#NoHateSpeech

#NoHateSpeech
Eigentlich bedarf diese Aussage keiner weiteren Erklärung. Wir wissen alle um was es geht, sofern wir uns mit und in den Social Medias aufhalten und dort Beiträge verfassen – oder eben kommentieren.

Nobody is perfect„, „Man wird ja mal was sagen dürfen“ oder „Jeder macht Fehler“ sind Allerweltsaussagen auf die wir uns gar nicht beziehen möchten. Gewiss gibt es Beiträge die (auch uns) ärgern oder die wir so nicht verstehen können oder wollen. Dennoch würde es uns niemals in den Sinn kommen, eine Person auf verbale Art so anzugreifen.

Diskutieren? JA
Beleidigen oder gar bedrohen? NEIN – Das ist niveaulos, stellenweise unterste Schublade und entspricht keiner Gesprächs- und Streitkultur.

Die Gesprächs- und Streitkultur ~ haben wir die verlernt?

Es gibt immer mal wieder Beiträge die einem nicht gefallen, dessen Meinung man nicht vertreten kann oder man verfasst solche Beiträge eben selbst und tritt damit vielleicht unbewusst dem einen oder anderen auf die Füße. Egal von welcher Seite dies betrachtet wird, bei bestimmten Themen muss man sich einfach äußern, kommen Emotionen auf. Kommentare werden gepostet. Und es kann eine angenehme Diskussion daraus entstehen, auch wenn zwei verschiedene Standpunkte vertreten werden.

Das Wörtchen „kann“ müsste eigentlich dick gedruckt werden, denn durch die Anonymität des Internets, werden solche Kommentare auch gerne und vor allem schnell auch niveaulos. Bereits in unserem Beitrag „Kulturgut“ sind wir darauf eingegangen.

Wie verhalte ich mich in einer Diskussion? Emotionen fließen ein und schnell ist etwas gesagt, was vielleicht gar nicht so gemeint ist. Reaktionen auf einen Beitrag können jedoch sehr wohl gut überlegt sein, vor dem Veröffentlichen oder kommentieren kann eine Nacht darüber geschlafen werden. Manchmal hilft es schon sich selbst in die Situation des Gegenübers zu versetzten. Will man selbst so angesprochen werden? Besonders im Internet hat die Wortwahl oberste Priorität, denn kaum entstehen mehr Missverständnisse als in schriftlicher Auseinandersetzung! Warum dies so ist, erklärt sich durch „Das 4-Ohren Modell“ (Schulz von Thun) – Wenn wir sprechen, kommunizieren wir unser gesagtes auf vier verschiedenen Ebenen, hinzu kommt die Eigeninterpretation des Zuhörers – Missverständnisse sind nicht ausgeschlossen. Wenn dieser Austausch jedoch ‚anonym‚ geschieht, keine wirkliche Beziehungsebene besteht und Gestik, sowie Mimik nicht präsent sind, kann dies meist nur in Fehlinterpretationen enden.

Sachliche Reaktionen auf verschiedene Berichte sind ebenso präsent wie leider auch die nicht jugendfreien Texte. Dabei kann es ganz schnell zu übelsten Beleidigungen kommen. Ist das ein Miteinander welches gewünscht ist? Solche Kommentatoren wünschen sich die selben Reaktionen auf ihre Berichte, Posts und Co.? Oder ganz provokativ: fehlt es an Erziehung und Bildung – wurde nicht gelernt in solch einem Austausch sachlich zu bleiben?

Auseinandersetzungen, welche sich im Internet bewegen, nehmen leider mehr als oft diesen Verlauf. Und anstatt etwas zu bewegen, ein Gespräch anzustoßen, wird angestachelt und aufgehetzt. Das „warum“ bleibt unbeantwortet, aber nicht unkommentiert. Wie fühlt sich die Person die auf der anderen Seite des Kommentars ist und etwas lesen muss, dass ihr/ihm fast den Boden unter den Füßen wegzieht? Würden wir so auch miteinander sprechen wenn alle an einem Tisch säßen?

Ob Beitrags-Ersteller oder Kommentierter ~ wenn jeder etwas Respekt im gegenseitigen Umgang mitbringt kann es doch gar nicht so schwer sein. Oder?


