3 Geschichten – 3 Eindrücke | Megan Hunter – Andrew Michael Hurley – Matthias Oden

Diese Bücher stellt Euch Janna heute vor

Geliehene Bücher


NOVELLE
Vom Ende an
~ Megan Hunter ~

Eine Frau bekommt ihr erstes Kind, während eine Naturkatastrophe England heimsucht und die Städte verwüstet. Auf der Flucht verschwindet ihr Gefährte, aber neben Schrecken und Barbarei erlebt die Erzählerin auch das intime Glück einer Mutter-Kind-Liebe.
(Klappentext)

Sie, die Erzählerin.
R, ihr Partner.
Z, ihr Kind.
Die Katastrophe, schon vor der Tür.

Ein ganz eigener Erzählstil. Gegenwärtig aus der Ich-Perspektive der Protagonistin heraus. Eine, für mich, namenlose Frau. Um sie herum Menschen, deren Namen ebenso keine Bedeutung haben, aber ihre Bedeutung für die Frau mir auf jeder Seite schmerzvoll still entgegentritt.

Man sagt uns, wir sollen jede Panik vermeiden. Es gibt keine Anweisung, die bei Menschen so todsicher Panik auslöst.
(Seite 71)

Die aktuelle Angst. Vergangene Tage. Sehnsucht und Verlust. Prägnant schildert die Autorin Megan Hunter in ihrem eindringlichen Debüt das Innenleben der Protagonistin inmitten dieses Schreckensszenario.

Wenige Worte. Kleine Sätze. Kurze Abschnitte. Mit wenigen Worten wird die Katastrophe und dessen Konsequenz(en) skizziert. Ruhig. Genau solche Schilderungen von Ereignissen, Gedanken und Gefühlen liebe ich! Mich nahm die Novelle von Beginn an ein, überzeugte in dieser anderen Erzählung solch einer Geschichte.

Das Ende. Ein solches mit dem ich nicht gerechnet, dass ich nicht erwartet hatte. Ein Ende, welches mich in anderen Geschichten nicht überzeugt hätte. Ein einziger Satz, in dieser Novelle so passend und einnehmend.

Wertung: ★★★★★
1 Buch – 2 Meinungen: Kerstins Rezension
Buchdetails
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Titel: Vom Ende an
Buchreihe: Einzelband
Autorin:  Megan Hunter
Verlag: C. H. Beck

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ROMAN meets Sci-Fi
Junktown
~ Matthias Oden ~

Willkommen in Junktown, der Stadt der Zukunft! Hier ist Konsum erste Bürgerpflicht, Drogen werden vom Staat verabreicht, und Maschinen sorgen für den Wohlstand. Junktwon ist ein wahres Schlaraffenland – nur nicht für Inspektor Solomon Cain, der in die schmutzigen Abgründe der Stadt hinabsteigen muss, um einen Mörder zu finden. Denn in Junktown ist der Tod der ultimative Kick …
(Klappentext)

Wenn ein Buch mit einem Zitat aus „Fear an Loathing in Las Vegas beginnt, dann muss ich es doch lesen! Es beginnt sprachlich etwas derber, was mir im Hinblick auf die kommende Geschichte gefiel, passte. Laut eines anderen Lesers ist das Buch an „Punktown“ von Jeffrey Thomas die Vorlage, die Inspiration zu „Junktown“. Ein Buch nach dem ich direkt stöberte, doch leider gibt es dies nicht mehr im Festa-Verlag und anderweitig ist es nicht bezahlbar …

Man sollte sich darauf einstellen, dass es in diesem Roman um Science-Fiction geht, ein Genre welches ich immer mehr für mich entdecke. Aber genau auch die Kritik am Buch ist. Es wird eine Welt geschaffen die unserer gegensätzlich und dennoch ähnlich ist. Jedoch mit ganz anderen Lebensverhältnissen und Weltordnung. Ich musste mich in die Kürzel und diese Stadt hineinlesen – auch wenn alles erläutert und hinten nachschlagbar ist. Ich brauchte etwas um hineinzufinden. Davon jedoch abgesehen hat mich die Geschichte gepackt, denn es geht nicht um die Fiktion, den neuen Gesetzen. Es ist ein Extrem zu unserer Welt. Macht ist Macht. Augen und Ohren überall – der Slogan ‚Big Brother is watching you‘ bekommt nochmals eine ganz neue Bedeutung.

Wertung: ★★★★☆
1 Buch – 2 Meinungen: Kerstins Rezension

Buchdetails
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Titel: Junktown
Buchreihe: Einzelband
Autor: Matthias Oden
Verlag: Heyne (Random House)

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ROMAN
Loney
~ Andrew Michael Hurley ~

Zwei Brüder geraten an einem gottverlassenen Küstenort immer tiefer in eine rätselhafte, unheimliche Geschichte, in der sie selbst einander der einzige Halt sind.
(Auszug Klappentext)

Dieses Cover! Selten betone ich die (Außen)Gestaltung von Büchern, aber hier war ich direkt schockverliebt! Schwarz und Weiß, ein kleiner roter Tropfen.

