„Der Angstfresser“ | Tanja Hanika [Janna]

Das Buch wurde mir von Tanja Hanika (Autorin) kostenlos zum Lesen und rezensieren zur Verfügung gestellt. Meine Rezension basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Leseeindrücken und wird auch durch eine Bereitstellung des Buches nicht beeinflusst.

Wenn Fiktion zu wenig ist

Inhalt laut Klappentext

Angst, Blut und Schmerz.
Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen.

Der Horror-Autor Chester Harris ist nicht zufrieden. Seine letzte Lesung gleicht einem Desaster und auch seine Bücher erfüllen ihn nicht mehr. Die Fiktion einer Geschichte erfüllt Chester nicht mehr. Er will Grenzen überschreiten. Den Kritikern seines aktuellen Buches ins Gesicht lachen. Und so entsteht die Idee eines Horrordinners, seines Horroabends! | Randnotiz: den Namen des Protagonisten liebe ich! |

Erst das Gute oder erst die Kritik? Das frage ich mich bei jeder Rezension …
Dieser Horrorroman hat ein Ende das in sich stimmig ist, mich aber etwas unzufrieden zurücklässt. Autorin Tanja Hanika hätte gerne einen Schritt weiter gehen dürfen, denn die Geschichte selbst ist definitiv nicht(s) für zartbesaitete Leser*innen, das hätte das Ende gerne widerspiegeln dürfen.

Und vielmehr Kritik findet sich in diesem Buch nicht. Horror-Leser*innen kommen absolut auf ihre Kosten! Detailliert wird beschrieben, was die Besucher*innen dieses Abends erleiden müssen. Es lohnt sich, sich nach einer Leseprobe umzuschauen, denn der Prolog verspricht feinsten Horror. Nur ist Tanja Hanika so fies und geht danach ein paar Tage zurück in der Geschichte und die Horror-Liebhaber*innen müssen sich somit ein paar Seiten gedulden, bis Chester Harris seinen Plan in die Tat umsetzt.

Und dann ist die Warnung vom Klappentext „Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details.“ ernst zu nehmen! Ob nun bezogen auf Augenlieder, Augenhöhlen, Hände, Gehirne oder weiteres – Chester hat Gefallen daran, seine Mitmenschen zu ängstigen, gar über die Vorstellungen hinaus dem Wort ‚Horror‘ Leben einzuhauchen.

Der Qualm kratzte in seine Kehle, aber nichts hatte jemals für ihn so gut geduftet wie der Geruch nach verbranntem Menschenfleisch.
(Seite 9)

Wer mit solchen und weitaus detaillierteren Szenen keine Probleme hat, ist genau richtig bei diesem Buch! Das was Chester für den Abend vorbereitet hat, geht über die Grenzen der Vorstellungskraft hinaus. Wer nun Filme wie „Saw“ vor Augen hat, mag vielleicht im ersten Moment nicht Unrecht haben und doch ist „Der Angstfresser“ etwas völlig anderes. Chester will seine Gäste nicht vor die Wahl stellen, nicht wirklich. Wenn die Konfrontation nicht die gewünschte Unterhaltung bietet, dann sorgt er eben selbst dafür: die Öffnung eines Schädels, wohl bemerkt bei Bewusstsein des Auserwählten, selbst erschaffene Zombies. Ja, Ihr lest richtig! Ein Abend mit vielerlei Horrorelementen und ein Abend, welcher die Abgründe der Gäste aufzeigt, denn Chester ist nicht der Einzige, der von seinen Erlebnissen berichtet. Auch verschiedene Gäste kommen zu Wort – ist Chester Harris der einzige Anwesende, welcher sich an den Schmerzen anderer erfreuen kann, Grenzen überschreiten will?

Viel zu selten finden sich weibliche Autorinnen in diesem Genre, oder sie gingen an mir vorbei (daher gerne Buchtipps an dieser Stelle an mich!), und gerade deshalb bin ich nach diesem Buch, sowie „Scream Run Die“ definitiv eine Leserin von Tanja Hanikas vergangenen und zukünftigen Büchern!