Wie verhaltet Ihr Euch im Internet?

Habt Ihr schon negative Erfahrungen gemacht?  Wie geht Ihr mit solchen Kommentaren um?

Gerne dürft Ihr den Hashtag (#nohatespeech) und das Beitragbild nutzen

34 Kommentare

  1. Ihr Lieben,

    erneut ein schöner und wertvoller Beitrag von euch, doch diejenigen die ihn lesen sollten, erreicht er vermutlich nicht ;-).

    Es ist eine sehr traurige Entwicklung, die man derzeit beobachten kann. Ich persönlich bin immer hyper vorsichtig mit meinen Formulierungen, die stets höflicher Natur sind, da ich immer Sorge habe, dass mein Gegenüber etwas missverstehen könnte, was ich natürlich nicht möchte. Und trotzdem kann es passieren, dass man sich im www missversteht, den die wertvolle Mimik und Gestik des anderen fehlt.

    Ich kann es gar nicht nachvollziehen, dass der Respekt gegenüber anderen so rapide abnimmt und dass man sich scheinbar im Netzt so ausdrückt wie man will, oftmals unter der Gürtellinie. Ich käme gar nicht auf die Idee, das Netz als sogenannte neutrale Zone zu betrachten, in der man sich mit seiner Ausdrucksweise gehen lassen kann.

    Viele liebe Grüße

    Nisnis

    1. Hey meine Feine, lieben Dank!

      Das Missverständnisse besonders im Internet unbeabsichtigt entstehen ist nicht auszuschließen, aber der bewusst aggressive Kommentar den manche von sich geben ist für uns nicht nachvollziehbar! Erschreckend und traurig, denn man kann sehr wohl unterschiedlicher Meinung zu sein ohne Hasstiraden!

      Hab einen mukkeligen Abend!

  2. Dank Pfingsten ist mir euer Beitrag irgendwie durch die Finger gerutscht beim Kommentieren …

    Ich finde es eigentlich traurig, dass man überhaupt solche Beiträge wie den euren schreiben muss. Nicht dass ich ihn nicht gut finde, das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass ich es traurig finde, dass er notwendig ist. Die vermeintliche Anonymität des Internets hat dazu geführt, dass viele denken, dass sie dort sowieso alles tun können, was sie wollen – wobei ich mir immer denke, dass verschiedene Dinge vielleicht nicht so eskalieren würden, wenn man genau diese Dinge persönlich bereden würde.

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Hey meine Feine, wir verstehen absolut was du meinst (das es solche Beiträge überhaupt geben muss), aber die letzten Wochen zeigen wie sich ein Austausch in einen regelrechten Shitstorm verwandeln kann, so dass Grenzen überschritten werden.

      Das es mal hitzig in einer Diskussion zugehen kann, kann ich mehr als verstehen – im Internet ist es aber eine ganz andere Ausgangssituation als im wahren Leben. Eines bleibt aber gleich: Die Wortwahl! Ich kann sachlich gegenargumentieren, daraus können tolle Gespräche entstehen oder man kommt halt nicht auf einen Nenner – aber von Beginn an oder im Verlauf zu Beleidigungen und Hetze übergehen ist ein No-go und dies ist nun leider zu beobachten – warum kann man nicht verschiedener Meinung sein und sich dennoch gesittet unterhalten? Und eben nicht alles ist persönlich gemeint, sondern ´die ganz eigene Meinung zu einem Thema o.ä. – und die darf nun mal jeder haben und äußern (und natürlich auch auf dieser Seite ohne Beleidigungen u.ä.)!

      Demnach war es uns sehr wichtig zu dieser Entwicklung Stellung zu beziehen – somit: traurig aber wahr das dieser Beitrag von unserer Seite nötig war. Aber es zeigt doch auch das viele ebenso empfinden – kein Verständnis für diesen Umgang haben!

      In diesem Sinne ein fröhlich-freundliches kommentieren zukünftig bzw. weiterhin 😉

      Liebe Grüße zurück!

