„Blues für Vollmond und Kojote“ von Christopher Moore

blues f vollmond u kojote

Aktuelle Ausgabe: 09.06.2008
AutorIn: Christopher Moore
Verlag : Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442542383
Flexibler Einband: 352Seiten
Sprache: Deutsch
Kosten: z. Zt. nicht erhältlich
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Erstausgabe: 01.09.1998

 


4 von 5 Sternen ~ Rezensiert von Janna
29.07.2016

Skurril, skurriler, „Blues für Vollmond und Kojote“

Ein Lesevergnügen? Ja! Aber wie soll ich dazu oder darüber nun eine Rezension verfassen!? 😀

Man nehme einen Autoren, welcher bekannt ist für seine humorvollen & skurrilen Geschichten, abseits der Mainstream-Romane und mit ganz eigenem Sinn für Glauben, Tod, dem Leben …

Nachdem mir mein Freund immer wieder Passagen aus „Die Bibel nach Biff“ vorlas und ich „Ein todsicherer Job“ verschlungen hatte muss ich gestehen, das ich mehr von diesem Humor erwartet hatte.

Jedoch enttäuschte mich die Geschichte nicht wirklich, hier und da etwas abschweifend, dennoch lesenswert! Und man glaubt kaum, welcher Inhalt in nicht mal 400 Seiten passt!

Man sollte mit seinen Träumen & Sehnsüchten vorsichtig sein, besonders wenn man Sam Hunter heißt & von den Crow abstammt.
Kojote, eine Gottgestalt der Crow steht Sam zur Seite – sehr zum Nachteil von Sam, denn plötzlich steht sein Leben Kopf:

Aaron Aaron, sein Geschäftspartner, welcher stündlich den Fortschritt seiner Kahlköpfigkeit prüft – nach 20 gemeinsamen Jahren will er ihn rauswerfen (dank Kojote):
„Das hier musst du allein ausbaden. Ich war selbst nicht immer wählerisch, wenn es darum ging, den Angstfaktor auszureizen, aber um Himmels willen, ich habe nie einen Klienten einen Indianer auf den Hals gesetzt.“ (…) „(…)Gleich nachdem du sein Büro verlassen hast, ist Jim Cable auch gegangen und wurde vor dem Gebäude von Motion Marine von einem Kerl angegriffen, der eine Indianermontur trug. Mit einem Tomahawk.(…)“

Spangola, ehemaliger Schwerverbrecher, heutiger Wachmann in Sams Townhouse – berichtet über die neuesten Vorkommnisse & dem baldigen Rauswurf Sams, aus seiner Eigentumswohnung (dank Kojote); angeblich hätte Sams Hund – er besitzt garkeinen – die Nachbarschaft terrorisiert:
„Neun Uhr: Mrs. Feldstein ruft an und berichtet, dass gerade ein Wolf auf ihre Glyzinien uriniert hat. (…) Neun Uhr fünf: Mrs. Feldstein berichtet, dass der Wolf ihre Perserkatze zum Geschlechtsverkehr zwingt.“

Caliope, eine Frau die Sam sofort den Kopf verdrehte (Kontaktaufnahme dank Kojote), jedoch mit einem Batzen Vergangenheit aufwartet – die wohl überraschendste ist der Ex-Freund, direkt unter ihrer Wohnung:
„(…)Er redet immer davon, dass er das Sorgerecht für Grubb haben will. Und wenn er uns umbringt, macht das keinen guten Eindruck auf den Richter.“ – naja, logisch oder!? 😀

Und all das innerhalb zweier Tage! Doch der Roadtrip fängt erst an. Ein Bikertrupp, die Gottheit Anubis, eine christliche Crow, eine chinesische Familie, Minty Fresh und weitere kleine surreale Szenen.

Und Kojote selbst, ab sofort ständiger Begleiter an Sams Seite – ob erwünscht oder nicht – eine Gottheit … !? Nicht nach seinem Verhalten zu urteilen:
Alles was weiblich und nicht bei 3 auf den Bäumen ist – okay, selbst wenn sie auf den Bäumen sind …
Die Erschaffung der Menschheit – von Kojote
Die Geschichte, wie Kojote seinen Arsch verlor
Nicht zu vergessen, die Geschichte, in der Kojote seinen Penis verlieh

Klingt abgedreht, surreal, kurios? Ja, all das ist dieses Buch und man muss solche Geschichten mögen.
Auch wenn der gewohnte Moore-Humor nicht vollends zur Geltung kommt, macht gar nichts, dafür schmeißt er mit skurrilen Charakteren nur so um sich.
Und wie hätte ich es besser näher bringen können als mit Zitaten ! ?
Ich kann nur sagen: mich hat die Geschichte, gerade weil diese so eigen ist – ebenso wie die Charaktere – überzeugen können.

Habt keine Scheu einen Kommentar zu hinterlassen, wir freuen uns über jeden einzelnen!

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