„Die Flut“ von Arno Strobel [Kerstin]

DIE ~ FLUT

 

Erscheinungsdatum: 21.01.2016
AutorIn: Arno Strobel
Verlag : FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3596198351
Flexibler Einband: 368 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 9,99 €

 


5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kerstin
01.04.2016

Kommissar oder Killer? Wer ist intelligenter?

Ein Thriller so ganz nach meinem Geschmack.
Recht unblutig, mit jeder Menge psychologischer Spielchen und Protagonisten die mir so manchen Schmunzler entlockten.

Mit „Die Flut“ hat mich Autor Arno Strobel im Gegensatz zu „Das Dorf“ sehr gut unterhalten. Beide Psychothriller sind im Fischer Taschenbuchverlag erschienen.

Hier konnte ich mich so richtig reinlesen und reinsteigern.
Jede Menge Verdächtige, seltsame Gestalten und ein Killer der entgegen jeder Moralvorstellung seine persönliche Bewusstseinserfahrung macht.

Aber erst einmal kurz zur Story:
Julia und Michael, ein junges Paar, verleben ihren Urlaub auf Amrum im Haus eines bekannten Paares. Auf der Insel geschieht plötzlich ein grausamer Mord, der allerdings von langer Hand geplant war und den Killer kein Stück befriedigte. Es folgen weitere Opfer und als wäre die Bedrohung durch diesen Seriekiller nicht schon schlimm genug hat sich der vom Festland kommende Kommissar total auf Michael eingeschossen.So manche Spur, mit Absicht gelegt (?) bringt das Paar in arge Bedrängnis.

Am besten gefiel mir diese Martina, die Bekannte des Paares Michael und Julia. Wobei Bekannnte recht übertrieben wirkt, denn eigentlich kennen die 2 Paare sich gar nicht und verbringen doch ihren gemeinsamen Urlaub.
Dadurch empfand ich in nahezu jedem der Protagonisten eine Bedrohung für die 2 jungen Menschen. Ein Nachbar, der ihnen auflauert und alles und jeden beschimpft, eine eifersüchtiger Wirt, ein krankgeschriebener Polizist, ein Psychologe der sich zur Ruhe gesetzt hat und, und, und.

Ach ja Martina, diese mehr als egozentrische Frau die mit kurzen und knappen sarkastischen Bemerkungen so manch einen sprachlos machte und dabei immer noch einen zum Schluss draufsetzte, herrlich. Das lockerte die Stimmung im Buch enorm auf.

Auch gut fand ich die Kapitel des Killers (er bleibt dabei unerkannt), seine Beweggründe und generell sein ‚Werden‘ war wie der Typ selbst unheimlich und spannend.

Die Ermittler, darunter Kommissar Harmsen und sein Kollege vom Festland, tappten wie ich auch im dunklen Sand der Insel. Harmsen selbst war als Ekelpaket klasse dargestellt, ein Charakterschwein vom feinsten. Stänkern, motzen, provozieren.
Gemeinsam mit dieser Martina ein Dreamteam in Sachen Leute nerven aber eben auch LeserInnen unterhaltend.

Ein paar private Einblicke in die persönliche Lebenssituation der einzelnen Protas waren nicht übertrieben und trugen hier und da durchaus zum Verständnis des Verhalten bei.

Der Plot ist wirklich durchdacht, die Fährten führen quer über die Insel und brachten mich dazu ständig jemand anderes zu verdächtigen.
Einen nach dem anderen, um letztendlich zu erkennen dass ich total daneben lag und der Autor mich ebenso an der Nase herumführte wie der Killer selbst.

Deshalb, 5 von 5 Sternen für dieses Leseerlebnis.
Den Kommissar würde ich übrigens jederzeit nochmals lesen, aber dann bitte in Verbund mit Martina 😉

1 Buch – 2 Meinungen | Jannas Rezension zu dem Buch

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