„Electric Dreams“ | Philip K. Dick

Gesellschaftskritischer Sci-Fi

Inhalt laut Verlag

– 10 Stories –
Von der Geschichte einer Frau, die den Verdacht hat, ihr Mann sei als ein anderer von der Weltraumreise zurückgekehrt, bis zu der Story eines Agenten, der eine​r​ neue​n​ Welle von illegalen, telepathie-begabten Wesen auf der Spur ist: Jede Erzählung untersucht, was es bedeutet, in​ einer​ sich rasant verändernden Welt Mensch zu sein.

Wie fasst man zehn Kurzgeschichten zusammen? Geschichten die höchsten um die 30 Seiten lang sind? Stimmt, gar nicht. Also werde ich keine lange Rezensionen schreiben, sondern auf die Thematik(en) innerhalb der Geschichten, warum sie mir gefielen eingehen. Und ich muss sagen, nach „Irrgarten des Todes(Vorsicht, lesen auf eigene Gefahr! Alte Darstellung & würde heute ganz anders von mir verfasst werden) und diesem Buch muss ich eventuell Dick-Fan werden!

Er nahm so ziemlich alle Aufputschmittel und Drogen, die es gab, hatte Visionen und göttliche Erscheinungen, schrieb bis zu 60 Seiten am Tag und fühlte sich von FBI und KGB verfolgt.
(Informationen zum Autor, Seite 2)

Das mag für einige vielleicht eine Erklärung für seine Bücher sein. Für andere ist es eine Erweiterung seiner bereits vorhandenen Gedanken. Ich bilde mir ehrlich gesagt überhaupt kein Urteil. Ob Drogen, eine psychische Erkrankungen oder andere Einflüsse der Grund seiner Geschichten sind, der Antrieb, spielt für mich keine Rolle. Das was ich von ihm in Buchform oder verfilmt kenne ist genial!

Science Fiction ist das Genre in dem sich der Autor bewegt, aber ist es wirklich fiktional was er schreibt? Er wurde 1928 geboren und wurde nicht mal 60 Jahre. Man könne nun behaupten das die Geschichten zu seiner Zeit in diesem Genre anzusiedeln sind und auch heute noch sind. Und doch ist das Geschriebene zwischen den Zeilen unsere Gesellschaft. Unsere Wünsche, unsere Sehnsüchte und das ganze Böse in uns.

Genau das ist es, was mir in diesen zehn Geschichten begegnete. Zerstörung, Entscheidungen, Angst. Und Hoffnung. Nicht gänzlich jede konnte mich überzeugen, aber alle haben ein Thema, etwas das zur heutigen Zeit gar nicht mehr so unvorstellbar scheinen mag. Ich könnte keine herausnehmen und eindrücklicher beschreiben, denn dann würde ich Euch zu viel vorwegnehmen, der Grad ist schmal.

Wer gerne in dem Genre liest, wird Dick bereits kennen und allen anderen kann ich sagen – probiert Euch mit dem Autor aus! Es lohnt sich, auch wenn es manchmal wirr sein mag, er beschreibt gekonnt unsere Zukunftsängste. Und die kleine Hoffnung in uns, manchmal.

Die Serie

Serie und Buch sind nicht gänzlich miteinander zu vergleichen, eigentlich fast gar nicht! Von der Thematik sind diese miteinander verknüpft, doch die Umsetzungen unterscheiden sich (stark). Manchmal ist sogar die filmische Umsetzung gelungener als das geschriebene Wort (pst, verratet mich nicht an andere Booknerds!). Ebenso natürlich überzeugen andere im Buch weitaus mehr als durch die Serie.

Die Kritik an den Mensch und seine Hoffnungen, sowie der Rahmen der einzelnen Geschichten sind gleich aufgebaut, doch ansonsten – wer ähnlich tickt wie ich – muss man das Buch vorab nicht gelesen haben, um es nach dem Gucken noch genießen zu können. Auch die Reihenfolge unterscheidet sich, was aber ja nicht weiter relevant ist, ob mir die szenische Umsetzung gefiel. Die Bilder sind grandios, vor allem der Vorspann ist bildliche Ästhetik!


Lieblingsgeschichten: „Ausstellungsstück“ und „Der Pendler“

Lieblings-Storie: Autofac („Autofab“) und „Kill all Others“ („Der Gehenkte“)

Ich kann beide Formate ganz klar empfehlen! Warum für das Print dennoch keine volle Punktzahl? Nicht jede der zehn Geschichten konnte mich zu hundert Prozent abholen, wobei jede lesenswert ist – also eine Wertungsvergabe auf ganz hohem Niveau!

Rezension verfasst von © Janna
★★★★☆


– Weitere Eindrücke –
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Der Youtube-Trailer lässt sich direkt, ohne Weiterleitung, anschauen

Buchdetails
Titel: Electric Dreams
Buchreihe: Einzelband
Autor: Philip K. Dick
Verlag: Fischer

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