„Die Spur des Geldes“ | Peter Beck

Das Buch wurde mir vom Emons Verlag  und dem Autor kostenlos zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung gestellt. Meine Rezension basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Leseeindrücken und wird durch eine Bereitstellung des Buches nicht beeinflusst.


Inhalt laut Verlag:

In einem Schacht beim Tegeler See wird ein Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden, grausam zu Tode gefoltert. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, will gemeinsam mit dem LKA Licht in die Angelegenheit bringen und stößt in den Wasserwerken von London, München und Zürich auf verdächtige Machenschaften. Ist Europas Trinkwasser in Gefahr?

Gier

Dieses Wort hätte auch als Titel gepasst, denn wie so oft, wenn Geld im Spiel ist, wird mancher unersättlich.
Wurde das auch diesem Brunnenmeister zum Verhängnis? Der Tote im Brunnenschacht hatte eine kleinere Summe auf einem Schweizer Konto deponiert und nun stellt sich die Frage, woher kam dieses Geld? Damit kommt Tom Winter auf den Plan und in dieses Buch. Er war mal ein Cop und kann es auch als Sicherheitschef einer Schweizer Bank nicht lassen – das Ermitteln. So begleitet man ihn nach Deutschland, immer auf der Spur des Geldes und damit in viele gefährliche Situationen.

Die Realität kam zurück, wie eine Flut, die einen Damm durchbricht und alles überschwemmt.
(S. 244)

Der Autor hat bei mir Erinnerungen geweckt. Das Buch „Korrosion“ hatte sich mir richtig eingebrannt, vor allem der Buchbeginn mit dem Bäcker. Auch hier schafft er es wieder Bilder im Kopf entstehen zu lassen und damit direkt den Bezug zum Buch zu festigen.
Tom Winter ist ein äußerst sympathischer, wenn auch außergewöhnlicher Ermittler. Ein ausgeglichener Mann, der gerne alleine arbeitet, aber auch kein Problem damit hat sich mal Hilfe zu holen. Ein kleines Holzhaus, liebevoll saniert ist sein Zuhause. Dort wartet niemand auf ihn, außer Sheriff, die schwarze Katze.

Die Geschichte um diesen seltsamen Todesfall entwickelt sich sehr schnell. Und irgendwie schafft Winter es immer im passenden Moment am falschen Ort zu sein. So wird er gleich Zeuge eines weiteren Mordes und dabei lernt er die smarte Anika kennen. Love is in the air und es tut der ganzen Story keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil sogar, es geht erst richtig los!

Auf der Rückseite des Buches steht „der Schweizer James Bond ermittelt wieder“.
Die Parallelen zu diesem Geheimagenten sind deutlich gegeben, außer das mit dem MI5, der Lizenz zum Töten oder irgendwelchen sonderbaren Waffen. Dafür kann Winter genauso kraftvoll zuschlagen, hat kein Problem damit auch mal jemanden auf den Zahn zu fühlen oder im Dreck herumzuwühlen.

Es wird actionreich, richtig sogar, mir vielleicht schon etwas zu viel. Man kommt kaum dazu Luft zu holen oder Situationen zu hinterfragen. Ein Einmann-Team, das neben Durchhaltevermögen auch einen verdammt guten Schutzengel zur Seite stehen hat. Er kommt einer Sache auf die Spur, die viele Opfer fordern würde und seine Gegner sind skrupellos. Die Verbindungen zu dem WER und WARUM sind gut erläutert und es ist ein Wettlauf, dem man sich anschließt, um zu verhindern was verhindert werden muss.

Er hatte alles getan, was er konnte. Ab jetzt lag der Verlauf der Dinge nicht mehr in seinen Händen.
(S. 337)

Der mittlerweile 3. Band um diesen Ermittler ist ein erneutes Highlight in Sachen Spannung und guter Unterhaltung. Es geht in aller Herren Länder, die Verstrickungen sind immens und die Bedrohung, hinter der Winter her ist wird nicht nur größer, sondern immer realer. Furchteinflößende Überlegungen, wenn man bedenkt was da für eine Katastrophe entstehen würde. Da Tom Winter aber nicht aufgibt und immer wieder über sich hinaus wächst muss es doch gut ausgehen, oder? ODER?

Die Sprache im Buch ist kristallklar, alles auf den Punkt, kein Drumherum oder Heimlichtuereien. Der Autor treibt einen damit durch die Seiten und was an einem 05. Mai eher harmlos und ruhig beginnt, erfährt dann nach guten 400 Seiten seinen Höhepunkt an einem 26. Mai. Ein kurzer Zeitraum, in dem sich jede Menge abspielt.

Was ich jetzt noch loswerden muss – Achtung, das könnte spoilern, deshalb, wer es unbedingt lesen will, einfach das Kästchen mit dem Curser anklicken. Dahinter verbirgt sich ein Kinderreim und der sagt alles, aber auch wirklich alles aus.

I had a little bird,
its name was Enza.
I opened the window
And in-flu-enza.

Kinderreim von 1918
An der spanischen Grippe starben mehr als fünfundzwanzig Millionen Menschen.

So, selbst dran schuld – ich hatte Euch ja gewarnt :-)

Das Buch lässt sich übriges prima ohne Vorkenntnisse der 2 Vorbände lesen. Auch wenn man deswegen die tragische Geschichte um Tiger verpasst, und deswegen auch nicht erfährt warum man sich nie an einem Lebewesen, das er mag, vergreifen sollte.

Rezension verfasst von © Kerstin
★★★★

 – Weitere Eindrücke –
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Buchdetails
Titel: Die Spur des Geldes
Buchreihe: 3. Band
Autor: Peter Beck
Verlag: Emons  
— Rezensionsexemplar —
Tom Winter – Reihe
Band 1 ~ „Söldner des Geldes““
Band 2 ~ „Korrosion
Band 3 ~ „Die Spur des Geldes“

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Kerstin von Seehases Lesewelt
Gast

Huhu, ich habe die Rezi mal unter meiner auf meinem Blog verlinkt :-)

Liebe Grüße Kerstin

Anett
Gast

Liebe Kerstin,

ich habe deine Rezension dazu nur mal überflogen, denn auch bei mir liegt das Buch noch da, und ich möchte es bald lesen. Deswegen möchte ich noch nicht zu viel wissen :)
Leider habe ich die beiden vorigen Teile nicht gelesen und hoffe, dass mir dies keine Nachteile bringt.

Liebe Grüße Anett.