Rezension

„Totes Land 3 – Der Bunker“

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Erscheinungsdatum: 16.04.2015
AutorIn: Mario H. Steinmetz
Verlag: Mantikore

ISBN: 978-3939212843
Taschenbuch: 500 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 14,95 €

 


5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kasin
10.11.2015

Das Ende ist erst der Anfang

Weiter geht es mit den wenigen Überlebenden, festsitzend in einem Penthouse, umlagert von den monströsen Gestalten. Es gibt nur eine Chance der unerträglichen Situation zu entkommen. Wer fällt ist verloren!

„Totes Land 3 – der Bunker“ von Autor Mario H. Steinmetz, erschienen im Mantikore Verlag, ist mit seinen 468 Seiten der gelungene Abschluss der Triologie um Markus und seine Verbündeten. 

Nach den Bänden 1 „Ausnahmezustand“ und 2 „Die Zuflucht“ hat mich der Autor erneut in diese grausame Welt entführt.
Ob das Überleben der wenigen menschlichen Menschen eher Segen oder Fluch ist? 
Warum Markus unbedingt in diese Bunkeranlage will?
Wer ihn dabei begleitet und wer ihn dabei verlässt?
Welche Schrecken auf die Männer und Frauen wartet?
Was ein Pferd im Nebel bringt?
Warum es so wichtig ist Augen und Ohren offen zu halten?
LESEN! 

Diesen Band fand ich in Sachen Schreibstil und Ausarbeitung der Charaktere sehr gelungen.
Es geht nicht mehr nur um die grausamen und blutigen Details, wobei diese natürlich alles andere als zu kurz kommen. 
Hier wurde viel mehr aus einer unkoordinierten Truppe eine Gemeinschaft die alles daran setzt den Weg in die Bunkeranlage zu überstehen und dabei so wenig Verluste wie möglich zu machen.
Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, das Miteinander, das Füreinander, all dies war sehr gut dargestellt und beschrieben.
Während die wandelnden Toten als bösartige, stinkende und furchtbar entstellte Gestalten umherwandeln und einer nicht greifbaren Macht folgen, kämpft sich die Truppe nun mit Hilfe militärisch Erfahrener durch ein Land des Grauens.

„Bis zum Ende und darüber hinaus“, das Zitat aus dem Buch trifft es genau.
Die Welt steht nicht nur am Abgrund, sie ist schon einen Schritt weiter. Und doch kämpfen ein paar Wenige für ihr eigenes Wohlergehen, aber auch für das aller anderen noch Verbliebenen.

Mir gefielen die kurzen Kapitel und besonders die dazugehörenden Überschriften. 
Es war jedes Mal ein kurzes Vorbereiten auf das was kommt.
Als Beispiele, „Sodom und Gomorra“ hat mich schockiert. „Gerhard geht nach Hause“ dagegen sehr berührt.

Die Szenerien wurden sehr bildlich dargestellt. Gebäude, Straßen, Landschaften. Selbst der Regen war spürbar. Ebenso die Gefühlslagen der Protagonisten. Da war nicht nur Verzweiflung und Angst, sondern auch Hoffnung und Mut.

Zwar hatte man in den Bänden 1 und 2 schon ein vielfaches an Informationen bezüglich des Ausbruchs der Seuche, der einzelnen Protas und doch gab es hier wieder einiges Neues. Besonders die militärischen Besonderheiten fand ich gut dargestellt, kein übertriebenes Gehabe auch wenn es viele Schießereien und Explosionen gab. Da war viel neuer Input, sehr interessant stellenweise wie zum Beispiel die Funktionen von Befehlsgewalt und was passiert wenn die Kette unterbrochen wird.

Kann es in solch einem Buch ein Happy End geben? Ich sag’s ja, lesen!
1 Stern für den Plot, 1 Stern für Darstellung der Protas, 1 Stern für das Grauen und gruseln, 1 Stern für die Menschlichkeit, 1 Stern für Cover und die Kapitelüberschriften.
Somit, 5 von 5 Sternen.

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