Rant ~ oder: Der Ton macht die Musik!

Eigentlich haben wir ja schon ein Händchen für gute Bücher. Aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass man mal total daneben greift. So hatte sich Kerstin zum Beispiel furchtbar über „The Chemist“ geärgert und Janna war auch nicht ganz angetan von „Lila ist der Duft der Wahrheit“ – um mal zwei unserer aktuellsten Buchbesprechungen zu nennen. Eines der Bücher konnte die Erwartungen nicht erfüllen und beim Anderen war es ein absoluter Fehlgriff aufgrund des Genres.
Wir machen uns bei jeder Buchbewertung, egal wie viele Sterne, so unsere Gedanken zu den geschriebenen Worten.
Nun jedoch sind wir Teil der Twitter-Aktion #bbfliest (Trinity, Band 1) & es kristallisiert sich bereits mehr als stark heraus, dass die Rezension ein ‚Rant‘ wird! Und ja, dies ist kein Buch zu dem wir ohne unsere Gruppe der Buchverrückten gegriffen hätten, aber was, wenn man sich wirklich sehr auf das Buch gefreut hat?! Augen auf beim Bücherkauf oder Obacht beim rezensieren ! ?

Doch wie soll das gehen? Mit den Büchern ist es wohl wie mit der Kunst – was die einen lieben wird von anderen mit Verachtung gestraft. Alles liegt im Auge des Betrachters und somit ist eben auch alles (Lesbare) auf Gedeih und Verderb der Leserschaft ausgeliefert‘. Allerdings begnügen wir uns bei Kunstwerken damit, diese eben nicht in unseren Räumen aufzuhängen oder zu stellen. Wer z.B. keinen Miró oder Picasso mag, wird keine Kunstbücher oder Gemälde dieser Künstler in der Wohnung haben.

Da ist es bei den Büchern schon anders! Ein Krimi-Liebhaber wird immer wieder auf Krimis zurückgreifen. Beeinflusst durch Cover oder Klappentext aber durchaus auch einmal einen Fehlkauf landen, da die Story im Buch ja so gar nicht seins oder ihres war. Was dann? Stillschweigend weglegen und nie wieder darüber nachdenken unnötige Lesezeit verschwendet zu haben? Den Autoren oder die Autorin in Zukunft meiden, oder gar nie wieder etwas von dem Verlag kaufen? Ja ok, letzteres ist vielleicht ein wenig drastisch dargestellt, aber in jedem Rant und in jeder Lobeshymne geht es doch auch immer wieder ein bisschen um Überspitzung. Ein Mittel, dass die Enttäuschung oder Begeisterung  unterstützen soll. Können wir damit umgehen wenn uns ein Buch so fuchst und wurmt, dass wir schon während dem Lesen aus der Haut fahren oder irgendjemanden das Buch um die Ohren hauen wollen? Und, können wir stillschweigend alles vergessen was wir da gelesen haben und werden nie mehr, nie, nie, niemals wieder über dieses, eine so furchtbare Buch ein Wort verlieren?

Mitnichten, denn dann wäre diese Lesezeit wirklich so etwas von verschwendet gewesen und alle die nach uns lesen und von diesen seltsamen 5 Sterne Rezensionen bestehend aus 2 Sätzen fehlgeleitet, werden dann vielleicht keine Lesezeit verschwenden. Außerdem gibt es viel zu viele Plattformen die nur danach schreien endlich mal wieder so einen richtig ‚fiesen‘ Verriss zu bekommen. Tja und genau hier fangen wir mal an nachzudenken und zu grübeln. Ein grottenschlechtes Buch – dürfen wir das ‚verreißen‘? Ja oder Nein?

Ja! Wenn aus dem E ein B wird! Denn da sind natürlich ganz trocken gesagt die Rahmenbedingungen die stimmig sein müssen. Logik- & Rechtschreibfehler sind unverzeihlich, wenn diese sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Wenn aus der Protagonisten Mathilda plötzlich Madita wird. Oder aber wenn die Handlungen für den Leser nicht mehr nachvollziehbar sind, sich die Geschichte in sich selbst verliert.

Nein? Moment mal! Wann ist ein Buch denn schlecht? Weil bspw. viel zu früh zu erkennen war, wer denn nun wen ermordet hat? Wenn fadenscheinige Ergebnisse eingebaut werden, um das Buch zu einem nachvollziehbaren Ende zu bringen? Und dann auch noch eine integrierte Liebesgeschichte – ‚Oh my goodness‘ – das geht ja gar nicht?! Manchen hat es vielleicht richtig gut gefallen und nur mir hat etwas gefehlt?!