Rezension verfasst von © Janna
★★★★☆


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1 Buch – 2 Meinungen | Kerstins Rezension

 – Weitere Eindrücke –
Hochhorst °
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       Buchdetails
Titel: Der Angstfresser
Buchreihe: Einzelband
AutorIn: Tanja Hanika
Verlag: CreateSpace Independent Publishing | [Selfpublisher]
— Rezensionsexemplar —

8 Kommentare

  1. Ich weiß nicht, ich weiß nicht.
    Bin wirklich sehr neugierig, aber weiß nicht, ob es was für mich ist. Vielleicht muss ich es einfach mal probieren. Hab bisher nichts aus dem Horrorgenre gelesen, da kann man ja nicht wissen, ob es einem liegt oder nicht. Vielleicht wäre dieses Buch ein gutes, um das mal auszuprobieren …

    1. Zum ausprobieren würde ich dir von diesem Buch eher abraten und dir „Scream Run Die“ von Tanja Hanika empfehlen. Hier ist es schon sehr detailliert, bei dem anderen Buch ist es eher unterhaltsam und guter Trash – bietet sich besser zum reinlesen ins Genre an (Kurzmeinung findest du bei Interesse *hier*) (=

  2. Hallo Janna,

    nein! Wenn ich das so mit den Augen lese, dreht sich mir schon jetzt der Magen um. Geht wohl recht in Richtung Splatter, dieses Horror-Schätzchen.

    Ich habe die Kurzgeschichtensammlung „Mr Rileys Hürchen und 13 weitere Gruselgeschichten“ von der Autorin gelesen. Die waren fein, kann ich nur empfehlen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Huhu Nicole!

      Tüddel ich jetzt? Hattest du nicht „Snuff Killers“ aus dem Festa-Verlag gelesen? Kenne das Buch zwar nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen das du dann bei Chester Probleme hättest 😉

      Die Kurzgeschichtensammlung ist direkt notiert, danke dir!

  3. *** SPOILER – Achtung, kleiner Spoiler zum Ende, nicht lesen, wenn ihr euch überraschen lassen wollt ***

    Huhu Janna,

    ich find den Namen Chester auch ziemlich cool. War bei Milton in Scream Run Die auch so. 🙂

    Das Buch hat mich mit den Horrorelementen schon sehr an meine Grenzen gebracht. Dafür war das Setting und der Plot umso besser. Im Gegensatz zu Dir fand ich das Ende gut, weil ich eigentlich so nen klassischen Schocker erwartet hätte, weshalb ich dann positiv überrascht wurde.

    Meine Rezi kommt auch noch, ich musste aber gestern schon mitteilen wie ich es fand. 😉

    Viele Grüße,

    Jemima

    *** SPOILER – Achtung, kleiner Spoiler zum Ende, nicht lesen, wenn ihr euch überraschen lassen wollt ***

    1. Oh ja, Chester und auch der Prota-Name Milton rocken!

      *SPOILER ZUM ENDE*

      Da mag ich nicht widersprechen, aber dennoch – für den Verlauf der Geschichte hätte ich mir in diesem Falle eine kleine Bestätigung der Erwartung gewünscht. Bei all den vorangegangenen Szene ist es mir zu harmlos ;D

  4. Huhu, ich habe von Tanja Hanika auch schon was gelesen und fand das Buch gut. Jetzt kommt der Angstfresser gleich auf die Liste.

    Vielen Dank für Deine Rezension
    LG und eine wundervollen Restabend für Dich.
    Anja

    1. Hey meine Feine, welches kennst du denn von ihr? Ich hoffe der Angstfresser zieht schnell bei dir ein und Chester Harris kann dich ebenso fesseln, echt freaky Ideen!

      Hab einen feinen Abend!

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