Und dann der letzte Satz des ersten Kapitels. Dieser versprach eine Geschichte die düster ist, tief geht. Doch mich konnte dies nicht erreichen. Ich begann zu lesen, war neugierig auf das, was in den Seiten auf mich wartet.

Dann begann ich gewisse Abschnitte zu überlesen, blätterte vor. Und plötzlich war ich am Ende. Ein Ende das aufzeigt das sich in der Geschichte viel befand. Eine Tragödie? Geheimnisse! Für mich werden sie jedoch für immer verborgen bleiben …

Es lag nicht am Schreibstil, es lag an der Geschichte selbst. Ruhig – diese Form der Erzählung gefällt mir. Doch hier kamen religiöse Familienverhältnisse hinzu, die mir persönlich zu viel Raum einnahmen. Mir ist es einerlei welchen Glauben ein Mensch hat, solange dabei weder Tier noch Mensch zu Schaden kommt, aber es war mir einfach zu allumgreifend in diesem Buch. Und eben diese Abschnitte nahmen mir die Neugierde und Leselust …

Ich kenne Kerstins Rezension und die kommenden (oder vergangenen Ereignisse) scheinen ihren Ursprung darin zu haben. Ich kann mir sehr gut vorstellen das all dies eine Tragödie zutage fördert die erschreckend ist. Aber der Weg dahin konnte mich leider nicht einnehmen.

Wertung: ★★☆☆☆
1 Buch – 2 Meinungen: Kerstins Rezension
Buchdetails
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Titel: Loney

Buchreihe: Einzelband
Autor: Andrew Michael Hurley
Verlag: Ullstein


Wir lesen und hören viele Bücher & Hörbücher. Da wir nicht täglich eine Rezension schreiben möchten und können, haben wir uns entschlossen, zukünftig immer mal drei Geschichten mittels einer Kurzmeinung darzustellen.

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-Leselust Bücherblog-
Gast

Liebe Janna,
Diese Art der Rezension, drei kurze, prägnante Meinungen zu drei Büchern, finde ich echt gut. Gelesen habe ich bisher keins der Bücher, aber ich kenne dazu schon Kerstins Rezensionen. Finde es immer wieder spannend, wie unterschiedlich (oder auch ähnlich) die Eindrücke sein können. Das ist bei euerm Blog natürlich besonders reizvoll. :)
Für mich wäre glaube ich keins der Bücher was, obwohl ich ja eine zeitlang mit „Vom Ende an“ liebäugelt habe. Aber da bin ich im Moment einfach nicht in der richtigen Stimmung für.
Liebe Grüße, Julia

Christin
Gast

„Vom Ende an“ klingt gut, hatte ich bisher gar nichts von gehört!
*auf WuLi pack*

Moni2506
Gast

Hey Janna, Junktown ist das einzige Buch, dass ich auch gelesen habe. Bei mir ist es genau umgekehrt. Gerade der Science-Fiction-Teil hat mich am Anfang durchs Buch getragen. Insgesamt kam es bei mir etwas schlechter weg als bei dir. Deine Kurzrezension zu „Vom Ende an“ finde ich sehr spannend. Es reizt mich, das Buch zu lesen, aber ich weiß nicht genau, ob mir der Erzählstil liegt und ähnliches auslösen kann wie bei dir. Da werde ich wohl mal nach einer Leseprobe schauen müssen. Schade, dass Loney dich nicht für sich einnehmen konnte. Wenn man anfängt zu überblättern, ist das meist… Read more »

Anja aka Ana
Gast
Anja aka Ana

Hallo,

unfassbar spannend wie unterschiedlich Bücher ankommen.
Gerade wenn die Veiträge dann auch noch so schön vergleichbar werden wie hier.

Danke für Eure Eindrücke, Junktown steht dann hiermit fest als Must have.

LG Eure Anja und habt noch einen tollen Abend

Kerstin
KeJas-BlogBuch

Immer wieder spannend wie unterschiedlich wir doch lesen. COOPER fand ich superschön. „Vom Ende an“ viel zu flach. Nur bei Junktown sind wir und einig-so herrlich schräg und besonders :-*

Nicole
Gast

Von Junktown hatte ich auch schon den Klappentext gelesen und finde das klingt unglaublich spannend. Ist eine interessante Prämisse, bei der man schön gesellschaftskritische Töne mit einfließen lassen kann und wo man viele aktuelle Themen verarbeitet. Das steht deshalb auch auf meiner Wunschliste, schön zu hören, dass auch die Umsetzung gelungen ist.