* Von Protagonisten und Antagonisten *

 

protagonisten~antagonisten

 

Was wären wir ohne sie, nein, besser gesagt, was wären die Bücher ohne sie? All die Frauen, Männer und Kinder. Die Elfen, Feen, Fabelwesen. Die Dämonen und Vampire?

Durch sie bekommt jede Geschichte ihr Leben eingehaucht, die ‚gute‘ Seele wenn man so will, auch wenn es mal die Bösen sind – die Protagonisten und die Antagonisten.

Wenn ich lese, dann sehr intensiv und immer auf der Suche nach den besonderen Typen, schräg und abgedreht, manche liebenswürdig, andere voll daneben. Es gibt viele die ich mir im Laufe der Jahre erlesen habe und einige die auf mich wirklich Eindruck schindeten. Oftmals frage ich mich wo um alles in der Welt haben die AutorInnen sich diesen Menschen, diesen Charakter abgeguckt?

Was ich persönlich nicht brauche sind diese Übermenschen, taff in allem was sie tun, fehlerfrei, gutaussehend, immer auf der Gewinnerseite. Deshalb ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich so manchen Protagonisten mag, obwohl er/sie so typisch untypisch sind. Da darf dann auch gerne mal über die Strenge geschlagen werden. Solange es „nur“ fiktiv ist, kann ich vieles verzeihen.

Manchmal frage ich mich auch, wer ist denn nun der Protagonist und wer sein Gegenspieler, also der Antagonist? Denn meistens ist eine der Hauptpersonen gleich beides auf einmal, da er/sie sich selbst im Wege steht und so für dieses emotionale Chaos sorgt, dass sie bei mir auslösen. Hin- und hergerissen bin ich dann, ganz oft und immer wieder total ergriffen wenn es diesen Besonderen nicht so gut ergeht.

Zu meinen Favoriten zählen unter anderem:
Harry Hole (Jo Nesbø) ~ ein Ermittler mit einem Alkoholproblem, den ich durch alle Bände begleitet habe und immer noch auf eine Fortsetzung warte.

Gunnar Barbarotti (Hakan Nesser) ~ schwedischer Inspektor mit italienischen Wurzeln, dessen komplette Familiengeschichte sich durch alle Bände zog und bei dem mich besonders die Zwiegespräche mit Gott faszinierten. Ein Denker durch und durch.

Jean Baptiste Adamsberg (Fred Vargas) ~ Pariser Kommissar, etwas verspeilt, scheinbar aber nur. Er handelt eher intuitiv und seinen Wortwitz find ich großartig.

Jetzt seid Ihr dran 🙂Habt Ihr einen Protagonisten der bei Euch hängengeblieben ist?

Mögt Ihr lieber die Allerweltstypen oder solche die im realen Leben bei Euch nur ein Kopfschütteln auslösen würden?

Ich bin gespannt, richtig gespannt und freue mich auf Eure Antworten 🙂

27 Kommentare

  1. Mir sind ja Peter Grant und Thomas Nightingale aus „Die Flüsse von London“ besonders ans Herz gewachsen. Peter ist der Ich-Erzähler und unglaublich leicht ablenkbar. Was manchmal lustig ist und manchmal tatsächlich sogar ihren Fall voran bringt! Naja und Chief Inspector Thomas Nightingale ist eine Klasse für sich, unglaublich stark und unabhängig, aber irgendwie eben auch nach 5 Büchern noch seeehr geheimnisvoll.

    Ich mag auch lieber Personen (seien es jetzt Protagonisten oder Antagonisten) die etwas aus dem Schema rausfallen.

    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Hallo Lena, danke für Deinen Beitrag. Diese 2 Protagonisten sind mir ja ganz unbekannt, obwohl ich die Cover von „Die Flüsse von London“ irgendwie gerade vor mir sehe. Als sehr einprägsam habe ich die im Gedächtnis – vielleicht dann doch mal lesenswert für mich. Geheimnsivolle Protagonisten haben nämlich was.
      Liebe Grüße
      Kasin

  2. Hallo und Guten Morgen :-),

    so, nun habe ich es endlich geschafft den Artikel zu lesen, nachdem er schon Stunden offen ist in einem zweiten Tab. 😉
    Einen Lieblingsprotagonisten habe ich nicht wirklich, denn es sind ein paar die ich wirklich toll finde. Zum Bsp. in den Büchern von Christoph Marzi „Lycidas“, „Lilith“ und „Lumen“. Im neuen Buch „London“ geht es ja wieder in die Uralte Metropole und ich bin schon gespannt, wen ich alles wiedertreffen werde.
    Ansonsten bin ich eher für die schrägen und nicht in die Norm passenden Typen/Charaktere weil sie einfach noch gegen den Strom schwimmen. Ganz wie im wahren Leben. Schlafmützen gibt es doch schon genug und viel zu wenige die ihr Potential sinnvoll nutzen.
    Wie Ihr ja wisst, lese ich eher Fantasy, Jugend- und Kinderbücher, deshalb kann ich gerade nur mit Herrn Freisal als KHK dienen aus dem Krimibereich ;-). Eine schräge Nudel mit gutem Humor!;-)
    Ich mag Personen mit Charakter auch wenn sie damit mal anecken. Hauptsache nicht so weichgespült!