Da sind sie wieder, die Geschmäcker und damit alle Möglichkeiten. Blutig und detailliert oder psychologisch und ruhig? Vielleicht mit Protagonisten die so übertrieben dargestellt sind dass man sich fragt,wo die AutorInnen sich diese Personen abgeschaut haben?! Oder solche, die so herzzerreißend lieb und gut sind, dass man sie sofort mit nach Hause nehmen würden?
Eben, über den Geschmack lässt sich nun mal bekanntlich streiten, oder eben nicht. Ob das Buch nun ‚gehypt‘ wurde oder völlig unbekannt ist, bedingt durch Genre, Cover, Klappentext und vielleicht die ein oder andere Buchmeinung, entsteht eine Erwartung an dieses eine Buch. Wie diese nun aussehen mögen ist völlig irrelevant und eben individuell ~ die einen legen auf eine klare Skizzierung der Geschichte und Charaktere wert, die anderen mögen das leicht Angedeutete und die offen gebliebenen Fragen.
So oder so, wenn die Erwartungen an das Buch nicht erfüllt werden können, ist der Leser enttäuscht und dann ist ein Verriss oder sogenannter ‚Rant‘ nicht weit entfernt!

Der Verriss ~ Alptraum aller AutorInnen und Verlage? Oder Bumerang für den Rezensenten? Alles ist möglich und nichts ist unmöglich. Von wunderbar (stellenweise sogar richtig lustigen) gestalteten Rant-Rezensionen, die sich Zeile für Zeile über ein Buch auslassen, bis hin zu einem kurzem Statement wie „das Schlechteste was ich je gelesen habe“ oder „absoluter Schund“ in 2 kurzen Sätzen, gibt es so ziemlich alles. Jeder liest und rezensiert anders, wie aber kann man seinem Frust Luft verschaffen? Immer schön sachlich bleiben? Einfach wild drauf losschimpfen? Aber wenn ich meinem Frust absolute Freiheit lasse, kann dann überhaupt ein Rant geschrieben werden? Eine Schimpftirade ohne dem Autor und seinen Lesern respektlos entgegenzutreten?

Der Ton macht die Musik! Letztendlich ist es genau das – kommen wir mit einer aussagekräftigen Rezension daher, warum dieses oder jenes Buch uns nun so gar nicht gefiel oder werden wir beleidigend und damit niveaulos? Wir sind uns sicher, der größte Teil aller LeserInnen und BloggerInnen würde sich niemals dazu herablassen,  herablassend zu werten und zu urteilen. Sachlich aber ehrlich – kommt immer besser und wenn dann noch so ein klitzekleines bisschen Humor mit einfließt, liest es sich einfach genial gut!

„Ein echter Verriss kennt keine Toleranz und erlaubt auch keine Langeweile. Er unterhält sich selbst beim Vernichten. Und uns dazu.“
[Marc Reichwein, in: Welt Online, 30.07.2011]

Wir sind (noch?!) keine Künstler im ‚ranten‘, lassen es uns aber nicht nehmen, über ein enttäuschtes Buch zu rezensieren! Wir lesen, weil wir Spaß daran haben, uns weiterbilden, informieren und/oder einfach nur dem Alltag entfliehen wollen. Dann dürfen wir auch sagen, wenn uns etwas nicht passt und warum – denn genau das machen wir ja auch im realen Leben.

Verzichtet Ihr gänzlich auf eine öffentliche Meinung? Bleibt ihr bei der Kritik ausschließlich sachlich? Oder seid Ihr gar Rant-Könige?

EDIT: 09. Februar 2017
Aus einer verrückten Laune heraus, waren wir mitten drin bei der Twitter-Aktion #bbfliest. Wenn ein Buch so gar nicht zusagt, dann ist manchmal nur ein Abbruch möglich! Bei „Trinity“ (Band 1) jedoch haben wir wirklich bis zur letzten Seite gelesen ~ Ein Buch das uns (fast) sprachlos machte!
Hier gelangt ihr zu unseren ersten Rezensionen die wir selbst als Rant bezeichnen würden:
KerstinJanna

48 Kommentare

  1. Ich schreibe eigentlich keine Verrisse, lese aber gerne welche.
    Irgendwie lese ich auch selten Bücher, die ich ganz schlecht finde.
    Vielleicht sollte ich bei der nächsten Niete auch mal einen Rant schreiben, aber darin begründen warum das Bauch MIR nicht gefallen hat.

