„Die letzte Prüfung“

Aktuelle Ausgabe: 16.01.2016
AutorIn: B.M. Ackermann & Jay S.
Verlag: k. A.

ASIN: B0170/WBD2
E-Book: 341 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 2,99 €

-Bild folgt-

5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kasin
16.02.2016

Haus Sonnenschein – ein Ort der Angst macht!

Hätte dieses Buch einen Trailer würde er idyllisch beginnen.
Mit wogenden Bäumen, saftigen Wiesem, sprudelnden Bächen, einem urigen Ort und einer alten Kirche, alles natürlich untermalt von einer eingängigen und beruhigenden Musik…

             und dann käme der CUT

……ein Toter in der Schlucht, Kaputzenmänner mit Pfeil und Bogen, Fackeln die kaum Licht spenden, ein dunkler Kellerraum, eine junge und zierliche, blasse Frau die durch einen dunklen Wald flieht, ein junger Mann der nicht mehr weiß ob er träumt oder wach ist, ein alter Friedhof, Nebel, verschwörerische Stimmen, alte Hütten, Spritzen und ein Pfarrer als Schlussbild, der gegen Himmel schaut und nichts sieht außer dunklen, bedrohlichen Wolken.

„Die letzte Prüfung“ vom Autorenduo B.M. Ackermann und Jay S. ist deren gemeinsames Debüt. Beide waren mir bereits als Autoren bekannt und so habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Ein Thriller der mich nicht mehr loslies, lesen, lesen um die Hintergründe zu erfahren, das Leid der Protagonisten zu verstehen und zu hoffen das alles irgendwie gut ausgeht in diesem Heim für Exjunkies.

Mir war schnell klar, dass dort in diesem ach so idyllisch wirkendem Haus Sonnenschein alles andere als die Sonne scheint. Es ist was faul, ganz gewaltig sogar und so folgte ich diesem Lukas auf der Suche nach der Wahrheit.
Was gar nicht so einfach war, denn die Autoren haben viel gespielt mit mir als Leser und meinen Eindrücken und Interpretationen.
Oft musste ich überlegen ob nun ein Traum , eine Wahnvorstellung, eine Halluzination vorliegt oder doch die Wirklichkeit.
Das war so gut beschrieben, auch die Umgebung, der Wald, dieses Heim und besonders die Prüfung.
Die Handlung ist sehr gut durchdacht. Es warten genügend Überraschungen auf und ist stellenweise sehr beklemmend.

Was mir auch sehr gut gefiel waren diese kleinen ‚Seitenhiebe‘ in Sachen Vorurteile gegenüber Ex-Drohenkonsumenten.
Die Protagonisten sind allesamt sehr authentisch dargestellt und so konnte ich für mich schnell die Guten von den Bösen unterscheiden und doch hab ich da nicht immer richtig gelegen.
Mein persönlicher Lieblingsprota ist Hannes, der Dorfpfarrer. Ein alter Mann, gläubig aber nicht gutgläubig, er schaut über den Tellerrand.

Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, verschiedene Blickwinkel lassen Situationen besser verstehen und diese tiefgehenden Gedanken und Emotionen sind durchaus auch mal erschütternd.

Nach diesem Buch hat der Spruch „einen im Tee haben“ eine komplett neue Bedeutung für mich 😉

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