„Das Dorf der Mörder“

Aktuelle Ausgabe: 11.08.2014
AutorIn: Elisabeth Herrmann
Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3442481149
Taschenbuch: 480 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 9,99 €
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Erstausgabe: 25.02.2013 * Gebundene Ausgabe *
480 Seiten * 19,99 €

-Bild folgt-

4 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Kasin
31.01.2016

Gepeinigte Seelen – die Hunde von Wendisch Bruch bellen wieder! 

Der Einstieg mit den Hunden in diesem kleinen Ort fand ich, trotz der Beklemmung die diese Szenerie bei mir auslöste, als absolut gelungen. 
Es offenbarte mir aber auch schon eine kleine Vorahnung um was es gehen könnte und doch war ich neugierig genug um es weiterzulesen, um endlich nach all diesen Seiten die ganze Wahrheit zu erfahren.

Aber erst einmal zur Story:
Ein Toter, oder besser gesagt dessen Überreste werden in einem Pekari Gehege gefunden. Diese Wirldschweinart hat nicht viel übrig gelassen aber doch genug um die Gruppe der Tierparkbesucher in helle Aufregung zu versetzen.
Ebenfalls vor Ort ist die junge Polizistin Sanela (ja, nur mit einem l) Beara. Ehrgeizig wie sie ist will sie direkt mehr erfahren und begibt sich so in eine gefährliche Situation. Das stachelt sie nur mehr an herauszufinden was es mit dem Toten auf sich hat und welches Geheimnis hinter der verhafteten Charlie Rubin steckt.
Sanela gräbt tief und reist reist weit in die Vergangenheit, was ihr zum Verhängnis werden könnte.

Der Schreibstil der Autorin Elisabeth Herrmann wechselt. 
Die Szenerien um die Mörderin, dieses Dorf und Sanela gefielen mir sehr gut.
Gerade dieses Dorf mit seinem Geheimnis, der Schweigsamkeit der dort noch lebenden Einwohner, die Beschreibungen der Begebenheiten fand ich richtig klasse. 

Was mich aber sehr störte war diese Liebesbeziehung, hier fühlte ich mich ein wenig wie in einem typischen amerikanischen Thriller.
Erfolgreicher Mann, wunderschöne und noch erfolgreichere Frau, schnelles Kennenlernen wegen dieser Mordgeschichte, und zack – ist es passiert – ganze sechsmal in einer Nacht? –  nein, das will ich nicht wirklich lesen in einem Krimi.

Trotzdem hat mich das Buch gefesselt.
Die Story war (bis auf oben erwähntes) wirklich sehr spannend, gut konstruiert und die meisten der Charaktere lebhaft und authentisch beschrieben.
Besonders Sanela, diese getriebene junge Frau, die auch mal tut was sie nicht soll oder darf, Grenzen überschreitet und zwar intelligent recherchiert, aber nicht unbedingt auch so handelt.

Eine überzeugende Auflösung, bis zum Schluss herausgezögert, hat mir dann doch einige unterhaltsame Lesestunden bereitet.
Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen, nicht zuletzt auch für die Hunde von Wendisch Bruch. Eine traurige Botschaft und ich weiß nicht was schlimmer ist – das Wegsehen oder das Hinnehmen?

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