    1. Ja, so ähnlich geht es uns auch 😉
      Mal ein Buch was nicht so gut wegkommt haben wir schon rezensiert, aber abgesehen von „Trinity“ würden wir diese nicht gezielt als ‚Rant‘ bezeichnen & wir greifen einfach auch selten daneben!
      Sollte mal ein Rant von dir kommen, bitte Bescheid geben ~ ich komm dann sehr gern zum lesen vorbei!

      Hab einen feinen Samstag!

  2. Hallo ihr Beiden,

    ein wirklich toller Artikel! Ich bin auch der Meinung „Der Ton macht die Musik“ deshalb mag ich ehrlich gesagt faire und sachliche Rezensionen lieber als totale Verisse. Ich selbst richte mich danach und versuche klar zu schildern was mir nicht gefallen hat.

    Gott sei Dank habe ich noch nicht so oft zu wirklich schlechten Büchern gegriffen, wenn dann finde ich, hat man das Recht seine Meinung dazu zu äußern!

    Liebe Grüße
    Bella

    1. Huhu Bella!
      Ja, wir haben auch ein relativ gutes Händchen bei Büchern! Wir fragen ja auch nur grundlegend Bücher an, die uns wirklich ansprechen und lehnen Bücher ab, die so gar nicht in unsere Leserichtung gehen.
      Natürlich ist dennoch ab & wann ein Buch darunter, das einen eher enttäuscht zurück lässt, was eben dazu gehört. Aber eben wie du sagtest, dann bitte begründen und nicht ausfällig werden ~ mal sehen, ist es uns bei Trinity gelungen? Ein Buch das wir grundlegend nie selbst gelesen hätten und dann auch noch so schlecht abschneidet!

      Wünsche dir einen mukkeligen Nachmittag!

  3. Hallo meine Lieben,
    Einen tollen Beitrag habt ihr da geschrieben. Zu dem Thema habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, konnte meinen Standpunkt aber irgendwie noch nicht so richtig in Worte fassen.
    Ab und zu lese ich gerne mal einen Rant. Und wenn man ein Buch nicht so toll fand, hat man doch genauso das Recht darauf, das zu sagen, wie wenn es einem gut gefallen hat.
    Zumindest theoretisch. Denn praktisch tue ich mich ganz schön schwer damit, so richtig “ zu ranten“, weil ich immer im Hinterkopf habe, wie viel Herzblut und Arbeit da drin steckt -ob vom Verlag oder vom Autor. Und das es ja auch immer Leute gibt, die das Buch toll finden und es nur meine subjektive Meinung ist. Ich möchte ja niemandem das Buch schlecht reden, oder so.
    Naja, ist wohl ein sensibles Thema und als Blogger wächst man da vielleicht mit der Zeit rein, ändert mit der Erfahrung vielleicht auch noch mal seine Meinung. Mal sehen…
    Aber wichtig ist doch, dass man sich Gedanken macht. Und das habt ihr ja auch auf jeden Fall gemacht. Und mit dem Beitrag regt ihr auch zum Nachdenken an, und das finde ich toll. Das eigene Tun zu reflektieren schade schließlich nie.
    Beste Grüße und weiter so,
    Julia

    1. Erstmal ein Danke für dein Kompliment *-*

      Ja, wir haben aber auch geschrieben, umgeworfen, ausgebessert & das ganze zu Zweit an einem Beitrag ~ gar nicht so leicht ;D Auch wenn wir uns mehr als gut verstehen und auf einer Wellenlänge sind, so ist die Art zu schreiben doch unterschiedlich, aber wir haben es geschafft! (=

      Den einzigen „richtigen“ Rant haben wir auch erst vor kurzem zu „Trinity“ geschrieben! Ich finde es sehr wichtig auch Bücher zu besprechen, welche einen nicht begeistern/abholen konnten, aber es passiert mir (uns) einfach selten solch ein (Buch)Fehlgriff. Wichtig bei der Kritik (sowie auf das Leben an sich zu übertragen), nicht beleidigend werden! Und wenn nett nicht mehr geht, dann zu mindestens sachlich & klar begründen was störte!

      Ja, das mit der Selbstreflexion kann ich nur unterschreiben & wenn wir durch unseren Beitrag einige Gedanken auf den Weg bringen konnten, freut uns das sehr!

      Sorry, das erst jetzt eine Antwort folgte! Hab einen wunderbaren Samstag!

