„Das Kunstbuch – Ich glaube an mich“ | Elena Janker


Picasso hat einmal gesagt, er habe früh schon so gut zeichnen können wie der italienische Meister Raffael, aber sein ganzes Leben lang gebraucht, um wieder so zeichnen zu lernen wie ein Kind

Inhaltsangabe laut Verlag: Little ART im Künstlerhaus München fragt Kinder aus 108 Ländern „Woran glaubst Du?“ und ermuntert sie, darüber zu malen. Die Antworten sind so vielfältig wie die Farben der Natur – sie glauben an sich selbst und an die Freundschaft, an Gott und an ihre Religion, an Engel, an ihre Eltern, die Umwelt und ihre Fantasie. Es ist ein Buch von Kindern für andere Kinder, aber auch für Erwachsene. Ein Buch, das Augen und Herzen öffnen kann.

Ein Kunstbuch – oder ein Buch voller Kunst, es passt beides und es hat mich träumen lassen. Von der Ferne und der Nähe. Von Alltäglichkeiten und Wünschen. Vom Kleinen und dem ganz Großen. Dieses Buch ist eine Reise in die Phantasie der Kinder und mit Sicherheit auch in die eigene.

Woran glauben diese Kinder? An so vieles das ich gar nicht erwartet hätte!
Es hat mich überrascht, was alles in diesen Köpfen und deren Gedanken vor sich geht und mit welch künstlerischen Fähigkeit sie ihre „Glaubensgeschichten“ gezeichnet haben.
Der Glauben, ist hier nicht unbedingt im kirchlichen Sinne gemeint, auch wenn es immer wieder in den Zeichnungen und Sprüchen zu erkennen ist.

Die Zeichnungen sind so unterschiedlich wie es die Kinder sind. Und jede einzelne ist etwas besonderes. Da tummeln sich zwischen Aquarellen, Blei- und Buntstiftzeichnungen allerlei Motive. Die Erde, Aliens, Gärten, Häuser, Feuerstellen, Bäume, Engel und noch vieles mehr.

Es ist eine Augenweide Seite für Seite neue Bilder zu entdecken. Die kurzen Texte ergänzen die Zeichnungen und bei so manchem habe ich wirklich staunen müssen über das Alter des Künstlers/der Künstlerin. Da malen, zeichnen, kreieren Jungen und Mädchen aus der ganzen Welt wahre Kunstwerke.
Sehr gefallen hat mir das bei jedem der Bilder der Name des Kindes und das Herkunftsland stand.

Dieses Kunstbuch schaut man nicht auf einmal durch. Dafür lohnt es sich Zeit zu nehmen, immer wieder und besonders Spaß macht es mit mehreren gleichzeitig zu blättern, Erwachsene genauso wie Kinder. Es gibt immer wieder kleine Details zu entdecken und jeder achtet auf etwas anderes.

Ich glaube an mich!“ ist ein bildhafter Ausdruck von Kindern, der die ganze Welt umschließt

Dieses farbenfrohe Kunstbuch ist groß und schwer aber es ist diese Leichtigkeit der Bilder, was es zu einer Erlebnisreise werden lässt. Solche Bücher sollten nicht nur zu Hause in den Regalen stehen, sondern in all den (oft genug trostlosen) Wartezimmern liegen. Fängt man einmal an zu blättern, verliert sich die Zeit. Auch als begleitende „Lektüre“ für den Religions- /Ethikunterricht würde ich „Ich glaube an mich“ empfehlen. Eigentlich passt es zu jeder Art von Unterricht oder als Diskussionsgrundlage. Denn die gezeichneten Gedanken regen sehr an zur Selbstreflektion, denn – woran glaube eigentlich ich oder woran glaubst Du?

Die Initiatorin Elena Janker wurde 1967 geboren. Als Gründerin und Leiterin von little ART, einer weltweit agierenden Non-Profit-Organisation mit Sitz im Münchner Künstlerhaus, verfolgt sie die Mission, Kindern den Zugang zu eigener Kreativität zu öffnen.
Diese Kreativität zu teilen und in einem Buch zusammenzufassen ist ihr auf wunderschöne und auch inspirierende Art gelungen.

Kindermund tut Wahrheit kund, heißt es immer. Dem kann ich nur zustimmen. Gibt man ihnen dann noch Zeichenmaterial in die Hand, kommt etwas so schönes wie dieses Buch heraus.

Ein ganz besonderes Buch!

Rezension verfasst von © Kerstin 
★★★★★

Buchdetails
Titel: Ich glaube an mich 
Buchreihe: Einzelband 
Autorin: Elena Janker 
Verlag: Süddeutsche Zeitung |
ISBN: 978-3864974212 [Hardcover, 304 Seiten,29 €
]
— Rezensionsexemplar —


2 Kommentare

    1. Hallo liebe Anja
      das Buch ist wirklich voller Überraschungen.
      Schon großartig wie die Kinder ihre Sicht der Dinge dargestellt haben.
      Wünsche dir einen schönen Restsonntag
      Liebe grüße
      Kerstin

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