    Liebe Grüße
    Amelie Summ 🙂

    1. Oh ja, den hab ich ja fast vergessen *schäm* der gute Hajo Freisal, das Berliner Urgestein mit der frechen aber liebenswerten Klappe mag ich auch sehr gerne 🙂

  3. Also ich bin kein Skandinavien Fan so wie du habe da bisher keine gute Erfahrung gemacht. Ich lese sehr vielschichtig, aber Krimis und Thriller liebe ich von:

    Karin Slaugther,Mo Hayder, Inge Löhning… aber auch gern andere.

    Aber der Angstmann den du z.Zt. liest gefile mir auch super gut, gerade der Wechsel von Krimi und Historie fand ich dort klasse.

  4. Hallo Kasin 🙂

    Ich mag auch lieber die Hauptprotagonisten mit Ecken und Kanten. Harry Hole ist einer davon! Deine beiden anderen Favoriten kenne ich noch nicht! Trotz ihrer Eigenheiten sollten sie mir auf jeden Fall sympathisch sein.
    Eine Auswahl ist gar nicht so einfach 😉
    Serien, bei denen ich immer wieder zugreife sind

    Karin Slaughter – Sara Linton
    Patricia Cornwell – Kay Scarpetta
    Tess Gerritsen – Rizzoli&Isles
    Kathy Reichs – Tempe Brennan
    Linda Castillo – Kate Burkholder

    Mittlerweile sind aber auch viele Neue dazu gekommen, wie beispielsweise

    Inca Vogt – Toni Amato
    Chris Carter – Robert Hunter und Carlos Garcia
    Andreas Suchanek – Ein MORDs-Team

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Eva (clary999)

    1. Sympathisch müssen sie mir auch immer sein.
      Ah ja, Tempe Brennan, lange nichts mehr über sie gelesen, aber die ersten Bücher fand ich auch klasse – die Frauen kommen eh zu kurz 😉

  5. Maarten S. Snijder aus den Thrillern von Andreas Gruber!Kennt ihr den ?Der ist so schräg, sarkastisch und immer hart an der Grenze des guten Geschmacks , dass er polarisiert. Und ich mag Figuren weit weg von 08/15!

    1. Ich sehe wir haben den selben Geschmack. Übrigens, hier in Wien gibt es ein Teegeschäft welches einen Sneijder-Vanilletee verkauft. Quasi eine Hommage an den Autor

      Ich mag auch eher die untypischen Charaktere mit viel Ecken und Kanten mit Hang zum Unkonventionellem. Vielleicht mag ich daher wohl eher deutsche und britische Krimis und Thriller und weniger die amerikanischen, die mich immer eher an alleskönnende Cowboys erinnern die sowas von fesch sind dass die Frauen sich nach ihnen verzehren *kotz*. Das selbe gilt natürlich auch für weibliche Protagonisten die wimperklimpernd durch die Gegend stöckeln.
      Davon ausgenommen sind Gerritsen, castellino und mcfaden.

      1. Wie genial ist das denn. Den musst du mir mal besorgen; -)
        In Sachen amerikanische Protas stimmt ich Dir voll zu. Zu glatt, zu gut in allem und immer diese Liebesszenen, nenene 🙂

        1. Eigentlich meinte ich Chris Carter. Aber irgendwo wurde gerade der neue McFadyen so gelobt und der Name hat sich irgendwie in mein Hirn gebrannt ☺️
          Ich habe noch nie einen McFadyen gelesen…immer noch nicht *mich versteck*

      1. An der Klatsche ist gut, aber lass ihn das bloß nicht hören, der hat nicht nur Haare auf den Zähnen sondern gleich einen ganzen Bart 🙂

    2. Kürzlich erst Todesfrist gelesen und Maarten S!!!! Snijder sofort in mein Herz geschlossen.
      Herrlich!
      Aber in echt würd ich ihm wahrscheinloch an die Gurgel springen

  6. Ganz klar: Je schräger, je mehr Anti-Charakter umso besser!! Da ich meistens Thriller oder psychologische Bücher lese, gibt es natürlich einige Protagonisten, entfernt von Mainstream und dem Aalglattem Image. Es ist kein Muss, aber wenn ein Protagonist absolut skurril ist, ist dieser mir umso sympathischer!
    Eine Bella („Romeo & Romy), welche sich von jedem einzelnen Möbelstück verabschiedet oder ihm guten Morgen sagt. Oder Dante Torre [In der Finsternis] ~ humorvoll & völlig verstört! Nicht zu vergessen Charlie Asher [Ein todsicherer Job], ein verwitweter Vater zwischen zwei Welten und mehr als humorvollen Anekdoten!

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