  3. Es gibt einen alten Spruch, der besagt, dass es aus dem Wald so herausschallt, wie man hineinruft. Heißt, man sollte das vertragen können, was man selbst von sich gibt. Einerseits. Das heißt für mich, mit offenem Visier zu diskutieren, auch sehr kontrovers, und durchaus auch einmal emotional sein. Andererseits gilt für mich (und meiner Meinung nach generell für ein zivilisiertes Miteinander) aber auch, dass man sich dem anderen gegenüber so verhalten sollte, wie man unter gleichen Umständen von der anderen Seite behandelt werden will. Und damit schließen sich, für mich, persönlich gemeinte Beleidigungen aus. Jeder hat schon einmal das überschritten, was für den Gegenüber die Grenze war (siehe oben genanntes Kommunikationsmodell). Aber wenn das ständig vorkommt, dann passen Sender und Empfänger nicht zusammen. Und ich für mich ignoriere solche Sender dann (und erwähne sie anonymisiert als schlechtes Beispiel 😉 ).

    1. Hallo und lieben Dank für Dein Kommi.
      Ja, absolut – der Spruch passt perfekt und das in jeder Form der Kommunikation.
      Kontroverse Diskussionen können ungemein spannend und auch herausfordend sein. Nur wer dann die Kontenance verliert, verliert in der Regel dieses zivilisierte Benehmen – dann lieber einmal oder auch zweimal tief durchatmen, nachdenken und dann zur Not auch mal gar nichts mehr sagen. So versuche ich es zumindest immer.
      Das mit dem Sender/Empfänger -Beispiel gefällt mir, sehr sogar 🙂
      Liebe Grüße
      Kerstin

  4. Hallöchen 🙂
    DANKE! Danke für diesen Beitrag. Gerade in den ketzten Wochen habe ich mich immer wieder gefragt, was eigentlich im Internet los ist. Es folgte hier ein Shitstorm, da eine Beleidigung, was jedoch fehlte, war stets ein sachlicher Austausch an Argumenten.
    Klar, liest jeder mal einen Beitrag und dnekt sich seinen Teil, aber die Beschimpfungen sollte im Kopf bleiben und der Kommentar gern emotional, aber nicht beleidigend oder unsachlich sein.
    Liebe Grüße
    Jule

    1. Hallo Jule,
      und danke für dein danke 😉

      Auch wir haben besonders in den letzten Wochen diese Entwicklung mit schrecken mitbekommen und haben absolut kein Verständnis dafür! Natürlich hast du recht, man selbst schüttelt auch mal den Kopf über einen Beitrag, Post oder ähnlichem, aber entweder belassen wir es dabei oder gehen auf sachlicher Ebene in einen Austausch.

      Dir einen schönen Rest-Feiertag!

  5. Vielen Dank für diesen Beitrag, gerade in den letzten Wochen ist mir vermehrt aufgefallen, wie bodenlos und beleidigen manche in den Social Medias mit Kommentaren und Co ums ich werfren. Da greifen erwachsene Menschen 15 jährige Mädls an beispielsweise (die klar einen Fehlr machte) aber beleidigend zu werden und was weiß ich was anzudrohen, das geht einfach zu weit. Und diese ganzen trolle etc, unfassbar. Ich selber war noch nicht betroffen, hab es aber bei einigen in letzter Zeit mitbekommen, denn Sachen bis hin zu geh sterben in der Art an den Kopf geworden werden, nur weil sie Ihre Meinung äußern, unfassbar. Man sollte wirklich in der Lage sein, Dinge sachlich zu kommunizieren und eine gewisse Grenze nicht zu überschreiten. Daher finde ich eueren Beitrag wichtig und super!

    1. Du hast absolut recht, die Wortwahl ist jenseits einer emotionalen Reaktion! Cyber-Mobbing, Shitstorm oder wie auch immer man es nennen möchte, Morddrohungen oder Wünsche solcher Art haben nichts mehr mit einer Diskussion zu tun und uns fehlen auch fast die Worte, welchen Kommentaren man so begegnet!

      Liebe Grüße

  6. Ich dachte eigentlich auch immer, es ist ganz einfach. Würdet ihr jemandem ins Gesicht sagen, dass er beim scheißen vom Blitz getroffen werden soll? Auch einer 15-jährigen? Nein? Warum kommentiert ihr es dann auf ihrem Blog?

