„Was wir getan haben“ von Karen Perry [Kerstin]

Was wir getan haben

 

Erscheinungsdatum: 22.03.2016
AutorIn: Karen Perry
Verlag: Fischer-Scherz
ISBN: 978-3651025687
Flexibler Einband: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 14,99 €

 


2 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kerstin

04.04.2016

Unterhaltung ja, Spannung nein!

Kenia – flimmernde Hitze, trockener Staub und eine Horde spielender Kinder an einem Fluß. Kopfkino vom feinsten schon beim Prolog. 
Das war es dann aber auch, leider!

„Was wir getan haben“ von Autorenduo Karen Gillece und Paul Perry (= Karen Perry), erschienen im Fischer Verlag, hat mich so angesprochen. Ein tolles Cover, ein vielversprechender Klappentext, die Genrezuordnung ‚Krimi/Thriller‘ und ein Buchformat dass so richtig gut in der Hand liegt.

Aber erst einmal kurz zur Story: 
Die 2 Brüder Luke und Nick sowie die Freundin Katie leben in der Wahlheimat ihrer Eltern, Kenia, in sorgenloser Freiheit.
Aber ein Tag verändert alles. Hals über Kopf verlassen alle das Land ihrer Träume und kehren in die alte Heimat Irland zurück.
30 Jahre später scheint sie die Vergangenheit einzuholen.
Luke verschwindet spurlos und Katie bekommt seltsame Nachrichten.
Was ist damals nur geschehen? 

Das Setting im Buch mit Kenia und Irland war durchaus ansprechend, dieses Geheimnis um die 3 Kinder Nick, Luke und Katie hat mich auch angesprochen, aber die erwachsenen Protagonisten fand ich stellenweise sehr nervig.Diese Geheimnis, was damals geschehen ist, ist allgegenwärtig im Buch. Man kann es ahnen, sich vorstellen, eventuell verdächtigen und das gefiel mir auch. 

Irgendetwas tragisches, etwas über das sie nie sprechen durften – „erzähl es niemandem“ – schwebt wie ein Damoklesschwert über den Dreien und dem Buch.
30 Jahre haben die Kinder von damals ihre Erinnerungen für sich behalten und doch weiß irgendjemand Bescheid. 
Rache? Wofür? 
Vergeltung? Warum? 
Gefahr? Für wen?
Das hatte was und selbst die Auflösung fand ich genial.
Aber, die Geschichte ergeht sich in ständigen Wiederholungen. 
Katie leidet, Nick leidet und Luke leidet. 
Dazwischen noch ein paar andere Angehörige die ja von nichts wissen und doch spüren das da etwas ist. 
Ganz furchtbar fand ich die Darstellung der Mutter Sally, die damals mit am Fluß war. Sally hier und Sally da, eine Überfrau, eine Übermutter und doch hat genau sie mit einem einzigen Satz, einer einzigen Lüge etwas in Gang gebracht dessen Konsequenzen ihr völlig egal waren, Hauptsache sie rettete ihre Haut.
Genau dieser Bereich ist so untergegangen und hätte mich überzeugen können, wenn da viel mehr gekommen wäre.
Auch hätte ich mir viel mehr an Tiefgang gewünscht. Wie auch bei den Emotionen aller Beteiligten. Es war ja fast schon fade und die zigfach Wiederholung das Katies Hals sich wie mit einem Gürtel zugezogen fühlt, machte es auch nicht besser.
Ich konnte dem Buch nicht wirklich viel abgewinnen, es fehlte definitiv auch an Spannung. Sämtliche Ereignisse waren in einer Art abgehandelt die bei mir keinerlei Gefühl auslösten.
Selbst die Schilderung dieses Geheimnisses (da lag ich gar nicht so falsch) wurde, trotz der Tragik die dahinter steckt, irgendwie übergangen. Hier wurden wieder nur die 3 Kinder in den Mittelpunkt gestellt. Aber da war jemand viel, viel wichtigeres.
Absolut verschenktes Potential, denn der Schreibstil ist recht gut. Vielleicht sind es die Ich-Formen von Katie und Nick, mit denen im Wechsel erzählt wird, die mir wie ein Dauerjammern vorkamen und damit eine Nichtigkeit nach der anderen hervorrufen.
Schade, für mich einfach nur eine seichte Unterhaltungslektüre.
Mir hat der Anspruch gefehlt, deshalb vergebe ich 2 von 5 Sternen.
1 Buch – 2 Meinungen | Jannas Rezension zu dem Buch

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