„Ich sehe was, und das ist tot“ von Karen Sander

ich sehe was & das ist tot

Erscheinungsdatum: 25.09.2015
AutorIn: Karen Sander
Verlag : Rowohlt
ISBN: 978-3499269929
Flexibler Einband: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 9,99 €

 


5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
08.11.2015

Die Vorgänger muss man (zum Glück) nicht kennen

Ich habe die zwei Vorgänger nicht gelesen und bin sehr (!) froh darüber gewesen, das ich diese für das Leseverständnis nicht brauchte!

Der Prolog beginnt sehr spannend – Vater und Sohn ermorden eine Frau, die kleine Tochter musste dabei zu sehen.  Die weiteren Geschehnisse sind 38 Jahre später.
Das dieser Prolog eine Rolle spielen wird ist jedem Leser klar, dennoch wird erst zum Ende hin dem Leser die Bedeutung dessen eröffnet – ich persönlich bin bis dahin auch nicht darauf gekommen, was dieser Mord für eine Rolle in den aktuellen Ermittlungen spielt.

Relativ schnell ist dem Leser klar das Georg Stadler nicht nur Freunde auf dem Präsidium hat, somit begleiten wir als Leser zwei Geschichtenstränge: die Ermittlungen der Morde und der Rachewunsch eines Kollegen von Stadler. Ob der Grund dafür in den vorherigen Büchern bereits bekannt ist, kann ich nicht sagen, als Quereinsteiger dieser Reihe, habe ich erst relativ spät erfahren worum es dem Kollegen geht. Dies jedoch hat die Neugierde nur gesteigert (=

Bei den Morden hat Stadler sehr schnell den Verdacht, dass diese inszeniert wirken und er soll recht behalten! Ich empfand es als sehr gelungen, verschiedene (Film)Thriller einzubauen – zumal ich viele dieser Filme selbst kenne, somit hatte ich sofort Bilder im Kopf (ob dies nun gut ist sei dahin gestellt – wenn ihr versteht was ich meine).

Zu diesen zwei Geschichtssträngen kommt noch eine weitere hinzu – mit Blick auf den Prolog wirkt es zunächst nach zu vielen Ereignissen. Die Autorin versteht sich jedoch darin, einen roten Faden beizubehalten und verhindert somit, das der Leser sich „überfordert“ fühlt oder das Gefühl bekommt, das auf Zwang viel passieren muss.

Ich muss jedoch gestehen das mir der Anfang schwer fiel, ich kam nicht sofort in die Geschichte hinein. Dies lag nicht an dem Plot, sondern eher am Schreibstil. Dieser war mir zu Beginn etwas zu flach gehalten, aber ich wurde eines besseren belehrt – relativ schnell verflüchtigt sich dieser Eindruck und ich war in einem regelrechten Lesefluss.

Ich bin begeistert von dem Plot dieser Geschichte! Bis zu Letzte ist dem Leser der Täter nicht klar, kein versteckter Hinweis seitens der Autorin (und ich war wirklich überrascht). Das Mitfiebern ist garantiert! Durch die kurzen Kapitel hatte ich das Gefühl durch das Buch zu fliegen 😉 Und ich hoffe sehr auf einen vierten Band der Stadler-Reihe!!

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