    Das ist echt hässlich und Werbung für euren eigenen Blog sieht auch anders aus. Ich jedenfalls bekomme so keine Lust, jemals wieder was von euch zu lesen, wenn ihr so etwas postet.

    #NoHateSpeech

    1. Hallo,
      klär uns mal auf, bitte – wo haben wir was auf welchem Blog kommentiert? Wir stehen echt gerade auf dem Schlauch.

      Wenn ich jemandem gegenüberstehe, sage ich durchaus meine Meinung, aber die Wortwahl macht es aus.
      Grüße
      Kerstin

          1. Ich habe mich da wohl ein bisschen missverständlich ausgedrückt. Ihr (IHR) müsst euch da nicht angesprochen fühlen. Nur die, die solche Kommentare verfassen.

            1. Ist doch ein wunderbares Beispiel für Missverständnisse via Internet zum passendem Beitrag 😉

              Klar, erstmal „Huch??“, aber wir hatten uns schon sowas gedacht.

        1. Na da hast du uns aber einen Schrecken eingejagt 😉
          Konnte es mir ja denken, aber gut das wir nochmal darüber gesprochen haben 🙂

  7. Hallo ihr Beiden,
    ich habe das Wort Hexenjagd schon auf Twitter „in die Tasten“ genommen. Was mich am meisten beunruhigt ist, dass es viele Menschen/ Blogger gibt, die sich bei Problemen nicht mehr alleine mit der Person auseinandersetzen. Erstmal wird ein Tweet oder FB-Posting verfasst, wo man sich über die Person aufregt. Zu Beginn meist noch mit „aber ich will hier ja keine Namen nennen“, dann wird der Bloglink weiterverbreitet und man rottet sich zusammen. Man sucht sich Verbündete und schlägt auf denjenigen ein. Das ist etwas, was mich betroffen und mir Angst macht. Viele Dinge würden gar nicht so große Kreise ziehen, wenn derjenige, der sich über irgendetwas aufregt einfach mal mit der Person direkt (Mail, Kommentarfunktion) auseinadersetzen würde und nicht in den Netzwerken noch nach Unterstützern suchen würde. Für mich hat das etwas von einer Hexenjagd, was da passiert. Der Mob bildet sich und bewirft den Deliquenten auf dem Marktplatz mit faulen Tomaten.
    Ich denke auch, dass das eine bedenkliche Entwicklung ist, der man, so gut es geht, entgegenwirken sollte.
    Viele Grüße
    Yvonne

    1. Hey Yvonne,
      bei einer Sache hatte ich sofort den Satz „verbrennt die Hexe“ im Kopf und war erschüttert. So schnell lassen sich die Menschen beeinflussen, dabei soll doch jeder selbstständig denken und handeln und kommentieren.
      Diese Art des ‚Gruppenzwangs‘ finde ich oft sehr bedenkenswert aber er taucht immer wieder auf, leider. Oft wünsche ich mir das diese Leute dann mal an einem Tisch sitzen müssten und sich in die Augen schauen. Bestimmt würde es dann nicht so ausarten, vielleicht würde sogar die ein oder andere Freundschaft entstehen.
      Liebe Grüße und danke für Dein tolles Kommi.
      Kerstin

  8. Liebe Kerstin, liebe Janna,

    ich gratuliere Euch zu diesem Artikel und zur Bekenntnis zu #nohatespeech. Das unterschreibe ich voll und ganz!

    In letzter Zeit hat es auf den Blogs und in den Social Media einige kontroverse Diskussionen gegeben, bei denen mir auch aufgefallen ist, dass man einerseits schon einer Hexenjagd beschuldigt wird und einem vorgeworfen wird, dass man andere schlecht macht, wenn man einfach nur deren Meinung nicht teilt. Andererseits werden tatsächlich Beschimpfungen und persönliche Beleidigungen großzügig geäußert, die den Empfänger wirklich verletzen können und die so unsachlich sind, dass einem die Luft wegbleibt.
    Dass man offen und kritisch, aber trotzdem höflich und sachlich seine jeweiligen Meinungen äußert, sie begründet, Argumente des anderen widerlegt oder anerkennt, und sich konstruktiv austauscht, das scheint nicht (mehr) jedem möglich zu sein.

