Rezension

„Brothers and Bones“ von James Hankins

brothers & bones

 

Erscheinungsdatum: 13.04.2015
AutorIn: James Hankins
Verlag: Piper

ISBN: 978-3492306089
Flexibler Einband: 512 Seiten
  Sprache: Deutsch
Kosten: 9,99 €

 


3 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
30.04.2015

„Eine leere Fried-Chicken-Schachtel tötete meine Eltern“

Inhalt:
Charlie Beckham ist Staatsanwalt und mit der U-Bahn auf dem Weg zu einem wichtigen Prozesstag. Kurz vor seinem Ziel wirft er einem Obdachlosen ein paar Münzen in den Becher, worauf dieser sich mit den Worten  „Danke, Wiley.“ äußert. Diesen Spitznamen jedoch kannte nur Charlies Bruder Jake und dieser wird seit 13 Jahren vermisst. Diese zwei Worte reichten aus, um Charlies ersten Prozesstag „gegen die Wand zu fahren“ und sein Leben auf den Kopf zu stellen.

Vorab:
Ich habe mich mit der Sternenvergabe wirklich schwer getan!! 3 oder 4, 4 oder 3 Sterne?!? Habe schon schlechtere Thriller gelesen,  a b e r  Bücher sollen unabhängig voneinander bewertet werden – zu mindestens ist dies bei mir so – und deshalb habe ich mich dann doch für 3 Sterne entschieden, warum? – 3 von 5 Sternen, weil…

… Das Buch hat leider nicht gehalten, was es „versprochen“ hat. Ich konnte vorab in das Buch reinlesen und war wirklich begeistert. Das erste Kapitel zieht den Leser sofort in seinen Bann! Die Spannung wurde  durch die Begegnung mit dem Obdachlosen sehr gut aufgebaut, meine Neugierde war sofort geweckt! Des Weiteren hat der Autor bei mir mit seinem Schreibstil gepunktet: ironisch, intelligent und bildlich umschrieben:
„Hin und wieder nimmt das Schicksal meine (Schnee)Kugel (Metapher für Charlies Leben) in seine mitleidslosen Finger, schüttelt sie energisch und entfesselt einen Schneesturm, der mich benommen und beinahe atemlos zurücklässt. – S. 7, auch der Titel meiner Rezension stammt aus der Feder des Autor – dies sind nur kleine Beispiele.
Die erste Hälfte des Buches war für mich definitiv ein Pageturner! Fragen haben sich gebildet, Spannung wurde aufgebaut … und dann kam die zweite Hälfte des Buches: Der Autor fasst erschreckend oft zusammen, was bislang passierte. Auch der Schreibstil baute ab, kaum noch Witz, geschweige denn Spannung. Nicht unbedingt Situationen die der Leser erwartet hätte, aber eben auch keine Wow-Effekte, leider! Vieles kam mir zu weit hergeholt vor – Verknüpfungen der gesamten Geschehnisse erschloss sich Charlie aus minimalen(!) Hinweisen. Und das Ende war enttäuschend für mich! Dies kann ich jedoch leider nicht weiter ausführen, ohne zu Spoilern …
Aus dem Buch hätte der Autor definitiv mehr machen können – das er schreiben kann, hat James Hankins in den ersten Kapiteln gezeigt, warum er ab der Hälfte so abbaute; keine Ahnung … 

Fazit:
Das Buch hat stark angefangen und dann leider abgebaut – dennoch lesenswert.

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