  4. Hallo ihr zwei,

    sehr schöner Beitrag! Ich selbst habe noch keinen Rant verfasst, was wohl sehr an meinem glücklichen Händchen für meinen eigenen Geschmack hängt. Sollte mir ein Buch doch mal nicht so recht gefallen und ich es dennoch bis zur letzten Seite gelesen haben, dann teile ich das auch mit, meist in einem sachlichen Ton. Die Bewertungen beim A schaue ich mir gar nicht mehr an. Mein Bauchgefühl bei Klappentexten ist mir da wichtiger. 😉 Ein Reinfall wird es meistens nur dann, wenn dieser was ganz anderes erwarten lässt, als der Inhalt dann wiedergibt.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    1. Hallo Karin,
      zum Glück haben wir wirklich ein gutes Händchen für gute Bücher 😉
      Mir ist es nur gerade jetzt passiert – ich habe mich „bequatschen“ lassen ein Buch zu lesen.
      Obwohl der Klappentext sich noch gut anhört bin ich entsetzt über das Buch – die Rezi folgt Freitag 😉
      Liebe Grüße
      Kasin & auch von crumb – der ging es genauso

  5. Einen richtigen Rant habe ich bisher nicht geschrieben, soweit ich weiß. Ich würde jedenfalls keine meiner noch so negativen Rezensionen so bezeichnen. Ich halte mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg, wenn mir ein Buch nicht gefällt. Dabei ist es aber wirklich wichtig, nicht ausfallend zu werden. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es für Autoren, besonders Frischlinge, sein muss, das eigene Werk in einem Verriss zu sehen, geschweige denn, wenn sich dieser auf die Person des Autors ausdehnt. So schlecht ein Buch meiner Meinung nach auch ist; so viele Rechtschreib- / Grammatik- / Logikfehler sich auch darin verstrickt haben: Allein die Mühe und der Aufwand, das Buch zu schreiben und zu publizieren sind es wert, mit Respekt darüber zu schreiben (wenn man von so selbstverständlichen Dingen wie dem vernünftigen Umgang mit Menschen oder Sozialen Netzwerken mal absieht).

    Die Diskussion habe ich mitbekommen, aber wofür steht eigentlich das bbfliest? Die Abkürzung verstehe ich einfach nicht, obwohl ich das Buch gelesen (und mal mehr, meistens aber weniger genossen) habe.

    Ansonsten schließe ich mich ganz dem bisher gesagten an. 🙂 Ein schöner Artikel!

    LG!

    1. Hallo, schön das Du hier vorbeischaust.
      Ich bewundere Menschen die es schaffen ein Buch zu schreiben und zu verlegen. Was ich allerdings nicht mag ist wenn aus einer Story um des Absatzes Willen ein extrem grausames oder eben, wie bei Trinity, ein frauenfeindliches Bild geschaffen wird. Wir verurteilen niemals die Leser, wir lesen ja auch Bücher die für andere nicht nachvollziehbar sind.
      bbfliest – bbf liest – wir sind eine muntere Truppe Leser (nicht alles Blogger) die irgendwie sehr gut miteinander können und aus dem Jux dieses Buch zu lesen wurde dann Ernst – ich war wirklich total geschockt über den Inhalt, sowas hätte ich nie erwartet.
      BBF steht für Bibliophile Befreiungsfront oder Best Bookish Friends 😉
      Wünsche Dir einen guten Wochenstart.
      Bis dann einmal, liebe Grüße
      Kasin

      1. Ah, das erklärt sowohl die Abkürzung als auch den Zusammenhang zum Buch. 🙂 Danke für die Erklärung!
        Ich denke, ich schaue öfter mal vorbei; mir gefällt, was sich hier so findet.
        Ja, ich schließe mich dir da vollkommen an: ein Buch zu schreiben allein verdient wie gesagt schon Respekt, aber der Respekt vor Individuen wie in diesem Fall Frauen sollte doch bitte auch vonseiten der Autoren kommen. Dieser Trend, besonders in Erotikromanen die Frauen als wankelmütige Wesen darzustellen und die Männer als – mir fällt nicht einmal eine passende Beschreibung dazu ein -, der gefällt mir gar nicht (wenn auch manche Bücher trotzdem gut sein können). Ich bin gespannt, was da noch unter diesem Hashtag auf Twitter passiert… 😉
        LG!

        1. Ich misch mich mal frech dazwischen ;D

          Das freut uns natürlich sehr, wenn du hier einiges für dich entdecken kannst!

          Ich denke abgesehen von unseren kommenden Rezensionen diese Woche, wird nicht mehr viel unter #bbfliest passieren, außer andere LeserInnen greifen unter dem Hashtag zu dem Buch. Wir haben alle bereits das Buch ausgelesen & abgesehen von ‚Kasin‘ mir, auch schon rezensiert.

          Hab einen feinen Wochenstart!

          1. Ist vielleicht besser so, wenn da nicht mehr viel passiert. Das ist dann ja ein Zeichen dafür, dass wir nicht mehr im Kollektiv schockiert und verärgert sind, sondern in Ruhe unsere Lieblingslektüren verfolgen können.. 😉
            Dir auch eine schöne Woche!

