Rezension

„Das Opfermesser“

Erscheinungstermin: 27.12.2015
AutorIn: Simon Geraedts
Verlag : Create Space Independent Publishing Platform

ISBN: 978-1522897910
Taschenbuch: 202 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 7,99 €

-Bild folgt-

4,5 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kasin
04.01.2016

Unheimlich und böse oder unheimlich böse – ein klasse Gänsehaut-Thriller

Wenn mich ein Buch so in seinen Bann zieht, dass ich mir ständig irgendwelche Gedanken um Geschehnisse und Begebenheiten mache, dann ist es für mich sehr gut gelungen.

So ist es mir bei „Das Opfermesser“ von Autor Simon Geraedts gegangen.
Das Taschenbuch ist zwar recht kurz mit seinen 202 Seiten aber die sind von Anfang an schon unheilvoll geschwängert und bilden eine Spannung die einen Fingernägel kauen lässt.

Aber erst einmal kurz zur Story:
 Carsten macht Kurzurlaub zusammen mit seinem Sohn Lukas und der neuen Lebensgefährtin Jasmin. Ein Urlaub der dringend nötig ist, denn Lukas hat den Tod seiner Mutter noch immer nicht verwunden.
Seine Wut gegenüber der neuen Frau an Vaters Seite zeigt er unverhohlen und so lässt er sich auch schnell von einer sehr dunklen Macht einlullen, die ihm etwas absolut Großartiges verspricht.
Doch der Preis dafür ist sehr hoch.

Der Autor ist ganz schnell bei der Sache. Ohne Umschweife führt er einen als Leser mit diesem Trio in einen Urlaubspark, inmitten von endlosen Wälder in denen eigentlich nur Erholung anstehen soll.
Doch dort, bei einem Bach und den dunklen Fichten, lauert etwas sehr Böses – ein ewiges Etwas dass einen hohen Preis fordert von denen die sich ihm hingeben.

Die Spannung ist dem Autor gelungen, vom Prolog, komplett durch das Buch bis zum Epilog. 
Man fürchtet sich vor dem was dort ist und kommt und hat schon gewisse Vorahnungen.

Die Beschreibungen sind allesamt sehr plastisch gehalten und sorgen damit für Bilder im Kopf.
Zum Teil sind diese Beschreibungen sehr blutig und Lesegemüter die etwas empfindlicher sind sollten damit rechnen, dass es recht detailliert wird, obwohl ich sagen kann das es nicht übertrieben wird.

Zu alldem kommt dieses Mystische, leicht in die Fantasy abdriftende.
Dies ist kein Thriller der ‚üblichen‘ Art, keine Serienkiller und keine hinterher hetzende Ermittler, sondern eine thrillermäßige kleine Horrorstory, die doch schon so ein bisschen Wahrheit beinhaltet.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, zwar hätte ich mir etwas mehr aus der Vergangenheit und dem Ursprung dieses Parks gewünscht, aber – das Buch zeigte, dass man mit seinen Wünschen schon vorsichtig sein sollte :-;

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