    Ich möchte mir weder meine Meinung verkneifen müssen und nur noch weichgespülte Lobeshymnen von mir geben, noch möchte ich jemanden persönlich angreifen und beleidigen. Am Ende können natürlich auch beide unterschiedliche Meinungen stehen bleiben und das ist völlig in Ordnung.
    Diese offene und sachliche Diskussion möchte ich auch pflegen – und ich hoffe, dass mir das immer gelingt, auch wenn mal die Emotionen überkochen – und deshalb sprecht ihr mir voll und ganz aus der Seele.
    Ich werde mich gerne #nohatespeech anschließen und auch gerne das Logo auf meinem Blog übernehmen. Die Idee ist klasse!

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      das freut uns richtig.
      Wie du schon sagst. Verschiedenen Meinungen können auch verschiedene Meinungen bleiben. Solange der Umgangston ok ist. Man will ja niemanden bekehren oder zu etwas zwingen.
      Kritik kann konstruktiv sein ohne dabei andere zu beleidigen.
      Passen wir also einfach weiterhin auf uns auf 😉
      Liebe Grüße, drück dich mal
      Kerstin

  9. Hey ihr Zwei,
    ich finde gerade im Internet ist die Sache mit dem Respekt kaum noch vorhanden. Es wird sich aufgeregt und drauf los geschrieben. Dabei wird einfach nicht nachgedacht, wer auf der anderen Seite des Bildschirm sitzt. Vielleicht ein 15jähriges Mädchen, das gar nicht richtig realisieren kann, was los ist. Sich dann weinend irgendwo verkriecht und Angst bekommt. Ich finde das so beängstigend, dass sowas überhaupt passiert. Ich verstehe es auch ehrlich gesagt nicht!

    Mir ist sowas auch schon passiert. In der FB-Gruppe vom #litnetzwerk sogar. Deswegen bin ich dort in der Gruppe auch nicht mehr. Ich wurde von jemanden übelst beschimpft. Darauf hin habe ich meinen Beitrag dort gelöscht und bin aus der Gruppe gegangen.
    Ich finde sowas wirklich daneben und meide solch Leute auch konsequent.

    Gerade in der Anonymität des Internets ist Respekt ein Fremdwort. Das ist aber auch leider erst in den letzten Jahren so geworden. Ich glaube, in der realen Welt würden die Menschen sich sowas nicht trauen, die im Internet um sich schlagen.

    Ich finde es super, dass es, gerade in Blogs und Social Media, unterschiedliche Meinungen gibt. Das macht das Alles doch erst interessant. Auch etwas, was ich nicht verstehe ist, dass sich Leute dann auf den Schlips getreten fühlen, obwohl sie gar nicht angesprochen wurden.
    Es ist sowieso schwer den richtigen Ton zu finden, wenn man schreibt. Es ist eben was anderes, ob man schreibt oder redet. Aber das sollte dem Leser doch bewusst sein! Nur weil man etwas negatives schreibt, muss man es doch nicht auf sich selber beziehen und dann Stunk machen.

    Respektvoller Umgang ist so wichtig. Egal ob online oder offline.

    Fühlt euch gedrückt!

    Steffi

    1. Hallo Steffi,
      dass du solche Erfahrungen im #litnetzwerk machen musstest macht mich betroffen, denn eigentlich hatte ich bisher gedacht, dass gerade das Litnetzwerk sich gegen diese Entwicklung stellt. Für mich ist oberste Regel des Litnetzwerk, dass wir uns gegenseitig unterstützen und einen positiven Umgangston pflegen. Je größer es wird, desto schwieriger ist es bestimmt, diese Regel durchzusetzen. Trotzdem denke ich, dass Lena Bescheid wissen sollte und auch handeln sollte, wenn soetwas vorkommt. Nicht du hättest gehen sollen, sondern diejenige, die dich beschimpft hat. Für mich gehören genau solche Personen nicht ins Litnetzwerk.
      Lieben Gruß
      Yvonne

      1. Da schließe ich mich dir vollkommen an.
        So eine tolle Gruppe muss zusammen halten und auch erkennnen wenn etwas nicht stimmt oder passt.

    2. Hallo Steffi,
      das schockiert mich jetzt wirklich sehr. Gerade beim litnetzwerk habe ich bisher nur postive Erfahrungen gemacht. Mensch, wir hätten dir bestimmt zur Seite gestanden. So wie viele uns zur Seite standen bei unserem ‚Hype‘-Artikel und zwar alle mit Respekt, wie es sein sollte.
      Die Sache mit der 15. Jährigen hat diesen Beitrag quasi erst angestoßen, was da zu lesen war – mein lieber Scholli- das war stellenweise richtig schlimm. Ich war froh über diejenigen die das auch gemerkt habe und eingeschritten sind.

      Wenn alle ein bisschen aufeinander acht geben und sich mit Würde und Respekt dem anderen gegenüber verhalten sollten auch Meinungsverschiedenheiten diskutierbar sein.

      Drücke Dich ganz doll.
      Liebe Grüße
      Kerstin

    3. Grundlegen schauen Kerstin & ich das wir nicht doppelt auf einen Beitrag reagieren, aber ich bin dann doch etwas sprachlos bezüglich deiner Worte und Erfahrungen mit dem litnetzwerk – sehr schade, denn auch ich dachte immer, das gerade solch eine Gruppe sich gegenseitig unterstützt oder eben dezent sich zurückhält oder sachlich ist, wenn einem etwas nicht passt … sehr sehr schade!

      Auch ich drück dich feste (=

  10. Tolle Aktion, ich hatte eh vor in der nächsten Zeit in meiner Kolumne das Thema aufzugreifen, da bietet es sich ja an, dass mit dieser Aktion zu verbinden ;). Denn mir ist das in letzer Zeit auch verstärkt aufgefallen und es ist etwas, dass mich ärgert. Ich habe das Gefühl, dass sobald der eigene Lebensstil von demjenigen der anderen Person abweicht, wir man angegriffen. Da ist es ganz egal, um welches Thema es da geht, ob um Ansichten zur Ernährung, zur Politik oder auch so ganz banale Dinge, wie Make-Up. Schaut man sich die Kommentare zu einigen Diskussionsthemen in den sozialen Netzwerken an, so fällt auf, dass sich Hasskommentare häufen. Sachliche Diskussionen findet man nur noch sehr selten.

    Was ich schockierend finde ist, dass manche sich wohl gar nicht bewusst sind, welche Konsequenzen ihre Posts und Beleidigung nach sich ziehen können. Da gab es ja in der letzten Zeit einige Berichte im Fernsehen, wo man auf Menschen zugegangen ist, die Hasskommentare gepostet haben. Viele machen sich da gar keine Gedanken und das schockiert mich genauso, wie diejenigen, die genau wissen, was ihre Worte anrichten.

    Übrigens musste ich gerade schmunzeln, weil ich das Modell von Schulz von Thun auch kenne, habe das damals in der Ausbildung gelernt ;).

    Lg Nicole
    #litnetzwerk

    1. Hallo Nicole!

      Wir würden uns sehr freuen über eine Verknüpfung unserer Beiträge!

      Ja, Schulz von Thun war auch in meiner Ausbildung ein großes Thema 😉

      Ob es einem nun bewusst ist oder nicht, die Entwicklung ist erschreckend! Anonym lässt es sich einfach gut schimpfen – für uns aber völlig unverständlich! Wenn ich eine andere Meinung habe dann halte ich entweder den Mund oder begebe mich auf sachlicher Ebene zu einem Austausch – alles andere würde mir nie in den Sinn kommen! Und mir bzw. uns stellt sich immer wieder die Frage: was nutzen diese Shitstorms?! Und wenn ich merke meine Emotionen kochen so stark hoch, lasse ich meine Gedanken doch zunächst sacken, denn das ist doch der wunderbare Vorteil einer Diskussion im Internet, ich muss nicht sofort reagieren, kann meine Wortwahl abwägen und meine Emotionen erstmal abkühlen lassen!

      Liebe Grüße

  11. Hallo liebe Kerstin, hallo liebe Janna,

    mir fällt in letzter Zeit sehr häufig auf, dass einige Menschen ihre gute Erziehung wohl nicht in Diskussionen einfließen lassen, bei denen sie im Netz dabei sind. Ich verstehe durchaus, dass die Emotionen manchmal hoch kochen, aber Frust oder Wut sind keine guten Ratgeber, wenn man an einer Diskussion teilnehmen möchte oder meint zu müssen. Es ist sehr schade, dass viele aus der ersten Wut heraus schreiben, ohne sich wenigstens einen Moment in Ruhe zu überlegen, ob nicht doch etwas „Wahres“ am Gesagten des Diskussionspartners dran sein könnte. Es ist vor allem sehr schwer, bereits Gesagtes oder Geschriebenes zurückzunehmen, wenn man dann doch eine Nacht darüber geschlafen hat. Mir persönlich sind solche Kommentare noch nicht entgegengebracht worden. Aber ich habe einiges auf anderen Blogs gelesen, was mich nur mit dem Kopf hat schütteln lassen.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    1. Hallo Karin,

      bislang haben wir nur im kleinen eine solche Erfahrung machen müssen und nehmen immer mehr wahr, wie andere mit niveaulosen Aussagen konfrontiert werden. Für uns völlig unverständlich, egal ob der Beitrag der Wahrheit entspricht oder nicht, ich kann sachlich meine Meinung äußern. Du hast absolut recht, Emotionen fließen immer mit hinein, aber gerade bezüglich Internet kann sehr wohl eine Nacht über die Reaktion nachgedacht werden. Wenn man schon nicht freundlich sein kann, dann doch aber bitte sachlich – denn wie du schon geschrieben hast: Gesagtes/geschriebenes lässt sich nicht mehr zurücknehmen und obendrauf sind im Internet Missverständnisse ein ständiger Begleiter.

      Ein Austausch sowie auch Diskussionen können den Horizont erweitern und sich zu einem (je nach Thema) wunderbarem Gespräch entwickeln.

      Liebe Grüße

    2. Hallo liebe Karin,
      Du sagst es, leider kochen bei manchen die Emotionen so hoch dass sie sich um Kopf und Kragen kommentieren ohne nachzudenken. Gerade das Netz vergisst nie. Dabei macht es doch Spaß miteinander zu kommunizieren, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und auch im angemessenen Ton zu sagen wenn einem etwas nicht gefällt. Da lobe ich mir absolut das #litnetzwerk. Dort ist mir noch nie etwas negativ aufgefallen und deswegen mache ich auch gerne dort mit. Bei manchen Gruppe habe ich allerdings immer wieder den Eindruck das ein falsches Beitragswort genügt und alle schießen sich darauf ein – schade.
      Liebe Grüße und danke für Deinen Besuch und das Kommi
      Kerstin

  12. Mir fällt es leider auch oft auf, dass Diskussionen im Internet schnell eskalieren. Ein sachliches Gespräch kann scheinbar kaum noch jemand führen, wenn sich die Meinungen zu stark unterscheiden und gerade wenn man den Gegenüber nicht anschauen muss, scheint es Leuten leicht zu fallen, mit Beleidigungen um sich zu werfen. Mir selbst würde sowas nie einfallen, aber da gibt es offensichtlich genug, die das anders sehen. In solchen Fällen hilft eigentlich nur noch, die Diskussion einfach abzubrechen, damit man sich da nicht noch mit reinziehen lässt. Sehr schade, da das Internet ja eigentlich super ist, um sich mit den verschiedensten Leuten auszutauschen.

    1. Ja, eigentlich sollte man meinen das eine soziale Auseinandersetzung möglich ist und Kerstin & ich sind ja erst wirklich im weiten www vertreten seid wir bloggen – und müssen immer wieder feststellen das Kommentare schnell niveaulos werden. Wenn es unsere Beiträge betrifft kann man nur zweierlei: sachlich reagieren oder ignorieren. Und wenn ich solche Kommis bei anderen lese, versuche ich auch entweder auf sachlicher Ebene den Wind raus zu nehmen oder reagiere gar nicht erst darauf! Aber sehr schade das es überhaupt thematisiert werden muss – ich finde das man unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne einen Shitstorm in Gang zu setzen!

Habt keine Scheu einen Kommentar zu hinterlassen, wir freuen uns über jeden einzelnen!

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