            1. Das war aber auch `ne Aktion! Lass mich von diesen Buchverrückten zu keinem Buch mehr überreden, welches mich nicht interessiert!! ;D

  6. Hey,

    also ich finde schon das der Ton die Musik macht! Ich finde, auch wenn einem ein Buch nicht gefallen hat sollte man sich die Mühe machen darüber zu schreiben. Das ganze allerdings auf einer sachlichen und hoffentlich neutralen Art und Weise. Man muss ein Buch nicht unbedingt in der Luft zerreißen um seine Meinung zu äußern.
    Außerdem hast du ja oben auch schon angeschnitten, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Ich selbst hatte schon Bücher, die ich noch vor 2 Jahren nicht gemocht habe. Neulich habe ich es nochmal versucht und was soll ich sagen, andere Zeit und anderer Ort: Ich liebe dieses Buch ja doch!
    Viele liebe Grüße,
    Rena

    1. Hallo Rena,
      früher (also vor gefühlt Hundert Jahren) habe ich Konsalik gelesen und fand es MEGA – heute weiß ich nicht ob ich noch genauso empfinden würde und umgekehrt mochte ich nie Umberto Eco, den ich viele Jahre später als absolut genial geschrieben empfand. Irgendwie wachsen wir mit den Büchern und Geschichten und
      man wird es nie allen Recht machen können. Solange wir mit Herz (und Verstand) lesen und bewerten sollte es immer passen.
      Bis bald dann mal, komm gut in die neue Woche – liebe Grüße
      Kasin

  7. Hallo ihr zwei 🙂
    Ich habe euch durch das #litnetzwerk entdeckt. Eine Schande, dass das erst jetzt passiert ist. 🙂
    Wirklich ein mehr als gelungener Artikel, zu dem ich gar nicht so viel mehr sagen kann, als: Ihr habt Recht. Der Ton macht die Musik und ich bin der Meinung, dass man durchaus auch mal eine negative Rezension schreiben darf. Wenn einem ein Buch nicht gefallen hat, dann ist das nicht der Untergang der Welt, sondern eben ein Ergebnis der unterschiedlichen Geschmäcker. Es kann einem nicht immer alles gefallen und das wissen (oder sollten sie zumindest) auch die Autoren und Verlage. 🙂
    Daher finde ich es sogar wichtig, dass das Internet nicht nur mit Herzchen-Rezensionen überschwemmt wird, sondern zwischendrin auch konstruktive, negative Rezensionen zu finden sind. Herablassend oder gar beleidigend sollte man nicht werden, aber ein bisschen Frust ablassen darf man schon. 🙂

    Wünsche euch noch einen schönen Abend.
    LG Jacky ♥

    1. Hallo Jacky,
      schön das Du hier vorbeischaust. Ja, das Litnetzwerk ist schon klasse – so viele tolle Beiträge und vor allem Blogs die sich immer wieder entdecken lassen.
      Konstruktiv – du sagst es – nur so wird man vielleicht auch ernst genommen, auch von Verlagen und Autoren.
      Es muss eben nicht alles gefallen und gehypt werden. Ehrlich und fair, wie im Leben halt.
      Wünsche Die einen guten Wochenstart.
      Bis dann einmal & liebe Grüße

  8. Hallo ihr 2 🙂

    Einen gut geschriebenen Rant lese ich sehr gerne. Dabei finde ich es gar nicht einfach einen zu schreiben und auch nicht alles was sich Rant nennt ist für mich auch einer.

    Ich finde es immer wichtig, dass man genau begründen kann, warum etwas nicht gefällt bzw. was stört. Einfach nur zu meckern finde ich nicht sachlich, sowas lese ich auch nicht gerne.

    Ich schreibe nur selten eine Rezension zu einem Buch, welches mir nicht gefallen hat. Meistens ist mir einfach meine Zeit dafür zu schade. Außer natürlich ein Buch schlägt völlig aus der Reihe, dann schreibe ich auch gerne eine negative Rezension.

    Liebe Grüße,
    Julia

    1. Huhu!

      Ja, ich würde auch nicht sagen, das bei mir ein typischer ‚Rant‘ zu finden ist! Aber ich lese solche sehr gerne, wenn ich dabei herauslesen kann was störte/nicht gefiel/ etc.

      Durch diese verrückte #bbfliest-Aktion folgt die kommende Woche dann wieder eine Rezi, die mit einer schlechten Bewertung einhergeht. Ob dies als ‚Rant‘ zählt ~ ein wenig?! Das zu den eigenen Rezis sagen fällt mir dann doch eher schwer 😉

      Ich finde es schon wichtig, auch enttäuschte Bücher (und auch mal abgebrochene) Bücher zu besprechen, um anderen einen Einblick zu verschaffen und die Möglichkeit zu geben, das Geld ggf. zu sparen 😉

      Hab einen feinen Rest-Sonntag!

  9. Hi!
    Sehr schöner Beitrag. Ich finde es wichtig, dass auch negative Rezensionen geschrieben werden. Wenn ich ein Buch allerdings nur zu einem Viertel lese und dann abbreche, verzichte ich meist auf eine Rezension oder achte darauf, dass dies überdeutlich hervorgeht.

    Bei negativen Rezensionen achte ich besonders darauf, dass man nachvollziehen kann wieso mir das Buch nicht gefällt. Klar kann jemand das dann anders sehen. Dass ist aber okay und auch richtig so. Schließlich macht diese Vielfalt an Büchern und unterschiedlichen Meinungen das Leseleben erst so richtig spannend!

    Lg Sabrina

    1. Huhu & danke!

      Bei mir ist es ja eigentlich nie so schlimm, das ich abbrechen muss. Je nachdem wie viel ich gelesen habe, würde ich dennoch eine Rezi bzw. Kurzmeinung schreiben. Aber auch hier, wie bei einem ‚Rant‘, darauf achten, das klar hervorgeht was störte!

      Ja, ich denke auch es wird immer LeserInnen die ein enttäuschtes Buch selbst total überzeugend fanden. Und auch hier ist es wichtig: seine eigene Meinung haben, aber den anderen ihre ebenso lassen 😉

      Auch dir einen mukkeligen Sonntag!

  10. Kritik sollte immer sachlich, respektvoll und wertschätzend sein, doch bei jedem Rezensenten werden auch Emotionen mit einfließen. Sind diese maßvoll vertreten, spricht nichts dagegen sie zu äußern. Jeder darf auf seine freie Meinungsäußerung bestehen, doch ich finde höflicher Anstand darf niemals fehlen, auch wenn es nicht immer leicht ist Kritik ansehnlich zu verpacken. Kritische Rezensionen gehören genau so auf einen Blog wie die Flut von 4 bis 5 Sterne-Rezensionen.

    Liebe Grüße

    Nisnis

    1. Das kann ich nur so unterschreiben! Gedanken & Gefühlen freien Lauf lassen, ohne jedoch die Autoren und Leser des Buches zu beleidigen. Wir haben eigentlich immer einen guten Griff bezgl. unserer Bücher, aber es sollte auch mal eine andere Sternenvergabe als 4-5 zu entdecken sein 😉

      Hab einen feinen Sonntag!

  11. Hey ihr Zwei,
    ein toller Beitrag! 🙂

    Ich finde ja, dass man bei Rezensionen immer ehrlich sein sollte. Gerade wenn ein Buch nicht gefällt. Dann das alles aber sachlich und nett erklären, warum es so ist. Man begründet es ja auch, wenn es einem gefällt. Ist ja im Prinzip das Gleiche.

    Wenn ich selber eine Rezension lese, die nicht gerade positiv ist, mich das Buch aber interessiert, lese ich es trotzdem. Geschmäcker sind ja nun mal verschieden und das ist auch gut so!

    Ich wünsche euch einen tollen Freitag! 🙂

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    1. Hey liebe Steffi,
      danke 🙂
      Ja, mit den Geschmäckern ist es immer so eine Sache. Ich selbst lese, besonders zu neuen Büchern, selten die Rezensionen, da ich gerne ‚vorurteilsfrei‘ daran gehe 😉
      Hinterher bin ich dann öfters mal überrascht wie unterschiedlich doch gelesen wird, aber das ist vielleicht auch Sinn der Sache.
      Wünsche Dir eine sczlnes schönes Wochenende
      Liebe Grüße
      Kerstin

  12. Toller Artikel. Ein Rant zu schreiben ist gar nicht so einfach, aber man darf dort wirklich übertreiben und das Ganze ins lächerliche ziehen. Schließlich hat es der Autor mit seinem Buch genauso gemacht und uns erst dazu getrieben, das darf man nicht vergessen.

