buch aus :)

Martinas Buchwelten
Gast

Das hört sich nach einem etwas anderen Thriller an! Location Thailand und dann auch noch was Historisches….sehr interessant!! Ich bin nämlich schon etwas überdrüssig von den Thriller, die alle nach demselben Schema gehen und auch die Spannung zu kurz kommt.
Ich werde diese Blogtour gerne weiter verfolgen!
Liebe Grüße
Martina

Manuela
Gast
Manuela

Tolle Rezension, das BUch steht schon länger auf meiner Wunschliste und rückt nun nach oben.

Katja
Gast

Ah, wie cool, Du bist Farang also früher schon begegnet! :D