Rezension

„Tief steht die Sonne“ von Michael Gantenberg & Oliver Welter [Janna]

Tief steht d Sonne

 

Erscheinungsdatum: 21.01.2016
AutorIn: Michael Gantenberg & Oliver Welter
Verlag : FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3596031634
Flexibler Einband: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: 9,99 €

 


2 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
16.04.2016

Nicht noch einmal!

Das war wohl nix!! Zu mindestens für mich … schade!

Es handelt sich hier um den dritten Band der Ermittlerin Inka Luhmann und einem wirklich ruhigem Krimi.
Die Vorgänger muss man nicht gelesen haben. Ich bin auch erst bei Band 3 eingestiegen und Vorinformationen fehlten mir nicht, weder bei dem aktuellen Fall (welcher in sich abgeschlossen ist), noch bei den privaten Geschehnissen der Ermittlerin.

Eine Leiche wird auf dem Campingplatz gefunden, Inka & ihr Team werden hinzugezogen. Der Tote ist Campingplatz-Hausmeister Bernd Groschek und dieser wirft viele Fragen auf, ebenso wie der Täter.

Es werden die Perspektiven der Ermittlungen geschildert, sowie die des Täters. „ER“ erzählt zunächst von seiner Kindheit, seinen Taten und dies baut sich zu einem Gesamtbild auf.
Interessant waren seine Eindrücke, mehr leider auch nicht. Es baut sich keine Spannung auf! Die Aufmerksamkeit widmet sich vor allem seiner Kindheit, wohl um dem Leser eine Erklärung für seine darauffolgenden Taten zu geben. Nachvollziehbar ja, Stück für Stück bauen sich die Verknüpfungen auf. Dennoch konnte mich seine Geschichte nicht in den Bann ziehen, machte mich nicht neugierig, da es zu ausführlich war und sich mir der rote Faden nicht erschloss. Klar, es wird dem Leser begründet warum er ist wie er ist, wie seine Tat auf dem Campingplatz entstand und warum, jedoch wird eine zu große Aufmerksamkeit auf seine Vergangenheit gelegt, sodass die späteren Verknüpfungen relativ schnell abgehandelt werden.

Bei der Ermittlerperspektive liegt die Aufmerksamkeit besonders auf der detaillierten Beschreibung der Örtlichkeiten & dem Camperleben! Und hier eben liegt auch mein großer Kritikpunkt: Die Beschreibungen nehmen mehr Raum ein als die Ermittlungen, und auch die immer Wiederkehrenden Zusammenfassungen des Ermittlungsstandes – ich muss gestehen, ich habe viel quergelesen, da diese „Raumführungen“ für den Fall nicht relevant sind. Somit baute sich auch erst um Seite 200 ein Spannungsbogen auf – zum einen viel zu spät und dann nicht mal anhaltenden bis zum Schluss. Das Puzzle setzt sich beim Leser schnell zusammen & so las ich nur weiter, um zu erfahren wie das ein oder andere entstand – denn zu den Ermittlungen bekommt Inka noch einen weiteren Fall – einen Unfalltoten.
Das Ende hält noch eine kleine Überraschung bereit, diese konnte meinen Gesamteindruck aber nicht mehr positiv stimmen.

Und die Kapitel über die Ehe von Inka Luhmann, ihrem Mann, waren nur für den letzten Absatz des Buches relevant, mehr aber auch nicht! Und nicht mal wirklich notwendig …
Ohne die Beschreibungen & Eheprobleme hätten hier wohl 100 Seiten eingespart werden können oder den Fokus intensiver auf den Fall lenken können!

Besonders Inka sagt während den Ermittlungen ihrem Pathologen gerne mal „Bitte nur die Fakten“ – dies hätte sich das Autorenduo ab und wann auch sagen sollen.

1 Buch – 2 Meinungen | Kerstins Rezension zu dem Buch

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