    1. Hallo,
      wahrscheinlich fällt es einem direkt nach der Lese-Aufregung schwer sich zu beherrschen – also etwas Luft dazwischen lassen 😉

  13. Moin Moin!
    Ein schöner Text! 🙂 Ich muss ja sagen, manche Rants finde ich teilweise übertrieben, wenn immer wieder auf einer Sache herumgeritten wird und es unter die Gürtellinie geht. Ich stelle mir halt immer vor, wie es dem Autor/der Autorin dabei geht und finde, wenn alles gesagt ist, reicht es auch Mal langsam. Und wie du so schön sagst: „Der Ton macht die Musik.“
    Bis jetzt habe ich habe eigentlich nur Rezensionen von Büchern veröffentlicht, die mir auch gut gefallen haben. Bis auf eine Ausnahme bei einem Gewinn von LovelyBooks. Zu einem Buch, zu dem es schon so viele Meinungen gibt, muss ich nicht unbedingt einen Rant veröffentlichen, auch wenn ich es gegen die Wand werfen wollte. Es ist sehr schwer, bei so einem Verriss sachlich zu bleiben, da man sich ja drüber aufregt und das geht meist nicht ohne ein bisschen schimpfen einher.

    Liebste Grüße und einen guten Start in das Wochenende,
    Elli

    1. Hey Elli,
      ich gebe Dir vollkommen recht – man sollte nicht immer auf einer Sache herum „reiten“ – wenn es mir nicht gefiel müssen das schon einige Gründe sein und die wollen
      alle dargelegt werden. Und – unter die Gürtellinie geht gar nicht, das unterschreibe ich auch so.
      Wünsche Dir auch ein tolles, lesereiches Wochenende
      Liebe Grüße
      Kerstin

  14. Ich schließe mich Gabis Meinung voll und ganz an.
    Wenn ein Buch aus verschiedenen Gründen nicht gefällt, sollte man es auch ehrlich zugeben aber eben auch fair argumentieren.
    Liegt einem das Genre einfach nicht?
    Lag es am Schreibstil und wenn ja, was störte mich daran?
    Usw.
    Wie du schon schreibst: Der Ton macht die Musik.
    Und es wird immer Leser geben, die das Buch besser fanden als man selbst, auhc das muss man akzeptieren. So fand ich „The Chemist“ in der Hörbuchversion gut.
    Das ist ja das schöne am Geschmack 😉
    In diesem Sinne viel Spaß beim rezensieren!
    Liebe Grüße
    Ela

    1. Genau! Zu gehypten Bücher, gehören eben auch Rants! Aber bitte nachvollziehbar begründet, damit ich einschätzen kann ob ich dem Buch dennoch eine Chance geben würde!
      Ja, mein bzw. unser erster wirklicher Rant wird dann wohl dank #bbfliest bald hier zu finden sein *lach
      Habe ja Bücher schon eher schlecht bewertet, würde diese Rezis aber nicht als ‚Rant‘ bezeichnen.
      Feinen Freitagabend dir!

  15. Ein toller Artikel!

    Nur seinen Ärger über etwas herauszulassen oder mit Beleidigungen um sich zu werfen, vielleicht sogar den Autor oder die Leser, die das Buch lieben, persönlich anzugreifen, bringt niemandem etwas und sollte unter der Würde eines Buchbloggers sein, der sein Hobby einigermaßen ernst nimmt. Und ich werde auf diese Weise schon mal gar nicht meinen Ärger über das Buch los.
    Deshalb unterschreibe ich voll und ganz, dass man auch bei einer emotionalen Reaktion auf ein Buch (egal ob negativ oder positiv) doch immer Argumente nennen, sachlich begründen und sich persönliche Angriffe sparen sollte. Trotzdem darf man durchblicken lassen, dass man sich geärgert hat, dass man bestimmte Dinge lächerlich fand oder nicht ernst nehmen konnte, aber eben auf eine Art und Weise, wie man sie dem Autor auch direkt ins Gesicht sagen würde.

    LG Gabi

    1. Danke!!

      Eben! Emotional darf es sein, persönlich & wütend, aber es sollte begründet sein und dem Autoren und seinen/ihren LeserInnen auf Augenhöhe begegnen! Soll heißen, schimpfen ja, aber fundiert & ohne zu beleidigen!
      Gibt ja auch gerne mal Kurzmeinungen wie im Beitrag schon erwähnt „Der Mist des Jahres!“, finde kann klar so geschrieben werden, aber ich will doch auch wissen, warum Person X das so empfunden hat.

  16. Hey 🙂

    Mein Blog gibt es jetzt etwas mehr als zwei Jahre und wenn ich so zurückdenke, habe ich erst einmal eine Rezension geschrieben, die ich wirklich als Rant bezeichnen würde …

    Ich habe aber auch schon öfter Rezensionen geschrieben, wo ich einem Buch nur einen oder zwei Sterne gegeben habe. Als Rant bezeichne ich für mich eigentlich nur Rezensionen, wo das Buch mich so erzürnt hat, dass ich von meinem gewohnten Schema und Aufbau einer Rezi abweichen will und muss. Oft kann ich auch gar nicht anders, weil ich gewisse Stellen dann zitieren und kommentieren möchte, die ich schlecht fand.

