„Tödliche Gaben“ | Mehrere Autoren ~ Wunderlich-Verlag

tödliche gaben

Erscheinungsdatum: 18.09.2009
AutorIn: Verschiedene
Verlag : Wunderlich
ISBN: 978-3805208833
 Fester Einband: 220 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 8,99 € (Taschenbuch)

 


2 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
15.01.2016

Tödliches Lesen …

… und dies leider im negativen Sinne gemeint!

Es handelt sich hierbei um 11 Kurzgeschichten von jeweils 11 verschiedenen & bekannten Krimi- und Thriller-Autoren. Und was genau hat gefehlt? Die Spannung, das Element, welches all diese Schriftsteller verinnerlicht haben müssten. Dem ist leider überhaupt nicht so! Weder die Protagonisten sprachen mich an, noch hatte ich Spannungselemente & das bei solch guten Autoren!

Mir ist die Schwierigkeit & Herausforderung einer Kurzgeschichte innerhalb dieses Genres mehr als bewusst, aber(!) wenn bspw. ein Beckett eben eine solche schreibt, ist meine Erwartung ganz automatisch hoch – vor allem da ich seine Bücher kenne & liebe! Da es sich hier um erfahrene Autoren handelt, gehe ich mal davon aus, das sie wissen was einen Krimi oder Thriller ausmacht und was dabei innerhalb einer Kurzgeschichte verloren geht. Warum also lassen sie nicht die Finger davon? Der ein oder andere Autor hätte damit besser getan!

Vor allem jedoch fehlte mit das Genre beim Lesen! Ein klein wenig Neugierde auf andere Bände wurde geweckt, die ein oder andere Geschichte hat durch ihren Schreibstil überzeugt – von Spannung fehlte mir aber alles!! Und nun habe ich noch Band zwei „Tatort Tannenbaum“ im Regal stehen – dieser wird bis Dezember warten, vielleicht habe ich bis dahin diese Enttäuschung verdrängt 😉

Aber innerhalb dieses Buches sind auch einige wenige tolle Kurzgeschichten enthalten, diese sind jedoch stark in der Unterzahl, woraufhin ich nicht mehr als 2 Sterne für das Gesamtwerk geben kann & will! 
Im folgenden möchte ich auf meine schlussendliche Sternenvergabe kommen:

1. Simon Beckett „Schneefall“ – 1 von 5 Sternen
Zurück im Hochmoor – ein Fund zweier Leichen, ein Dr. Hunter der nichts tun kann. Enttäuschend!
Band 1 des Protagonisten: „Die Chemie des Todes“

2. Oliver Bottini „Die Rückkehr des Mörders“ – 1 von 5 Sternen
Ein Polizist, ein Verbrecher der nach mehr als einem Jahrzehnt entlassen wird & zurückkehrt.  Viel zu schnell werden Mutmaßungen gestellt & gehandelt – das Ende etwas verwirrend.
Klingt nach einer vorangegangenen Geschichte, habe jedoch keine Bände zum Protagonisten finden können.

3. Chris Mooney „Verfluchte Liebe“ – 2 von 5 Sternen
Hat mich zwar nicht überzeugen können, dafür wurde aber Neugierde bezügliche des eigentlichen Buches zu diesem Verbrechen geweckt.
Band 1 der Protagonisten: „Victim“

4. Friedrich Ani „Wo es dem Verbrecher schmeckt“ – 4 von 5 Sternen
Zwei Ehepaare, zwei Geheimnisse, ein bitterböser Plan!

5. Linwood Barclay „Wichteltod“ – 3,5 von 5 Sternen
Amüsantes, kurzweiliges Lesevergnügen – vom Schreibstil jedoch nicht völlig überzeugend.
Es heißt es sei eine Zack-Walker-Geschichte, habe jedoch nichts weiter dazu im Internet gefunden.

6. Leena Lehtolainen „Die Weihnachtssterne“ – 1 von 5 Sternen
Wohl am ehesten ein Krimi, konnte mich jedoch überhaupt nicht überzeugen. Zu schnell stand die Täterin fest, ohne dem Leser zu vermitteln woher der Verdacht kommt.
Band 1 der Protagonisten: „Alle singen im Chor“

7. Felicitas Mayall „Euer Wille geschehe“ – 1 von 5 Sternen
Ein Pater (Pfarrer) mit düsteren Gedanken – die Erwartung von eben diesen eine völlig andere, als der Verlauf der Geschichte.

8. Jay Bonansinga „Der wahre Grund der Great Depression“ – 5 von 5 Sternen
Hat mich einfach begeistert – der Schreibstil, die Geschichte & passend zu Weihnachten! Mehr davon!!

9. Veit Heinichen „Der Baum“ – 1 von 5 Sternen
Selten etwas so schlechtes gelesen – über einen geklauten Baum & was mit eben diesem nach der Entsorgung geschah.
Band 1 des Protagonisten: „Gib jedem seinen eigenen Tod“

10. Kate Pepper „Mit einem Schlag“ – 2 von 5 Sternen
Heimliche Liebe, berufliches Geheimnis – eine sterbenskranke Frau die ein letztes Mal versucht, ihren Chef zu verführen.

11. Sebastian Fitzek „Allein“ – 1 von 5 Sternen
Das Ende ein typischer Fitzek, jedoch ohne Spannung! Als Fitzek-Leser auch vorhersehbar.

Habt keine Scheu einen Kommentar zu hinterlassen, wir freuen uns über jeden einzelnen!

%d Bloggern gefällt das: