„Geister“ v. Thomas von Steinaecker [Kerstin]

Geister Thomas v. St..

 

Aktuelle Ausgabe: 22.03.2016
AutorIn: Thomas von Steinaecker
Verlag : FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3596033058
Flexibler Einband: 208 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 10,99 €
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Erstausgabe: 25.08.2008 * Gebundene Ausgabe *
212 Seiten * 19,80 €


 2 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kestin
26.03.2016

Ein Herumgegeistere durch Zeit und Raum

Wäre da nicht dieses tolle Cover und der ansprechende Klappentext gewesen, dann wäre „Geister“ von Autor Thomas von Steinaecker, als Neuauflage im Fischer Verlag erschienen, nie bei mir eingezogen.
Ein Buch das mich erst so angesprochen hat, doch letztendlich kein Stück ereichte.

Aber erst einmal zur Story :
Jürgen ist „fast“ ein Einzelkind, denn als er das Licht der Welt erblickte, war seine Schwester Ulrike bereits nicht mehr da – verschwunden, vermisst, kein Anhaltspunkt wo sie sein könnte.
Jürgens Eltern und damit auch Jürgen werden Teil einer Reportage. Ein Fernsehteam begleitet die Familie immer wieder durch die unterschiedlichsten Phasen und der Leser folgt damit Jürgen durch die Etappen seines Lebens.
Jürgens Leben als Kleinkind, Teenager, Internat, Beruf, Heirat, Kind, Tod und Trauer und dazu ständig dieser Geist Ulrikes. Die verschwundene Schwester, die ihn einfach nicht in Ruhe lässt in seinen Gedanken und Vorstellungen.

Das Buch war für mich eher ein Lebenslauf, sehr ausführlich und zugegeben, stellenweise auch sehr unterhaltsam. Aber leider hat mich davon kaum etwas fasziniert.
Da konnte dann auch Cordula nichts mehr herausreißen.
Sie borgt sich Ulrikes nicht vorhandenes Leben um damit Jürgen zu zeigen wie es hätte sein können. Damit er endlich diese Geister im Kopf loswird.

Im Buch stellt Cordula diese Schwester Ulrike in der Gestalt der Uta dar. In Comic- artigen Stil, mit Zeichnungen, Strichmännchen und Gebilden die sich mir kein Stück erschlossen haben bzw. irgendwie erreichten. Nein, sorry, aber Graphic Novel geht anders.

Für mich war die Geschichte anstrengend trotz dem lockeren Stil. Mich störten die fehlenden Absätze und die ellenlange Sätze.

Auch empfand ich keine Faszination, keine Neugierde (ok, anfänglich schon), keine Spannung – für mich einfach ein Buch das ich gelesen habe, aber von der ich (leider) nichts mitnehmen kann.
Außer das dieser Jürgen vielleicht endlich mal nicht nur an sich und seine tragische Familiengeschichte denken sollte.

Geister habe ich vermisst, ebenso wie Ulrikes wahre Geschichte, vielleicht schwirrte sie irgendwo zwischen den Zeilen und ich habe sie nur nicht gesehen. Mein Horizont ist dafür wohl nicht weit genug.

Aufgrund des mangelnden Lesevergnügen habe ich leider nur 2 von 5 Sternen zu vergeben.
Werde mich aber erneut an ein Buch von Herrn von Steinaecker trauen, dessen Thematik ebenfalls ungemein reizt.
„Die Verteidigung des Paradieses“ wartet.

1 Buch – 2 Meinungen | Jannas Rezension zu dem Buch

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