„Tinte in Wasser“ von Bella Bender


Inhalt laut Klappentext

Sie lügen, sinnen auf Rache, sind nostalgisch oder ängstlich: Was sie verbindet, ist das Gefühl, sich selbst zu verlieren. „Tinte in Wasser“ porträtiert in fünf Erzählungen Hoffnung, Wahnsinn, sowie das menschliche Scheitern und hält die Suche seiner Protagonisten nach der eigenen Identität zwischen vielen Zerrbildern und Täuschungen fest.“

Ein Geheimnis zu ertragen, war schwer, war es leichter, es zu teilen? (S. 118)

Gibt man Tinte in Wasser, enstehen immer wieder neue Formen und Muster. Selbst wenn man es immer und immer wiederholt, wird man nie das gleiche Ergebnis bekommen. Vielfältigkeit – wie das Leben und Erleben der Menschen. Ein Auf und Ab, in unzähligen Windungen. Mal zart und kaum wahrnehmbar bis zu zäh und schwer in einer scheinbaren Schwerelosigkeit.

Mit „Tinte in Wasser“ hat Bella Bender Lebenserfahrungen gegossen, fünf an der Zahl. Alle unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Sie haben es schwer oder sie machen es sich so. Männer und Frauen. Frisch ver- oder entliebt, seit Ewigkeiten zusammen und dann wieder doch nicht.

Na los, drehe deine Runden, ich warte. Ich warte, bis du durchdrehst. (S. 62)

Das Buch ist eher ein Büchlein. 140 Seiten, darinnen die fünf Geschichten. Jede an sich abgeschlossen und doch mit einem furchtbar offenen Ende, in das man noch so viel interpretieren kann. Jede einzelne ist zum genießen gedacht und nicht zum schnell weglesen. Auch wenn es keine aufheiternde Erzählungen sind. Besonders „Es geht mir gut“ hat mich sehr traurig  zurückgelassen.

Es war so belastend, etwas, aber nicht alles zu wissen (S. 94)

Dennoch habe ich es genossen. Als Gute Nacht Geschichten, für die Zwischendurchunterhaltung oder zur Unterbrechung der Langeweile. Es kommt selten vor, aber ich habe es sogar mehrmals gelesen. Die Geschichten um den Künstler, den einsamen Mann oder das junge Pärchen haben mich doch gepackt.

Schon alleine das Cover finde ich so wunderschön. Die Erzählungen sind einfach gelungen verpackt und besonders die angenehme Schriftgröße hat viel zum Lesevergnügen beigetragen.

Wunderbar zum Abtauchen geeignet. Vielleicht findet man sich hier und da sogar ein bisschen wieder.  In der Angst vor der Einsamkeit oder bei der Übermacht der Selbstzweifel. Es ist schon ein kleines bisschen deprimierend, deshalb empfehle ich ein Lesen bei und mit guter Laune, es könnte sonst etwas runterziehen.

Rezension verfasst von © Kerstin
★★★★☆

Buchdetails
Titel: Tinte in Wasser 
Buchreihe: Einzelband
Autorin: Bella Bender 
Verlag: Books on Demant [Selfpublisher]
ISBN: 978-3744820585[Paperback, 140Seiten, 7,00 € ]
— Rezensionsexemplar —

7 Kommentare

  1. Danke für Deine schöne Rezension.
    Das hört sich nach einem interessanten Buch an.
    Liebe Grüße und eine wundervolle Restwoche für Dich.

  2. Liebe Kerstin,
    das klingt spannend. Ein schönes Büchlein für zwischendurch. Und die Experimente mit der Tinte sind dir wirklich gelungen. Das sieht toll aus. Und hat mich daran erinnert, wie ich früher meinen Füller oft sauber gemacht habe und die Feder in ein Wasserglas gelegt habe. Da kamen dann auch solche Schwaden zustande.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend.

    Liebe Grüße
    Tamara

    1. Hey Tamara,
      das hat echt Spaß gemacht, beides das Buch und die Experimente, hat mich auch an frühere Zeiten erinnert.
      Hast Du auch immer die kleinen weißen Kügelchen gesammelt die in den Patronen waren 🙂
      Liebe Grüße
      Kerstin

      1. Hallo Kerstin,
        ja, diese Kügelchen in den Pelikan Patronen habe ich immer gesammelt. Aber irgendwann hatte ich dann nur noch einen Lamy Füller. Da gibt es diese Kügelchen ja nicht mehr. Aber habe beim letzten Umzug noch ein ganzes Fässchen Kügelchen weggeworfen. *lach* Was man so alles hortet.

        Liebe Grüße
        Tamara

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