    Ein Rant ist für mich auch ein bisschen ein Ventil, um den Frust über ein Buch abzubauen und den Ärger darüber hinter mir zu lassen, um mich mit gutem Gewissen auf etwas Neues einzulassen, das mir dann hoffentlich besser gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Kann deine Gedanken dazu absolut verstehen! Bei mir gab es ebenso schon Buchbewertungen mit ein bis zwei Sternen, Bücher die mich enttäuschten und doch blieb ich immer ’sachlich‘. Will heißen, ich habe schon geschildert was mich warum störte und ich denke man liest es auch gut zwischen den Zeilen heraus. Dennoch habe ich noch keinen wirklichen Rant geschrieben!

  17. Also wenn ich kritisiere dann ehrlich. Mir wurde mal gesagt, dass man teilweise bei meinen Texten anfangs denkt, dass das Buch klasse ist und dann kommt mein Hammer XD
    Mal sollte seine Meinung begründen können. Und das muss nicht mal kompliziert ausfallen. Dann sollte keine was zu meckern haben – allem voran die Autoren/Verlage.

    Mein größter Verriss ist bisher zu „Passagier 23“ erschienen. Mag es, wenn man dann mit Worten spielen kann und auch mal die positiven Aspekte erwärnt, auch wenn sie untergehen. Und in meinen Job hab ich gelernt, erst mit positiven Dingen zu kommen, dann mit den negativen *g*

    btw warum sollten wir den Mund halten? Dieser Trend ist glaube auch schon wieder vorbei. Gab/Gibt sicher so Pappenheimer, die nur gute/sehr gute Kritiken hochladen. Und alles loben, was ihnen in die Finger kommt. Diese Blogs meide ich aber.

    1. Genau das denken wir auch, eine gute Begründung ist das A und O! Ich kann jedoch verstehen, das sich villt. einige LeserInnen mit absoluten Enttäuschungen zurück halten, nicht weil sie diese nicht begründen können, sondern verunsichert sind die Worte zu formulieren. Denn ab und wann möchte man doch am liebsten eine einzige Schimpftirade loslassen! Und doch will man ja nicht beleidigend werden und das ist nicht immer leicht, hab ich mich verständlich ausgedrückt? (=
      Nun bin ich aber neugierig & stalke gleich mal deine Rezi zum Fitzek-Buch 😉

      1. Man muss ja keinen Roman schreiben. Ein kurzes Fazit reicht ja auch aus 😉 und davor sollte man keine „Angst“ haben, bei jedem anderem Mist bekomm die Leute doch auch den Mund auf 😛

        1. Ich verstehe absolut was du meinst und unterschreibe es auch so. Dennoch: ich meine damit nicht alle Leser, aber ich denke schon das einige verunsichert sind eine Kritik bei ein bis zwei Sternen die Enttäuschung in Worte zu fassen. Und wenn man nun mal die Bloggerwelt außen vor nimmt (oder auch gerne mit einbezieht), nehmen wir mal das große A: dort gibt es viele Kritiken, die sich auf ein bis zwei Sätze beziehen, über das Buch motzen, ohne das ich aber verstehe warum. Dann lieber ganz sein lassen. Oder eben so schreiben das ich herauslesen kann ob ich es ebenso empfinden könnte beim lesen oder ob die Person mit ganz anderen Erwartungen herangeht an bspw. Thriller.

          1. *meeep* A ist genauso ein blödes Beispiel wie FB, denn genau dort bekommt man den Mund auf und schert sich n Sch**** um Belege und Begründungen 😛
            Wer einen Blog aufmacht, sollte den Mum haben auch seine schlechteren Eindrücke aufschreiben zu können. Zwar ist der erste Schritt meist schwierig/ungewohnt, aber es gibt viele gute Beispiele, die zeigen wie man es machen kann. Fehlendes Vorbild ist also auch kein Grund 😉

            1. das *meeeep* hat mir ein Grinsen beschert – danke 🙂
              Und ja, gerade beim großen A wundere ich mich immer wieder über Rezensionen und was bei FB steht ist eh stellebweise sehr grenzwertig.
              Einfach anonymer „Schutz“ halt.
              Dann lieber ein ehrlicher und mutiger Blogger und man lernt eh nie aus.
              Liebe Grüße und ein schönes Wochenende schon einmal
              Kerstin

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